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Wieder mehr Infektionen

Zweite Infektionswelle in Japan befürchtet

Kurz nachdem der Ausnahmezustand in ganz Japan aufgehoben wurde, steigen nun die Befürchtungen einer zweiten Infektionswelle.

Erst gestern meldete die Stadt Kitakyushu neue Infektionen, bei denen der Infektionsweg nicht zurückverfolgt werden kann. Das Gesundheitsministerium entsandte ein Cluster-Reaktionsteam, um die Infektionen zu untersuchen.

Tokyo meldet wieder steigende Infektionszahlen

Ein Krankenhaus in Tokyo meldete am Donnerstag neun neue Fälle, wo der Infektionsweg ebenfalls nicht nachvollzogen werden kann. Japans Hauptstadt meldete am selben Tag 15 neue Infektionen und damit seit drei Tagen einen Anstieg.

Nach Angaben des Krankenhauses wurde ein Mitarbeiter der Psychiatrie am 21. Mai positiv getestet. Unter denjenigen, die engen Kontakt mit dem Mitarbeiter hatten, wurde später festgestellt, dass weitere vier Mitarbeiter und fünf stationäre Patienten der Station infiziert waren.

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Tokyos Stadtverwaltung hat das Gesundheits-, Arbeits- und Sozialministerium gebeten, ein Cluster-Reaktionsteam in das Krankenhaus zu entsenden. „Wir haben das gesamte Krankenhaus so schnell wie möglich desinfiziert“, so der Chef des Krankenhauses. „Wir werden uns bemühen, die weitere Ausbreitung des Virus mit größter Sorgfalt zu verhindern.“

Die Gesamtzahl der Infektionen in Japan hat 17.400 überschritten, inklusive der 700 Menschen vom Kreuzfahrtschiff Diamond Princess, das im Februar vor Yokohama unter Quarantäne gestellt wurde. 900 Menschen sind in Japan an den Folgen der Infektion gestorben. In Tokyo wurden am Donnerstag insgesamt fast 5.200 Infizierte gezählt, weiterhin der höchste Stand unter allen 47 japanischen Präfekturen.

Kitakyushu befürchtet zweite Infektionswelle

In Kitakyushu, das in der Präfektur Fukuoka liegt, hatten die Behörden vom 30. April bis letzten Freitag keine neuen Fälle gemeldet. Aber sie bestätigten 98 Fälle in einem Zeitraum von sechs Tagen. Der Bürgermeister von Kitakyushu, Kenji Kitahashi, warnte vor einer zweiten Infektionswelle und forderte die Bewohner auf, keine unnötigen Reisen zu unternehmen.

Einige der öffentlichen Einrichtungen, die nach der Aufhebung des Ausnahmezustands in der Stadt wiedereröffnet worden waren, wurden bis etwa Mitte Juni wieder geschlossen. Die Stadt sagte, sie habe auch beschlossen, die von ihr geplanten Veranstaltungen abzusagen oder zu verschieben.

MA

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