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Danmachi – Sword Oratoria Vol. 3 – Kleine Elfen mit großen Ambitionen

Zum Ende des zweiten Teils Danmachi – Sword Oratoria ließ sich Aiz von einem geheimnisvollen Abenteurer eine besondere Mission andrehen, die sie und ihre Begleiter langsam aber sich nicht nur in Teufels Küche, sondern auch zum Kern der Verschwörung führt.

Auf ihrer Reise zur Ebene 24 trifft Aiz erneut auf Lulune und weitere Mitglieder der Hermes Familia, die ebenfalls an dem Spezialauftrag teilnehmen. Die Gruppe macht sich zwar zusammen auf den Weg, wird aber schon bald wieder von Monstern getrennt. Aiz sieht sich erneut mit der rothaarigen Monster-Bändigerin Revis konfrontiert, die mit ihr immer noch eine Rechnung begleichen möchte.

Als Aiz Freunde von ihrer Mission erfahren, ist schnell klar, dass sie ihr auf jeden Fall Schützenhilfe leisten. Auch Dionysus hat von den Problemen erfahren und bietet seine Hilfe an. Er bringt die zurückhaltende Elfe Filvis ins Team, die zwar eine fähige Abenteurerin ist, aber auch eine traumatische Vergangenheit verarbeiten muss. Lefiya und Bete machen sich zusammen mit Filvis auf den Weg in den Dungeon. Die kleine Gruppe kommt keinen Augenblick zu spät, denn was die Abenteurer auf Ebene 24 entdecken, lässt ihren letzten Kampf wie einen Spaziergang aussehen.

Gleichzeitig trifft Aiz wieder auf Bell, der durch ihre letzten Treffen leicht traumatisiert meistens die Flucht ergreift, wenn er die Prinzessin der Klingen nur von Weitem sieht. Dabei möchte Aiz sich doch eigentlich nur entschuldigen. Und dann ist da noch die Sache mit Bells überraschend schnellem Kraftanstieg, den sie näher untersuchen möchte …

Große Pläne mit kleinen Schwächen

Das Intrigen-Geflecht rund um die Gilde und die verschiedenen Familias entspinnt sich immer weiter und schon bald weiß man nicht mehr, wem man eigentlich trauen kann und wer in Orario eigentlich das Sagen hat. Während sich Cronos, das Oberhaupt der Gilde, noch mit der Schadensbegrenzung abmüht, kommen auch Aspekte der Vergangenheit Orarios zur Sprache, die den Zuschauer nachdenklich stimmen.

Sword Oratoria drei
Bild: J.C. Staff

Obwohl Danmachi – Sword Oratoria die Geschichte weiterführt, setzt das dritte Volumen einen weiteren Schwerpunkt, indem es sich der ursprünglichen Geschichte wieder annähert. Vor allem das Training zwischen Bell und Aiz führt die beiden Figuren wieder zusammen, auch wenn der junge Abenteurer die meiste dargestellte Zeit ausgeknockt in der Ecke liegt. Gleichzeitig bietet das Training die Gelegenheit, Aiz besser kennenzulernen. Dass auch Lefiya davon, wenn auch auf Umwegen, profitiert, sorgt für weitere Verwicklungen, trägt aber auch zur Comedy bei. Die kleine Elfe ist schon drollig, wenn sie sich mal wieder über zu wenig Aufmerksamkeit mokiert.

Diese Zweiteilung zwischen Kampfgeschehen und Trainings-Sequenzen tut dem Fluss der Handlung keinen Abbruch, diese wird konstant weitererzählt und liefert wieder einiges an Action, Magie und eine ordentliche Portion Drama. Also genau das, was die geneigten Fans erwarten. Und selbst, wenn der Fanservice diesmal dezent unter den Tisch fällt, bietet der Anime weiterhin genug Stoff, um den Zuschauer auf das Ende und die große Auflösung harren zu lassen. Dass Sword Oratoria mit Olivas Act endlich auch ihren ersten eigenen waschechten Psycho bekommt, macht die Story noch abwechslungsreicher.

„Entschuldigung“ – eine schwierige Angelegenheit

Was sich bisher als weiterer roter Faden durch die Geschichte von Sword Oratoria zog, war Aiz ziemlich fruchtloser Versuch, sich bei Bell für Betes unmögliches Verhalten in der Kneipe zu entschuldigen. Der durch die ersten, dramatischen Zusammentreffen verunsicherte Junge läuft meistens weg, bevor Aiz einen klaren Satz formulieren kann. In Anbetracht der Tatsache, dass sie nicht die große Rednerin ist, ein ziemliches Problem. Während diese Treffen für ein wenig zusätzlichen Slapstick sorgen, löst sich dieses Problem endlich, sorgt bei Aiz aber auch wieder für das nächste.

