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Danmachi – Sword Oratoria – Die Prinzessin der Klingen bittet zum Tanz

Nachdem sich Anime House die Releaserechte für DanMachi sicherte, holte der Publisher das erste Spin-off nach Deutschland. In DanMachi – Sword Oratoria begleiten wir die mutigen Helden der Loki Familia auf ihrer abenteuerlichen Reise durch das Dungeon.

Unter der Stadt Oraria liegt der sogenannte Dungeon, ein Ort, an dem Monster aller Art ihr Unwesen treiben. Je tiefer ein Kämpfer in diesen vordringt, desto stärker werden die Gegner. Davon lassen sich die Mitglieder der Loki Familia nicht abschrecken. Sie befinden sich auf der 50. Ebene und wollen sich gerade auf den Weg weiter hinab machen, als eine Meute starker Monster der Gruppe so stark zusetzt, dass sie sich zum Rückzug entschließt. Selbst Aiz Wallenstein, die Prinzessin der Klingen, und eine der stärksten Kämpferinnen Orarias, muss all ihr Können aufbieten, um sich und ihre Kameraden zu retten. Dass die Elfe Lefiya im entscheidenden Moment Nervenflattern bekommt, macht die Situation für alle nicht einfacher.

Während sich die Loki Familia auf dem taktischen Rückzug befindet, stellen sie fest, dass sich starke Ungeheuer auch auf die höheren Ebenen des Dungeon verirrt haben und dort jede Menge Ärger machen. Als dann auch an der Oberfläche einige Wesen aus dem Dungeon Unruhe stiften, wird den Kämpfern klar, da etwas Größeres im Busch sein muss …

Heldinnen in DanMachi - Sword Oratoria
Bild: J.C. Staff

Feuer und Eis

Ähnlich wie bei der ursprünglichen Serie hält sich auch Sword Oratoria nicht lange mit Erklärungen auf, sondern zeigt die Kämpfer der Loki Familia fast sofort in Aktion. Und da gibt es einiges zu sehen. Die Gilde gilt nicht umsonst als eine der stärksten, die sich durch den Dungeon bewegen. Vor allem die kühle Schönheit Aiz Wallenstein kommt gleich zu Anfang zu ihrem großen Auftritt.

Relativ schnell kommt es auch zu den ersten Überscheidungen zum ursprünglichen Werk, was die Story vor allem für Fans von DanMachi noch interessanter macht. Eine bekannte Geschichte aus einem anderen Blickwinkel kennenzulernen, ermöglicht immer wieder neue und spannende Einblicke in die Welt des Dungeon. Zwar weisen die Schauplätze vertraute Züge auf, durch einen neuen Standpunkt erweitert sich die Welt allerdings immer mehr.

Die ersten Folgen Sword Oratoria leben vor allem von den stark differenzierteren Figuren. So stehen der kühlen Aiz die lebenslustige wenn auch sehr unsichere Lefiya und die lebhaften Geschwister Tiona und Tione gegenüber. Wenn dann noch Loki mit ihrer sehr übergriffigen Art ins Geschehen eingreift, ist Stimmung erst einmal garantiert.

Loki und ihre Familia aus DanMachi
Bild: J.C. Staff

Diese gegensätzlichen Charaktere aufeinandertreffen zu lassen, muss allerdings auch entsprechend umgesetzt werden. Dies gelingt im Anime nicht ganz so gut. Die Charaktere wirken in ihrer Grundeinstellung teilweise zu überzogen. Vor allem Lefiya bringt einiges an Unruhe in die Handlung. Auf der einen Seite bewundert sie Aiz und tut alles, um ihrem großen Vorbild nachzueifern. Im entscheidenden Moment überlässt sie es allerdings meist ihren Kameraden, sie zu retten. Auch ihre Versuche sich Aiz freundschaftlich zu nähern wirken bald nur noch nervig und tragen kaum zur Entwicklung der Geschichte bei.

Lärm und andere Störgeräusche

Die Animation erweist sich als solide und dem Genre entsprechend. Vor allem die Kämpfe sind flüssig dargestellt und die verschiedenen Spezialtechniken der Helden wurden ansprechend in Szene gesetzt. Die unterschiedlichen Ebenen des Dungeon bestechen durch einen individuellen Look, sodass die Neugier bleibt, in welch außergewöhnliche Gebiete es die Gilde noch verschlägt.

