Wake-Up Girls! Regisseur Yutaka Yamamoto kritisiert angegriffenes Idol

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Yutaka »Yamakan« Yamamoto (The Melancholy of Haruhi Suzumiya, Wake Up, Girls!), Anime-Regisseur und Gründer des Animationsstudios Ordet, kommentierte den Fall um die Messerattacke gegenüber der 21-jährigen Sängerin Mayu Tomita. Der Täter wurde zu einer 14-jährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Während Yamamoto das Urteil für gerechtfertigt hält, gibt er Tomita eine gewisse Mitschuld an der Tat.

Mayu TomitaSo gab der 28-jährige Täter Tomohiro Iwazaki zu, dass er Tomita attackiert hätte, da diese sein persönliches Geschenk an ihn zurückgeschickt hätte, ohne nähere Gründe zu nennen. Der junge Mann wartete an der Station auf Tomita, um sie danach zu fragen. Der Täter versuchte bereits vor diesem Angriff, die Sängerin zu kontaktieren. Tomita zeigte seine Drohungen bei der Polizei an. Diese schätzte die Lage allerdings falsch ein, wofür sich die Polizei später entschuldigte.

Zu der Thematik meint Yamamoto, es sei eine schlechte Idee, wenn Personen, die als Idol arbeiten, sorglos Fans abblocken. Es mache einen schlechten Eindruck, ein Geschenk zurückzusenden. Tomita hätte als Profi wissen müssen, dass sich der junge Mann rächen könnte, war jedoch nicht darauf vorbereitet und ging dadurch ein Risiko ein.

Der Mann fügte der Sängerin fast zwei Dutzend Stichwunden im Nacken- und Brustbereich zu, sodass sie in ein künstliches Koma versetzt werden musste. Vor Gericht sagte Mayu Tomita aus, durch diese Attacke seien eine teilweise Lähmung des Mundes sowie Probleme beim Singen und Essen aufgetreten. Zudem hätte sie seitdem Probleme mit dem Sehvermögen.

Yamamoto kritisierte bereits in der Vergangenheit heftig die Anime-Industrie. Er erklärte Anime für »tot« und bemängelte das Produktionkomitee-System. Zuletzt lobte Yamamoto allerdings auch Makoto Shinkais Animationsfilm your name..

Yutaka Yamamoto gab zudem bekannt, dass sein neues Anime-Projekt Hakubo (Twilight) für 2018 geplant ist und via Crowdfunding finanziert wird.

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2 Kommentare

  1. Italo Beat Boy um

    Was für ein Arschloch! „kopfschüttel“

    Also, wenn ich jetzt von jemand zusammengeschlagen werde, bin ich dann Mitschuld an der Sache, nur weil ich jetzt die Situation nicht einschätzen konnte? Soll ich mich auch noch dafür entschuldigen, dass der Angreifer einfach seine Aggros hatte oder wie und ich einfach nur ein Anlass dafür war? Klar, sicher, natürlich, ist ja voll logisch, ne? o_O

    Ich glaube nicht, dass man einen Grund angeben muss, wenn man ein Geschenk zurückweist. Wer weiß, was in diesem Geschenk wirklich drin gewesen ist, so dass Mayu Tomita es wieder zurück geschickt hat (war vielleicht irgendwas versautes, bei einem Otaku weiß man ja nie). Es könnte auch gut eine Falle sein, um der Sängerin zu schaden (hab mal so eine ähnliche Szene im Anime „Perfect Blue“ gesehen), sonst hätte dieser kranke Typ auch nicht versucht, sie zu kontaktieren, geschweige denn sie anzugreifen. Der Typ ist kein Fan, er ist nur ein versessener Hardcore-Otaku ohne RL, Mayu Tomita hatte mit Sicherheit ihre Gründe, das Geschenk nicht anzunehmen.

  2. Da scheint der Herr Regisseur Experte zu sein, wie man mit Stalkern umgeht (wurde zwar nicht offiziell so genannt, aber da Frau Tomita aufgrund von Drohungen schon die Polizei einschaltete, gehe ich mal davon aus). Mehr noch, er gibt gleich noch einen Vorschlag, wie sie sich richtig verhalten hätte. Warum hat er mit diesem Halbwissen nur hinterm Berg gehalten? Eine steile Karriere als Verhaltenspsychologe hätte ihm bevorgestanden, sämtliche Frauen Japans, ob Stars oder nicht, hätten sich ihm dankbar gezeigt, da sie nun wissen, wie sie mit Stalkern umzugehen haben …

    … stattdessen fehlt eine ordentliche Portion Menschlichkeit. Statt dass der Regisseur dankbar ist, dass er wohl niemals in eine solche Lage geraten wird, suggeriert er dem Opfer, dass es selbst Schuld an der Tat ist. Und er gaukelt vor, den richtigen Umgang mit den Tätern zu wissen, was höchst fahrlässig und einfach falsch ist. Traurig zu sehen, dass Opferklischees überall existent sind.

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