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Reviews Anime Reviews Danmachi – Sword Oratoria 2 – Die Monster, die ich rief

Danmachi – Sword Oratoria 2 – Die Monster, die ich rief

Während Anime House mit Knights & Magic und Two Cars bereits zwei weitere heiße Eisen im Feuer hat, geht auch die viel diskutierte Reihe Danmachi – Sword Oratoria weiter. Nachdem das erste Volume mit einigen frei laufenden Monstern endete, geht es nicht weniger dramatisch weiter.

Die Kämpfer der Loki-Familia konnten die in Orario frei herumlaufenden Monster unschädlich machen. Bei den aufreibenden Kämpfen haben ihre Waffen allerdings Schaden genommen, weswegen sie repariert werden müssen. Als Aiz, Lefiya und die anderen Mitglieder ihrer Familia dafür die Rechnungen erhalten, ist klar, ein Dungeon muss her, der ordentlich Masse in die Kasse spült. Während sich die Gruppe auf den Weg macht, um ein paar Items zu besorgen, die man veräußern kann, stoßen sie bereits auf die nächste Verschwörung.

Die Mädchen stolpern auf ihrem Weg in die tieferen Ebenen des Dungeon über die Leiche eines “Level 5”-Abenteurers und werden sogleich in die Suche nach dem Mörder verwickelt, denn der soll eine hübsche Frau gewesen sein. Bei ihren Ermittlungen stoßen Aiz und Lefiya nicht nur auf einen ominösen Magie-Stein mit spektakulärem Inhalt, sondern auch auf eine starke Monster-Bändigerin, die mehr über Aiz (Aria) zu wissen scheint, als die Mitglieder ihrer eigenen Familia …

Sword Oratoria zwei
Bild: J.C. Staff

Geister der Vergangenheit

Nachdem der erste Teil Danmachi – Sword Oratoria so spektakulär zu Ende ging, beginnen die Mitglieder der Loki Familia damit, die Hintergründe der verunglückten Monsterphilia zu beleuchten, wobei sie allerdings nicht sehr erfolgreich sind. Loki geht sogar so weit, sich direkt an Uranus zu wenden, der allerdings auch nicht helfen kann oder will. Während die Hintermänner weiter aus dem Schatten die Fäden ziehen, taucht mit der mysteriösen rothaarigen Monster-Bändigerin eine neue Figur auf. Die Gute scheint nicht nur die eine oder andere Leiche im Keller zu haben, sie holt auch einige Schatten der Vergangenheit wieder ans Licht.

Während sich die ersten Episoden Sword Oratoria vorrangig um die Quests drehten, entspinnt sich langsam aber sicher eine groß angelegte Verschwörung, die anscheinend bis ganz nach oben, in die Führungsriege der Gilden, reicht. Während den Abenteurern bald klar wird, dass sie anscheinend niemandem mehr trauen können, bleibt der Zuschauer über die Hintergründe genauso im Dunkeln, wie es die Helden sind. Durch das Einbringen neuer Figuren entstehen neue Möglichkeiten und das undurchsichtige Geflecht aus Intrigen und Machtkämpfen wird dichter.

Aiz und Lefiya in Sword Oratoria zwei
Bild: J.C. Staff

Obwohl auch die Fortsetzung von Sword Oratoria wieder einige spannende und actionreiche Szene liefert, klingen auch immer wieder leise Töne an. Vor allem Aiz und Lefiya stehen weiterhin im Mittelpunkt. Während Aiz, angestachelt durch den neuen Feind, versucht immer besser zu werden, fällt Lefiya leider in alte Verhaltensmuster zurück und ist im Kampf manchmal mehr Hindernis als Hilfe. Trotzdem entwickelt sich die Geschichte insgesamt spannend weiter und hält durch geschickt verteilte Hinweise und Andeutungen die Zuschauer bei der Stange.

Die Person hinter der Legende

Nachdem es anfänglich um die Jagd nach den Hintermännern des Monsterphilia-Vorfalls und der Suche nach der Mörderin des Abenteuers geht, rückt zur Mitte der Geschichte wieder die Persönlichkeit Aiz in den Fokus. Die starke Kämpferin ist nicht so cool und überlegen, wie sie meist dargestellt wird, sondern hat durchaus mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen. Die Konfrontation mit ihrer Vergangenheit und ihre Niederlage gegen ihre Gegnerin sorgen bei der guten Aiz für einen ziemlichen Druck, sich weiterentwickeln zu müssen. Wobei es durchaus Charaktere gibt, die sich ihrem Beispiel anschließen könnten.

