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Danmachi – Sword Oratoria 4 – Unser eigenes Abenteuer

Jedes Ende ist ein neuer Anfang. Zumindest sieht es in der Welt von Orario so aus. Während in Japan die zweite Danmachi-Staffel für den Sommer 2019 angekündigt wurde, bringt Anime House die Spin-off-Reihe Sword Oratoria mit dem vierten Volumen zu Ende.

Die Loki Familia hat ihre Vorbereitungen abgeschlossen und macht sich auf den Weg zur 59. Ebene des Dungeons, einen Bereich, den bisher noch kein Abenteurer betreten hat. Hier hoffen Aiz und ihre Gefährten, Antworten auf ihre Fragen zu finden. Hilfe erhalten sie von der Hephaistos Familia, die zwei ihrer Schmiede mitschickt, damit diese die Waffen der Helden vor Ort reparieren können. Allerdings mischen sich auch einige zwielichtige Typen ein, die verhindern wollen, dass die Gruppe ihr Ziel erreicht.

In Anbetracht dessen, was die Abenteurer in den unteren Ebenen des Dungeons entdecken, vielleicht gar keine so unangebrachte Warnung. Neben zahllosen starken Monstern stoßen Aiz und ihre Freunde auf einen amoklaufenden Naturgeist, der ihnen ordentlich einheizt. Es bedarf der Fähigkeiten aller Teammitglieder und der Schmiede von Hephaistos, um dieser Bedrohung Herr zu werden.

Mit diesem letzten großen Gefecht endet das Spin-off und kehrt zur Ursprungs-Serie zurück. Bereits vorher wurden geschickte Verbindungen zu Danmachi hergestellt, die diesen Zusammenschluss erleichtern. Denn betrachtet man das Ende von Sword Oratoria, gestaltet sich dieses als wenig befriedigend.

Ab nach unten

Nachdem die Stimmung zwischen Aiz und Lefiya wegen deren Training mit Bell ein wenig schwierig war, raufen sich alle für ihr großes Abenteuer wieder zusammen. Lefiya hat dank ihres Training wirklich Fortschritte gemacht und ist jetzt manchmal sogar richtig hilfreich, auch wenn sie weiterhin auf die Hilfe ihrer Kameraden angewiesen ist. Es gelingt ihr, ihren Ehrgeiz in entsprechende Bahnen zu lenken, sodass sie sich sowohl als Magierin als auch als Person weiterentwickelt.

Aiz und Lefiya in Sword Oratoria
Bild: J.C. Staff

Der letzte Teil Danmachi – Sword Oratoria verspricht einiges, schließlich werfen große Verschwörungen und allerlei offene Geheimnisse ihren Schatten voraus, sodass der Zuschauer dem Erreichen der geheimnisvollen Ebene 59 entgegenfiebert. Der dort stattfindende Kampf bietet neben einigen seltsamen Kreaturen auch einiges fürs Auge, bleibt allerdings insgesamt hinter den Erwartungen zurück. Denn viele Fragen, die sich im Zuge der Reihe stellen, bleiben offen, sodass man sich Danmachi ansehen muss, um zumindest einige noch beantwortet zu bekommen.

Mit den Schmieden der Hephaistos Familia tauchen noch einige neue Figuren auf, die zwar weitere Comedy mit in die Geschichte bringen, die Handlung allerdings nur optisch bereichern können. Auch die Beziehung zwischen Finn, Riveria und Gareth wird noch ein wenig beleuchtet, was jedoch auch nur ein wenig zur Aufwertung der Handlung beiträgt. Insoweit ist Sword Oratoria zwar ein netter Einblick in das Universum von Danmachi, sollte allerdings nicht für sich allein angeschaut werden, weil das Ende insgesamt ein wenig zu abrupt kommt.

Von wegen „Altes Eisen“

Erneut sorgt das Zusammentreffen von Aiz und Bell zumindest bei ihr für die emotionalen Höhepunkte. Während die anderen Mädels der Loki Familia in der Regel ihr Herz auf der Zunge tragen und damit langsam aber sicher anfangen, zu nerven, zeigt Aiz wieder einmal die Emotionalität einer Eisblume. Nur in den Szenen mit Bell bekommt man ein paar wenige Einblicke in ihr Innenleben. Einerseits ist es für Lefiya toll, dass sie ihre Freundin auch so zu verstehen scheint, andererseits möchte man als Zuschauer auch ein wenig davon haben.