Bell und Aiz in Sowrd Oratoria
Bild: J.C. Staff

Fasziniert durch Bells schnelle Entwicklung als Abenteurer und Kämpfer möchte Aiz unbedingt erfahren, wie er das gemacht hat. Ihren eigenen Ansprüchen entsprechend muss sie für diese Information auch eine gleichwertige Gegenleistung erbringen. Als Bell sie dafür um Trainingseinheiten bittet, ist Aiz erst einmal zufrieden. Lefiya hingegen geht die Wände hoch, schließlich verbringt „ihre“ Aiz so viel Zeit mit einem Mitglied einer anderen Familia, was ja mal so gar nicht geht. Die Lösung ist für die Elfe ganz klar, auch sie muss trainieren. Weil Aiz allerdings verhindert ist und ihr nicht wirklich weiterhelfen kann, wendet sich Lefiya erneut an Filvis, die magisch ebenfalls einiges auf Tasche hat.

Laura Pletzer, eine bisher noch unerfahrene Sprecherin, leiht der stillen Elfe mit der traumatischen Vergangenheit ihre Stimme. Sie macht ihre Sache recht ordentlich, sodass sich Filvis insgesamt gut in den Figuren-Cast einfügt. Auch Sven-Marcel Voss verfügt nicht über allzu viel Erfahrungen als Synchronsprecher, liefert aber trotzdem ansprechende Arbeit ab. Bete ist nicht gerade ein Sympathieträger der Loki-Familia und gehört als Kämpfer mit rauer Schale und doch manchmal weichen Inhalt zu den anspruchsvolleren Charakteren, was die Vertonung angeht.

Am überzeugendsten ist an dieser Stelle aber Stefan Eichberg als Olivas Act. Auch durchgeknallt will immerhin gelernt sein. Obwohl seine Rolle ganz klar in die Riege Ober-Fieslinge gehört, lässt seine sprachliche Darstellung wenig Raum zur Kritik. Ansonsten punkten vor allem die Kämpfe wieder mit teils spritzigen Dialogen, auch wenn diese diesmal ziemlich kurz ausfallen. Wenn die Prinzessin der Klingen so viel Zeit bekommt, entwickeln sich die Folgen generell in eine dialog-technisch ruhige Richtung.

Zauberhafte Elfen

Da in den aktuellen Folgen Lefiya und Filvis eine wichtige Rolle spielen, wird viel gezaubert, was die Episoden optisch auf jeden Fall aufwertet. Die Zaubersprüche der Elfen sind grafisch sehr schön umgesetzt und passend in das Kampfgeschehen integriert. Ansonsten verläuft die Serie weiterhin in bekannten Bahnen und liefert neben Magie, Beulen und skurrilen Monstern wieder alles, was das Fantasy-Herz begehrt.

Lefiya in word Oratoria
Bild: J.C. Staff

Mit Voranschreiten der Handlung nähert sich Sword Oratoria der ursprünglichen Danmachi-Reihe wieder an. Vor allem das Training zwischen Bell und Aiz nimmt einen großen Raum ein. Das kommt Aiz als Figur natürlich zugute, führt aber dazu, dass Lefiya mit ihrer Fokussierung und den dazugehörenden Eifersuchts-Attacken zeitweise schon nervt.

Mit den Episoden 7 bis 9 nähert sich das Ende der Reihe mit großen Schritten und stellt die Weichen hin zu einem spannenden Endkampf. Was die deutsche Verpackung angeht, bleibt Anime House seinen Standards treu und liefert wieder ein ansprechendes Package mit einigen netten Goodies.

Fazit

Obwohl das dritte Volumen Danmachi – Sword Oratoria inhaltlich ein wenig zweigespalten daherkommt, macht es weiterhin Spaß, zuzuschauen, wie die Figuren sich entwickeln. Neue Freunde und Feinde erweitern den Figuren-Cast, ohne den Rahmen zu sprengen. Auch was Grafik und Ton angeht, lassen die vorliegenden Folgen für Fans von spannenden Fantasy-Geschichten wenig zu wünschen übrig. Die kleinen Beigaben von Anime House werten das Volumen wieder auf, obwohl der Umfang an Folgen immer noch Luft nach oben lässt.

Info

Sword Oratoria Vol. 3
Bild: J.C. Staff

Danmachi – Sword Oratoria Volumen 3
Original Name: ダンジョンに出会いを求めるのは間違っているだろうか外伝 ソード・オラトリア
Studio: J.C. Staff
Deutscher Publisher: Anime House
Regisseur: Yohei Suzuki
Drehbuch: Hideki Shirane
Musik: Keiji Inai
Erschienen am: 08. Februar 2019
Synchronisation: LAB SIX sound & media solutions, Heilbronn
Dialogregie: Timo R. Schouren
Länge: 12 Episoden (Vol. 3: Ep. 7 – 9)
Freigegeben ab: 12 Jahren
Genre: Action, Fantasy
Sprachen: Deutsch, Japanisch (deutsche Untertitel)
Medium: Blu-ray/DVD

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