Auch das erneute Zusammentreffen mit Bell sorgt bei der zwischenmenschlich eher gehemmten Aiz wieder für Aufruhr. Immer wenn sie sich nett bei dem Jungen entschuldigen möchte, läuft der entweder weg oder ist anderweitig abgeleckt. Vor allem seine rasante Entwicklung als Abenteurer hinterlässt Aiz sprachlos. Da die Gute innerhalb der Geschichte aber nicht so viel redet, fällt das nicht weiter auf.

Insgesamt erweist sich die Synchronisation wieder als fundiert, aber nicht überragend, da es ihr teilweise ein wenig an Tempo fehlt. Vor allem Riveria scheint irgendwo zwischen Schlafwandeln und Tagtraum zu liegen. Dieses Problem hat sie in der japanischen Tonspur zwar auch, aber dort fällt es nicht ganz so auf, wie bei der deutschen Übersetzung. Auch Aiz bleibt weiterhin schwer einzuschätzen, da sie oftmals reichlich sprachlos am Geschehen teilnimmt. Insofern kann man an dieser Stelle den Sprecherinnen Jenny Bischoff und Carolin Sophie Göbel keinen Vorwurf machen.

Innerhalb der Kämpfe bleiben die Dialoge zwischen den Abenteuern aber weiterhin spritzig und schlagfertig. Vor allem Annette Potempa und Andrea Dewell liefern als Zwillinge Tiona und Tione eine amüsante Show, der man nicht nur gern zusieht, sondern auch gern lauscht.

Sword Oratoria zwei
Bild: J.C. Staff

Minibosse und Magie

Auch was die Animation angeht, liegt Danmachi – Sword Oratoria in einem gesunden Mittelfeld. Vor allem die mit Magie geführten Gefechte sind durchaus nett anzusehen. Vor allem Riveria und Lefiya sorgen für ordentlich was zu sehen, wenn es denn bei letzterer mal so funktioniert, wie es soll. Auch Aiz besitzt ihr eigene, eigentlich mächtige Magie-Technik, die allerdings spätestens nach dem Upgrade auf Level 6 ein wenig mehr hätte in Szene gesetzt werden können.

Nichtsdestotrotz macht die Welt des Dungeon noch immer Spaß und der Zuschauer kann sich über weitere skurrile Monster, nette anzusehende Bösewichte und ein paar echte Dämonen freuen, auch wenn die schon ziemlich aus der Klischee-Mottenkiste kommen. Man hat es aber auch nicht leicht, so als Miniboss einer Ebene, der dann auch noch relativ schnell platt gemacht wird.

Anime House verpackt die Sword Oratoria – Folgen vier bis sechs wieder in einem hübschen Schuber und wertet die Disc mit einem weiteren Untersetzer, einem kleinen Magneten und einem Lesezeichen auf. Fans der Göttin Freya erhalten eine sehr freizügige Version der Göttin für zu Hause und auch Aiz darf als weitere weibliche Unterstützung auf dem Magneten nicht fehlen.

Fazit

Das zweite Volumen Danmachi – Sword Oratoria führte die Geschichte nahtlos weiter und bleibt insgesamt auf bekannten Pfaden. Neue Gegner tauchen auf und führen die Handlung auf die nächste Ebene. Fans gut verpackter Fantasy-Action, die auch gegen ein wenig Fan-Service nichts einzuwenden haben, werden an der Serie weiterhin ihren Spaß haben. Vor allem die persönlichen Schwächen von Aiz, die zum Ende hin angesprochen werden, machen sie insgesamt nahbarer und sympathischer.

Info

Cover Sword Oratoria 2
Bild: J.C. Staff

Danmachi -Sword Oratoria Volumen 2
Original Name: ダンジョンに出会いを求めるのは間違っているだろうか外伝 ソード・オラトリア
Studio: J.C. Staff
Deutscher Publisher: Anime House
Regisseur: Yohei Suzuki
Drehbuch: Hideki Shirane
Musik: Keiji Inai
Erschienen am: 30. November 2018
Synchronisation:  LAB SIX sound & media solutions, Heilbronn
Dialogregie: Timo R. Schouren
Länge: 12 Episoden (Vol. 2: Ep. 4 – 6)
Freigegeben ab: 12 Jahren
Genre: Action, Fantasy
Sprachen: Deutsch, Japanisch (deutsche Untertitel)
Medium: Blu-ray / DVD

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