Das 1987 gegründete Studio J.C. Staff bewies schon mit einigen Werken, dass es Adaptionen als außergewöhnlichen Sehgenuss umsetzen kann. Wie der Name J.apan C.reative verspricht, sind die Anime sowohl künstlerisch als auch technisch auf hohem Niveau. Selbst wenn Sword Oratoria grafisch nicht an Titel wie Shokugeki no Soma heranreicht, erweist sich die Qualität der Bilder doch als überaus ansprechend.

Dass J.C. Staff ein Händchen für gut umgesetzte Fantasy-Erzählungen hat, beweisen die Adaptionen von Saiki Kusuo no Psi Nan, die Staffel startete in diesem Jahr im japanischen Fernsehen. Der Anime zu Ken Akamatsus Manga UQ Holder! aus dem Jahr 2015 liefert einen ebenso eindrucksvollen Beweis.

In Anbetracht der Tatsache, welche harsche Kritik Anime House für die Synchronisation von Sword Oratoria vorher einstecken musste, erweist sich die Umsetzung als reichlich unaufgeregt. Natürlich haben sich die Fans an Sprecher wie Signe Zurmühlen in der Rolle der Aiz Wallenstein gewöhnt. Allerdings ist auch Carolin Sophie Göbel in der Lage, die kühle Prinzessin der Klingen passend rüberzubringen.

Aiz Wallenstein aus DanMachi
Bild: J.C. Staff

Selbstverständlich ist es im schade, wenn die Sprecher wechseln, allerdings leistet auch das neue Studio LAB SIX durchaus gute Arbeit. Obwohl das Studio bisher mit Anime-Produktionen eher weniger beauftragt wurde, hat es bei der Umsetzung von GATE, ebenfalls bei Anime House erschienen, durchaus ansprechende Arbeit geleitet. Kleinere Unstimmigkeiten aus dem ersten Projekt konnten bei der neuen Synchronisation abgestellt werden.

Gerade, dass die Dialoge in einer einfachen Umgangssprache gehalten sind, passt zur Situation. Die Zuschauer sollten den neuen Sprechern zumindest die Chance einräumen, in ihren Rollen anzukommen. Dass die neue Umsetzung nicht allen gefällt, ist verständlich. Die Sprecher geben sich Mühe, ihren Charakteren gerecht zu werden, was man, wenn es nicht allen gefällt, zumindest anerkennen sollte.

Wie bei Anime House üblich kommt Sword Oratoria mit einigen Extras daher. Das erste Volumen der Collector´s Edition erscheint mit Schuber und einem Booklet, das unter anderem kleine Steckbriefe zu den Figuren enthält. Zusätzlich gibt es einen Untersetzer mit dem offiziellen Emblem der Loki Familie, sowie ein Lesezeichen und einen Magneten.

Als Wermutstropfen bleibt, dass die 12-teilige Serie in vier Volumen aufgeteilt wurde, und bei einem Preis von 30 Euro pro Blu-ray sind drei Episoden ein bisschen wenig, Extras hin oder her.

Fazit

DanMachi – Sword Oratoria ist ein Anime, den sich nicht nur Fans der ursprünglichen Reihe ansehen können. Fantasy-Fans und Liebhaber gut gezeichneter Action machen mit dem Spin-off nichts falsch. Eine ausgeklügelte Handlung bietet die Geschichte zwar nicht, für einen unterhaltsamen Abend reicht es aber alle mal.

Erneut liefert Anime House eine aufwendig gestaltete deutsche Veröffentlichung, die trotz kleiner Schwächen, Spaß macht. Die verschiedenen Extras runden die Präsentation passend ab und machen die Entscheidung für den Anime nicht nur Fans von DanMachi leichter.

Sword Oratoria von Anime HouseInfo
DanMachi -Sword Oratoria
Original Name: ダンジョンに出会いを求めるのは間違っているだろうか外伝 ソード・オラトリア
Transkription: Dungeon ni Deai o Motomeru no wa Machigatte Iru Darou ka Gaiden: Sword Oratoria
Studio: J.C. Staff
Deutscher Publisher: Anime House
Regisseur: Yohei Suzuki
Drehbuch: Hideki Shirane
Musik: Keiji Inai
Erschienen am: 26. Oktober 2018
Synchronisation: LAB SIX sound & media solutions, Heilbronn
Dialogregie: Timo R. Schouren
Länge: 75 Minuten (3 Folgen á 25 Minuten)
Freigegeben ab: 12 Jahren
Genre: Action, Fantasy, Comedy
Sprachen: Deutsch, Japanisch mit Untertitel
Medium: Blu-ray, DVD

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