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Japan-Nachrichten von letzter Woche

Rolling Sushi Folge 128: Spionage in Japans Restaurants, umweltschädliche Modeindustrie und Verschwörungstheorien

Da es unseren Zuhörern zuletzt so gut gefallen hat, ist die neuste Folge unseres Podcasts wieder nur zu zweit mit Benks und Micha. Unter anderem geht es diesmal um staatlich finanzierte Spionage in Restaurants, das dreiste Olympiakomitee und Verschwörungstheorien.

Zuerst aber die wichtigsten Corona-News. Die Mehrheit der Japaner ist für eine Verfassungsänderung, um die Pandemie besser zu bekämpfen. Zur Golden Week bleiben dazu die Bahnhöfe leerer als im letzten Jahr.

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Restaurants im Visier von der Corona-Maßnahmen

Gleichzeitig treiben sich aber trotz Ausnahmezustand viele Menschen auf der Straße herum. Auch beim Homeoffice liegt die gewünschte Quote von 70 Prozent immer noch in weiter Ferne und der Impfverlauf in Japan ist von allen Industrieländern am schlechtesten.

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Weiterhin hat die Regierung die Restaurants im Visier. In Tokyo wird gegen Lokale vorgegangen, die nicht schließen wollen. Kanagawa bietet in der Zwischenzeit Zertifikate und Unterstützung für Restaurants an, die sich besonders vorbildlich an die Coronamaßnahmen halten.

Allerdings müssen die Lokale mit einer regelmäßigen heimlichen Überprüfung durch Kunden rechnen. Bezahlt wird die Spionage von der Präfektur. Das löst große Verärgerung aus, wie auch das Alkoholverkaufsverbot in Tokyo.

Neue Emissionsziele für 2030

Ebenfalls zu Protesten kam es unter dem medizinischen Personal in Japan, das wegen einer unverschämten Anfrage des Olympischen Organisationskomitee von Tokyo seinem Ärger auf Twitter Luft machte. Die Opposition fordert mittlerweile Gespräche zu einer Absage der Spiele.

Beim Thema Umwelt wurde bekannt, dass Japans Modeindustrie im Jahr 95 Millionen Tonen an CO2 verursacht. Der Premierminister kündigte seine neuen Emissionsziele für das Jahr 2030 an und will die Zusammenarbeit mit Deutschland fördern. Einen wirklichen Grund zur Freude gab es für ihn jedoch nicht, nachdem er eine heftige Wahlschlappe am Wochenende erlitten hatte.

Verschwörungstheorien kommen auch bei Japans Politikern an

Japans Regierung plant Online-Werbung zu regulieren, um vor allem kleinere Unternehmen besser zu schützen. Google erhält hingegen Hilfe vom Justizministerium bei der Filterung von verleumderischen Inhalten auf YouTube, zu denen durchaus auch Verschwörungstheorien gehören.

Mit denen sorgte kürzlich ein Lokalpolitiker für Aufsehen. Dass ein japanischer Politiker so offen mit Verschwörungstheorien um sich wirft, ist dabei sehr ungewöhnlich. Für den Lacher der Woche sorgte jedoch eine andere Meldung. Nämlich ein Schuhdieb, der trotz Geständnis und Beweisen nicht anklagt wurde, weil seinen Opfern die Tat zu peinlich ist.

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