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Dragon Ball Z Kai Box 7 (Blu-ray) – Sie werden so schnell erwachsen!

Am 16. Juni veröffentlichte der Publisher Kazé die siebte Box zu Dragon Ball Z Kai. Somit startet nun auch der Finale Arc der Serie.

Sieben Jahre sind seit den Cell-Spielen vergangen und Son Gohan ist mittlerweile zu einem Oberschüler herangewachsen. Abgesehen von den Verbrechern, die er nebenbei bekämpft, lebt der junge Halbsaiyajin mit seiner Mutter und seinem kleinen Bruder Son Goten seither ein friedliches Leben. Um seine Identität nicht zu gefährden, tritt er von nun an als “Großer Saiyaman” in Aktion, doch seine Mitschülerin Videl ist ihm dicht auf den Fersen. Außerdem rückt schon das nächste Große Turnier näher, auf das schon alle sehnsüchtig warten und selbst Papa Son Goku lässt sich den Spaß nicht nehmen und stattet aus dem Jenseits einen Besuch ab. Wie das Schicksal so spielt, erwartet unsere Freunde jedoch alles andere als ein stinknormales Kampfsportturnier, denn neue Gefahren lauern bereits auf sie …

Bei Dragon Ball Z Kai handelt es sich um ein aufgebessertes und deutlich gekürztes Remake der namensgebenden Serie Dragon Ball Z. Die Serie folgt stärker der Manga-Vorlage von Akira Toriyama und lässt alle Filler-Folgen der Urserie aus. Allgemein sind die Hauptstory Verläufe beider Serien jedoch identisch. Die von Toei Animation selbst überarbeitete 2014er Fassung der Boo-Saga umfasst das finale Kapitel der Serie, wie auch der Beiname The Final Chapters verrät. Gegliedert ist diese in vier Boxen (7-10).

Dragon Ball Z Kai
© Toei Animation / Akira Toriyama

Wiedersehen beim Tenkaichi Budokai

Nach dem Zeitsprung widmet sich die Handlung zunächst Son Gohans Alltag und seinem neuen Leben als Oberschüler. Wie er schnell feststellen darf, wird dies jedoch kein Spaziergang, was nicht einmal am Schulstoff liegt. Im Gegensatz zu den vorherigen Staffeln lässt sich die Boo-Saga ein wenig Zeit, bevor sie Fahrt aufnimmt. Dies streckt sich beinahe über sämtliche Episoden dieser Box. Die Story folgt eher einer lockeren, humorvollen Schiene, bei der wir nach und nach die ersten neuen Charaktere wie Videl, Son Goten oder den jungen Trunks der Gegenwart kennen lernen. Selbstverständlich ist Mr. Satan ebefalls wieder mit von der Partie und sorgt für zahlreiche Lacher, wobei wir ihn ebenso näher kennen lernen dürfen.

Trotz des starken Fokus auf Son Gohan kommen die anderen Figuren dennoch nicht zu kurz. Hin und wieder zeigen auch Vegeta und Co. ihr Gesicht und werden vor allem mit dem Beginn des Tenkaichi Budokai (des Großen Turniers) immer präsenter. Erst ab einem bestimmten Kampf und dank dem Auftritt mysteriöser Gestalten wird die Handlung allmählich spannend und interessant, sodass man endlich mal wieder einen gewissen Hauch von Gefahr verspürt.

Dragon Ball Z Kai
© Toei Animation / Akira Toriyama

Obwohl die Serie erst viel später so richtig Fahrt aufnimmt, fehlt es bisher dennoch nicht an Action, nur ist diese eben eher locker gehalten. Wer also auf die wirklich dynamischen und Landschaft verformenden Kämpfe hofft, muss sich leider noch ein wenig gedulden. Durch die deutlich gekürzte Fassung geht dies jedoch viel schneller von der Hand als bei der Urserie. So ist beispielsweise das Juniorenturnier, das Trunks und Son Goten fokussiert, mit einer halbierten Episodenzahl von zwei Folgen bereits abgeschlossen.

Gealtert sind sie schon, doch wirklich weiterentwickelt haben sich die Charaktere nicht unbedingt. Sie sind eben so, wie man sie kennt. Son Gohan ist trotz einer gewissen Reife weiterhin der gutherzige, aber naive Bursche wie wir ihn kennen. Man könnte höchstens anmerken, dass seine kämpferische Ader im Vergleich zum Finale der letzten Staffel stark eingerostet ist. Vegeta, Piccolo, Krillin, Yamchu, Bulma und der Rest der Truppe hat sich ebenso wenig verändert, bloß dass sie eben ihren Alltag friedlich fortgesetzt haben. So konnte Krillin schließlich eine kleine Familie gründen und Vegeta darf die Freuden des Vaterseins erleben, während Yamchu das Kämpfen völlig aufgegeben zu haben scheint. Allerdings dürften die meisten ja bereits wissen, dass Dragon Ball Z (Kai) nicht unbedingt durch grandiose Charakterentwicklungen so beliebt wurde.

