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Code Geass: Akito the Exiled OVA 5 (Blu-ray) – Der finale Showdown der Hyuga-Brüder

Im fünften und letzten Teil der OVA-Reihe Code Geass: Akito the Exiled beginnt für die W-0-Einheit die wohl bisher größte Schlacht ihres Lebens. Können Akitos Rufe seinen Bruder doch noch erreichen?

Am 28. Juli 2017 veröffentlichte der Publisher Kazé den finalen Teil der Spin-off-Reihe. Aufgrund von Yukiyas List erleidet der Feind große Schäden, doch reicht dies noch lange nicht, um Shins Zerstörungswahn und Mordlust zu bremsen. Akito setzt alles daran, seinen Kameraden zu bergen. Die W-0-Einheit muss sich vorerst zurückziehen und sich neu formieren, während sich Shins Truppe ebenfalls für den Kampf rüstet. Ob Leilas Team die Schlacht mit ihrem neuen Verbündeten für sich entscheiden kann?

Der Feind meines Feindes ist mein Freund

Das Finale setzt unmittelbar nach dem Ende von Teil 4 an und geht dabei ins letzte Kapitel über. Mit der W-0-Einheit und einem neuen Mitstreiter an seiner Seite möchte Akito die Pläne seines Bruders endgültig durchkreuzen und ihn zur Besinnung bringen. Dabei fällt stark auf, dass sich Akitos Charakter immer mehr verändert – zum positiven versteht sich. Von seiner verschlossenen und abgewandten Art eines Einzelgängers ist nichts mehr vorhanden. Stattdessen sorgt er sich stets um seine Kameraden, besonders um Leila.

Code Geass: Akito the Exiled
Bild: SUNRISE/PROJECT G-AKITO

Die Handlung baut im Laufe der OVA immer mehr Spannung auf und erreicht in der Entscheidungsschlacht ihren Höhepunkt. Lelouch und Suzaku sind erneut mit von der Partie, jedoch sieht man die beiden nur noch in zwei kurzen Szenen, die sich sogar in gewisser Weise in die Story der TV-Serie eingliedern lassen. Einen weiteren Einfluss auf die Geschichte um Akito und Leila haben die zwei allerdings nicht mehr.

Das Mysterium des Geass – Serie vs. OVA

Endlich wird allmählich Licht ins Dunkle gebracht, was die Vergangenheit von Shin und Akito betrifft. Zwar ist nicht alles an der Geschichte ganz so schlüssig, wie erhofft aber immerhin kann man Shins Beweggründe nun etwas mehr nachvollziehen, selbst wenn seine Vorgehensweise nach wie vor fragwürdig ist. Des Weiteren wird auch endlich mehr zu Leilas mysteriösem Geass verraten. Leider werden durch gewisse Faktoren mehr Fragen aufgeworfen, als beantwortet werden und zudem wird das Prinzip des Geass zusätzlich mit dem Raum-Zeit-Gefüge und einer unbekannten Existenz in Verbindung gesetzt. Dies könnte man nun als Spin-off-Element innerhalb der Reihe oder als Erweiterung der Grundprinzipien aus der TV-Serie deuten. Ob in der kommenden dritten Season erneut darauf eingegangen wird oder nicht, bleibt abzuwarten.

Code Geass: Akito the Exiled
Bild: SUNRISE/PROJECT G-AKITO

Trotz einiger Plot Holes und offener Fragen ist ein überzeugendes und vor allem schönes Ende gelungen. Die anfangs oberflächlichen und kalten Beziehungen zwischen den Charakteren wurden mit jedem Teil immer stärker vertieft, während sich die Figuren individuell weiter entwickelten. Dadurch ist es Studio Sunrise gelungen, aus gewöhnlichen 08/15-Charakteren wahre Fanlieblinge hervor zu bringen. An die Originalserie kommt die Reihe zwar nicht heran, gesehen haben sollte man sie als Fan jedoch unbedingt.

Nicht-Mecha-Fans müssen kürzer treten

Wenn es etwas gibt, was viele Fans von Code Geass nicht bevorzugen, dann sind es die Mecha-Fights. In der TV-Serie hielten sich diese verhältnismäßig größtenteils im Hintergrund, doch in Akito the Exiled stehen sie ganz klar im Mittelpunkt. Die meiste Spannung bezieht die OVA-Reihe nämlich aus ihren dynamischen Gefechten der Kampfroboter, die hier stark durch den Einsatz von CGI hervorgehoben werden. Hier dürften also, was die Reihe angeht, die Meinungen am stärksten auseinandergehen. Aus unserer Sicht sind die Kämpfe nach einer Eingewöhnungsphase jedenfalls recht unterhaltsam, obwohl es manchmal schwierig werden kann, den schnellen Gefechten entspannt und zurückgelehnt zu folgen.

Code Geass: Akito the Exiled
Bild: SUNRISE/PROJECT G-AKITO

Der Soundtrack deckt ein weiteres Mal ein breites Feld ab und reicht von schnellen jazzorientierten bis hin zu langsamen, ernsten Stücken, die von kräftigen Klaviertönen begleitet werden. Die Musik untermalt dabei jede Sequenz hervorragend, so auch der Song zum Ende hin, den man bereits in vorherigen Teilen zu hören bekam.

Die Synchronisation bleibt in ihrer Besetzung und in ihrem Niveau unverändert und liefert eine gelungene deutsche Tonfassung. Einige kleine Schwächen machen sich allerdings bemerkbar, so z. B. die Schreie und Wutausbrüche, die manchmal eher laut gerufen klingen. Ansonsten wurde im Großen und Ganzen gute Arbeit geleistet.

Extras: Die Disc ist in einem Digipack mit passendem Schuber verpackt, auf dem das Key Visual der fünften OVA zu sehen ist. Darin sind zusätzlich drei Booklets enthalten.

Fazit: Mit dem fünften Teil der OVA-Reihe kommt Code Geass: Akito the Exiled zu einem gelungenen Abschluss. Dabei entwickeln sich Charaktere erneut weiter, Beziehungen werden vertieft und Geheimnisse enthüllt. Leider bleiben am Ende noch diverse Fragen offen, doch dem Unterhaltungswert schadet dies nicht.

Info

Code Geass: Akito the Exiled
Bild: Kazé

Code Geass: Akito the Exiled
Original Name: コードギアス 亡国のアキト
Transkription: Kōdo Giasu: Bōkoku no Akito
Studio: Sunrise
Deutscher Publisher: Kazé
Regisseur: Kazuki Akane
Drehbuch: Hiroshi Ōnogi, Shigeru Morita
Musik: Ichiko Hashimoto
Erschienen am: 4. August 2012 (Japan), 28. August 2015 (Deutschland)
Synchronisation: TV+Synchron GmbH, Berlin
Dialogregie: Detlef Klein
Länge: 5 Filme in Form von OVAs (Teil 5: 60 Minuten)
Freigegeben ab: FSK 16
Genre: Military, Mecha, Drama, Action, Sci-Fi, Fantasy, Supernatural
Sprachen: Deutsch, Japanisch (deutsche Untertitel)
Medium: Blu-ray / DVD

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