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Rolling Sushi 67: Japans Bewohner und wir versuchen das Beste aus dem Ausnahmezustand zu machen

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In der neuesten Folge von Rolling Sushi sind Benks, Micha und Miki dabei. Wie üblich gibt es ein Update zu der derzeitigen Lage in Japan in Bezug auf den Coronavirus. Wir sind dabei schon fast etwas überrascht, dass der landesweite Ausnahmezustand nun doch schneller gekommen ist als erwartet.

Wie üblich gibt es da jedoch auch einige negative Seiten, die wir nicht vergessen wollen. Unter anderem reagieren nämlich trotzdem nicht genügend Leute auf die Aufforderung der Regierung. Nur wenige Nachtclubs haben geschlossen und es gehen weiterhin viele Menschen täglich zur Arbeit.

Regierung kämpft mit Unzufriedenheit der Bevölkerung

Auf der anderen Seite stehen Franchisenehmer von japanischen Convenience-Stores unter starkem Druck und es bauen sich immer mehr Probleme für sie auf. Da bringt auch die staatliche Hilfe zurzeit nur wenig, die kommt bei den Unternehmen gar nicht an. Da wundert es leider nicht, dass die Selbstmordrate aktuell steigt.

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Des Weiteren sind die Notfallzentren mit Covid-19-Patienten überlastet, sodass sie sich nicht mehr um wirklich wichtige Fälle kümmern können. Grund dafür sich die verzweifelten Krankenhäuser, die keine Infizierten mehr annehmen können und sie deswegen zu den Zentren schicken.

Die Regierung selbst muss seit Tagen einen Hagel der Kritik über sich ergehen lassen. Nicht nur dass die Maßnahmen zu spät sind, viele finden sie auch nicht ausreichend. Unter anderem wurde nun die finanzielle Hilfe für ärmere Familien gestrichen. Stattdessen sollen so gut wie alle Geld bekommen, wenn auch deutlich weniger.

Gemeinsames Musizieren gegen die Einsamkeit

Die kostenlosen Masken sind ebenfalls ein Problem. Nicht nur dass die Verteilung an sich in der Kritik steht, nun wurde auch bemerkt, dass sie viel zu klein sind. Erwachsene können sie deswegen in den meisten Fällen nicht sicher verwenden. Dass da noch die japanischen Politiker ihr Gehalt um 20 Prozent kürzen, ist auch eher eine mittelmäßig gute Maßnahme.

Doch es geht bei uns nicht nur deprimierend im Podcast zu. Wir machen uns ebenfalls über das merkwürdige Video vom japanischen Premierminister lustig, der uns eher an einen James Bond Bösewicht erinnert. Die bekannte Musikerin Yoko Kanno lädt in der Zwischenzeit zum Musikmachen ein und sorgt für Begeisterung.

Virtueller Pride lädt zum Mitmachen ein

Allgemein versuchen die Menschen aus ihrer Lage das Beste zu machen. Trinkpartys werden nun online gefeiert und sogar von Brauereien gesponsert. Onsen liefern Badewasser nach Hause und sorgen mit VR-Technik für die richtige Atmosphäre in der Badewanne. Präfekturen stellen hingegen Arbeitslose ein.

Restaurants schaffen es dank Crowdfunding durch die schwere Zeit und können weiter etwas Geld verdienen. Einer Spielhalle in Tokyo ging es ähnlich, die dank Spenden vorerst weiterleben kann. Etwas spektakulärer ist das Projekt des Toyko Rainbow Pride. Das Event soll dieses Jahr komplett online stattfinden, dafür jedoch nicht weniger umwerfend sein. Besonders cool dazu ist, dass Menschen weltweit dank des Internets teilnehmen können und sogar zum Mitmachen motiviert werden.

Alle Themen des Podcasts zum Nachlesen im Überblick:

Wie immer könnt ihr den Podcast hier hören, bei Spotify, iTunes, über Alexa und auf Google Podcast.

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