Dragon Ball Z Kai
© Toei Animation / Akira Toriyama

Musik mit neuem Touch

Mit dem Beginn des finalen Arcs bzw. der zweiten Staffel aus dem Jahre 2014 bekommt die Serie gleich mal ein neues Opening und Ending spendiert. Beide Songs stehen ihren Vorgängern in nichts nach und klingen, sofern es den Geschmack trifft, sogar ziemlich gut. In Kombination mit den qualitativ hochwertigeren Musikvideos kommt das actiongeladene DBZ-Feeling gleich viel besser rüber. Außerdem sollte es keine große Kunst sein, heraus zu hören, dass sich der gesamte Soundtrack ebenfalls geändert hat. Er weicht stark von der Urserie ab und fährt nun mehrgleisig, was die Stilrichtungen betrifft. Für langjährig eingefleischte Dragon Ball Z Fans dürfte diese Umstellung eventuell nicht so leicht fallen, doch mit der Zeit gewöhnt man sich daran. Außerdem bringt das Ganze einen frischen Wind in die Materie, sodass es nicht wie ein völliger Abklatsch des Vorgängers wirkt.

Bild- und animationstechnisch bleibt auch in dieser Box alles beim Alten, zumindest auf den ersten Blick. Beim genaueren Hinsehen fällt z.B. der etwas markantere Grünstich im Farbspektrum auf. Über die Qualität, die vor allem im pausierten Zustand während Action-Szenen ihre Schwächen hat, kann man hinwegsehen, da dieser Anime schließlich nur eine gekürzte HD-Remastered Fassung der Urserie ist, anstatt ein komplettes Remake. Die grafischen Defizite kann man also verschmerzen.

Dragon Ball Z Kai
© Toei Animation / Akira Toriyama

Die Synchronisation ist rein vom Dialogbuch her einwandfrei und auch die bereits bekannten Sprecher halten das bisherige Niveau aufrecht. Kritisch wird es hingegen bei bestimmten Einzelfällen, um genau zu sein bei Son Goten und Trunks. Das Problem hierbei sind keineswegs die Sprecher, sondern schlichtweg die Besetzung an sich. Wenn man nämlich vor Augen führt, dass die beiden gerade einmal 7 und 8 Jahre alt sind, ist es für die beiden Sprecher mit ihren Stimmlagen gar nicht machbar, die Illusion eines Kindes zu erzeugen, die gleichzeitig auch noch gut klingt. Im Fall Dragon Ball Z: Kampf der Götter besetzte man beispielsweise die Rolle des Son Goten mit Christian Zeiger, der zwar auch bereits erwachsen ist, aber mit seiner Stimme noch einen kindlichen Ton erreicht. Da er in dieser Serie jedoch bereits Dende spricht, ist dies leider nicht möglich. Was Trunks betrifft, so war es ein netter Gedanke, die Stimme von Future Trunks beizubehalten, doch auch seine Stimme passt nicht besonders gut zu seinem 8-jährigen Ich.

Sebastian Fitzner hingegen liefert zwar nach wie vor einen prima Son Gohan ab, doch wenn man bedenkt, dass die Figur bei der Urserie zum Zeitsprung von sieben Jahren mit einer deutlich erwachseneren Stimme umbesetzt wurde, ist die Gewöhnung für Langzeitfans auch hier keine leichte Übung.

Als Ausgleich werden die oben genannten Abstriche mit den Besetzungen weiterer Charaktere ein wenig wieder gut gemacht. So behalten beispielsweise Mr. Satan, der Kaioshin und sogar Son Gohans Klassenkamerad ihre alten Sprecher. Einige Neubesetzungen wie bei Videl, Kibito oder dem Ringrichter sind zwar ebenfalls kein Vergleich zu ihren Vorgängern, aber dennoch ziemlich gut. Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass Dragon Ball Z Kai mit der deutschen Vertonung nicht an seinen Vorgänger herankommt und einige Schwächen aufweist, aber trotzdem eine passable Alternative bietet.

Extras: Der siebten Box von Dragon Ball Z Kai liegen ein Episodenguide und drei Postkarten bei.

Fazit: Die finale Staffel startet eher ruhig und überwiegend friedlich mit einem markanten Hang zum Comedy-Genre. Nebenbei lernt man die neuen Charaktere kennen und findet sich in der Zeit nach dem Timeskip ein. Mit dem Großen Turnier kehrt ein klassisches Element wieder zurück, gerät aber leider in den Hintergrund. Die Synchronisation weist mit einigen Neubesetzungen weitere Schwächen auf, ist allgemein betrachtet aber nach wie vor passabel. Folglich wird auch The Final Chapters wie die bisherigen Boxen empfohlen, sofern man sich mit der Neuvertonung anfreunden kann.

Info

Dragon Ball Z Kai
Dragon Ball Z Kai / © Kazé

Dragon Ball Z Kai
Original Name: ドラゴンボール改
Transkription: Doragon Bōru Kai
Studio: Toei Animation
Deutscher Publisher: Kazé
Regisseur: Yasuhiro Nowatari (Staffel 1), Naohiro terazaki (Staffel 2)
Drehbuch: Aya Matsui, Hiroshi Toda, Katsuyuki Sumisawa, Keiji Terui, Sumio Uetake, Takao Koyama, Toshiki Inoue
Musik: Kenji Yamamoto, Shunsuke Kikuchi, Norihito Sumitomo
Erschienen am: 5. April 2009 (Japan), 9. Oktober 2015 (Deutschland – DVD/Blu-ray), 16. November 2015 (Deutschland – TV)
Synchronisation: TV+Synchron
Dialogregie: Sabine Winterfeldt
Länge: 98 (Staffel 1) + 69 (Staffel 2) Episoden á 23 Minuten ; 16 Episoden (99-114) in dieser Box
Freigegeben ab: FSK 12
Genre: Shounen, Action, Superpower, Comedy, Sci-Fi
Sprachen: Deutsch, Japanisch (deutsche Untertitel)
Medium: Blu-ray / DVD

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