Sword Oratria Szene
Bild: J.C. Staff

Gleichzeitig sorgen die Dialoge zwischen Finn (Esther Brandt), Riveria (Jenny Bischoff) und Gareth (Thomas Balou Martin) für die Komik innerhalb eines an sich harten Kampfes, wo man auch hier nicht zu genau hinsehen sollte. Was die so alles überleben können, Mannomann. Auch diese Figuren, die bisher eine eher untergeordnete Rolle spielten, kommen zum Ende von Sword Oratoria noch zu ihrem Recht. Gleichzeitig können ihre Sprecher beweisen, dass sie mehr drauf haben als geschätzt maximal zwei Sätze pro Folge.

Ansonsten sorgt noch die Schmiedin Tsubaki nicht nur für optische Reize. Durch ihre herrlich offene Art, die von Diana Gantner passend transportiert wird, wächst diese Figur dem Zuschauer schnell ans Herz, sodass es schade ist, dass sie erst so spät auftaucht. Die Mischung aus erster Kämpferin, die immer einen lockeren Spruch auf den Lippen hat und ernsthafter Beobachterin fügt sie gut in die bunte Loki Familia ein, auch wenn sie eigentlich nicht dazugehört.

Abgang mit Knapp-Effekt

Wer vor Würmern oder ähnlichem Krabbel-Getier Angst hat, sollte sich das Ende von Sword Oratoria lieber nicht ansehen, denn die Kreaturen der unteren Ebenen sind leider kein Augenschmaus, selbst wenn einige coole Drachen versuchen, den eher unterirdischen Eindruck aufzuwerten. Allerdings sollen Monster ja nicht hübsch sein, da sie in der Regel sowieso ziemlich schnell platt gemacht werden. Ein Schema, das auch in dieser Serie wunderbar funktioniert.

Aiz und Bell in Sword Oratoria
Bild: J.C. Staff

Ansonsten liefern die magischen Kämpfe das, was man von den vorherigen Folgen bereits erwartet. Gut animierte Fantasy, gespickt mit ein wenig Fan-Service und einigen knallharten Kriegern. Na ja, mehr oder weniger. Optisch macht die Serie immer noch Spaß, denn der große Abschluss-Fight ist natürlich entsprechend in Szene gesetzt.

Die abschließenden Folgen 10–12 legt Anime House wieder im gewohnten Design mit Amaray und Wendecover vor. Ein Booklet mit interessanten Informationen zu den Gegnern und neuen Figuren sowie ein Button (diesmal mit Tione) und ein Lesezeichen runden das Release ansprechend ab.

Fazit

Danmachi – Sword Oratoria Volumen 4 verspricht viel, lässt den Zuschauer aber gerade deshalb ein wenig enttäuscht zurück. Selbstverständlich muss der Anschluss zur ursprünglichen Serie hergestellt werden, allerdings muss man diese kennen, um nicht mit zahllosen Fragezeichen zurückgelassen zu werden. Am Ende wirkt alles ein wenig zu gehetzt.

Die grafische Umsetzung sowie die Leistung der Sprecher sind in Ordnung, können allerdings nicht wirklich über das wenig befriedigende Ende hinwegtrösten. Da zwischenzeitlich auch die Danmachi OVA erschienen ist, die einen etwas anderen Ausgang anbietet, sollte man sich Sword Oratoria nur ansehen, wenn man auch Danmachi kennt.

Info

Danmachi - Sword Oratoria 4
Bild: J.C. Staff

Danmachi – Sword Oratoria Volumen 4
Original Name: ダンジョンに出会いを求めるのは間違っているだろうか外伝 ソード・オラトリア
Studio: J.C. Staff
Deutscher Publisher: Anime House
Regisseur: Yohei Suzuki
Drehbuch: Hideki Shirane
Musik: Keiji Inai
Erschienen am: 08. Februar 2019
Synchronisation: LAB SIX sound & media solutions, Heilbronn
Dialogregie: Timo R. Schouren
Länge: 12 Episoden (Vol. 4: Ep. 10–12)
Freigegeben ab: 12 Jahren
Genre: Action, Fantasy
Sprachen: Deutsch, Japanisch (deutsche Untertitel)
Medium: Blu-ray/DVD

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