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Garo – Vanishing Line Vol. 3 – Bei der Prinzessin, wer braucht da schon einen King?

Die Story bleibt spannend und steuert auf das große Finale zu

Mit der dritten Volume setzt pepermint Anime die Geschichte von Garo – Vanishing Line fort, die sich langsam, aber sicher dem packenden Höhepunkt nähert.

Nachdem die Horror genannten Monster in Russell City auf der Jagd nach Sophie das eine oder andere Blutbad angerichtet haben, entschließen sich das Mädchen, der Makai-Ritter Sword und die Alchimistin Gina aktiv nach „El Dorado“ zu suchen. Bei den Makai-Alchimisten, die versteckt in einem Dorf in der Wüste leben, bekommen sie einen Tipp, wie sie nach El Dorado gelangen. Der Weg entwickelt sich zu einem Katz- und Maus-Spiel mit den Horrors rund um den Bösewicht Bishop, der unbedingt Sophie in die Finger bekommen möchte…

Sophie und Sword
Bild: Mappa

Während sich die ersten 10 Folgen rein auf einen Raum (Russell City) konzentrierten, entwickelt sich Garo – Vanishing Line ab der Mitte der Geschichte in Richtung Road Movie, inklusive Verfolgungsjagd und der einen oder anderen erneuten Ablenkung in der Handlung. Hatte man die Hoffnung, dass in El Dorado die ersten Fragen geklärt werden, wird man allerdings enttäuscht, die Rätsel werden eher noch größer.

Die Prinzessin und ihre Ritter

Der Roadtrip, den Sword, Sophie und Gina antreten, zieht die Handlung ein wenig künstlich in die Länge, gibt der Serie aber Platz, die einzelnen Figuren näher zu beleuchten. Allerdings verliert sich die Handlung so wieder in Einzel-Episoden, die an sich zwar interessant sind, an dieser Stelle aber auch das große Finale weiter hinauszögern.

Garo und Sophie
Bild: Mappa

Gleichzeitig rückt die Action mehr in der Vordergrund. In praktisch jeder Folge müssen die Makai-Ritter und Alchimisten ihr gesamtes Repertoire aufbringen, um sich gegen die Horror durchzusetzen. Die Monster haben es jetzt anscheinend ausschließlich auf Sophie abgesehen. Gerade Bishop, der die Rolle des Oberbösewichts einnimmt, legt sich mächtig ins Zeug, um die „Prinzessin“ in seine Hände zu bekommen. Ihre Freunde wollen das natürlich unter allen Umständen verhindern. Die Frage, welche Rolle Sophie und ihr Bruder Martin schlussendlich spielen, wird hoffentlich mit der letzten Volume aufgeklärt. Spätestens wenn der ominöse King, der große Strippenzieher im Hintergrund, sich endlich offenbart, sind wir schlauer.

Nachdem Gina, Sophie und Sword während eines früheren „Auftrags“ bereits eine Familie gespielt haben, wachsen die Figuren mit der Zeit zu einer solchen zusammen. Gina ist die resolute, aber liebevollen Mutter, während Sword sowohl die Rolle des manchmal nervigen großen Bruders als auch väterlichen Beschützers ausfüllt. Sword sprechendes Motorrad Zaruba nimmt in dieser Konstellation die Rolle des leicht nörgeligen, aber trotzdem besorgten Onkels ein, wohingegen Luke als naher Verwandter und Retter in der Not eine durchweg gute Figur macht.

Gina contra Garo
Bild: Mappa

Die Handlung von Garo – Vanishing Line entwickelt sich in der vorliegenden Volume zwar ein wenig langsamer weiter, allerdings sind die Zwischengeschichten trotzdem sowohl spannend als auch emotional. Deswegen stört diese Verzögerung nicht weiter. Weitere Fragen werden aufgeworfen, die hoffentlich bald eine Antwort erhalten. Insgesamt macht die abwechslungsreiche Geschichte weiterhin viel Spaß und lässt den Zuschauer auf die abschließende Volume hoffen. Blöd nur, dass wir darauf noch bis Anfang Oktober warten müssen.

Die Schattenseiten des Goldes

Nach langer Wartezeit bekommt die Helden-Gruppe endlich das glänzende „El Dorado“ zu sehen, für das sie die ganzen Strapazen auf sich genommen haben. Während die Stadt auf den ersten Blick an eine moderne Mega-City erinnert, die ihren Bewohnern jeden Wunsch erfüllen kann, stoßen Sophie und Luke schnell auf die Schattenseite der strahlenden Metropole. Was die zahllosen Glücksritter und Sinn-Suchende, die sich bis „El Dorado“ durchgeschlagen haben, nicht wissen: In der Stadt des Goldes erwartet sie alle letztendlich nur der Tod. Denn die Stadt ist nichts anderes als ein Futter-Platz für Horrors, die dort, durch einen magischen Ring gezähmt, ihre Gelüste ausleben.

Helden aus Garo im Einsatz
Bild: Mappa

Dementsprechend gestaltet sich auch das Design. Auf der einen Seite „El Dorado“, das mit viel Prunk und in schillernden Farben dargestellt wird und auf der anderen die dort lebenden Menschen, die wie Marionetten wirken. In Anbetracht der Tatsache, dass sie eigentlich nichts anderes sind, ein ziemlich passende Umsetzung der Idee. Der Fokus liegt ganz klar weiterhin bei den Kämpfen, auch wenn manche Horror schon ein wenig „von der Stange“ kommend aussehen. Bei der Vielzahl an Horrors, die allein zum Ende von Volume drei auf der Strecke bleiben, kann aber auch kaum erwartet werden, dass diese irgendeine Form von Charakter erhalten. Sie enden sowie nur als Kanon-Futter für die Makai-Krieger.

Der Sprechercast präsentiert sich weiterhin von seiner besten Seite und sorgt dafür, dass auch die deutsche Version von Garo – Vanishing Line nicht hinter der japanischen Tonspur zurückstehen muss. Neben Sprechern der Hauptfiguren erweisen sich auch die Nebendarsteller, soweit sie denn bei den vorlauten Figuren Sword und Sophie überhaupt zu Wort kommen, als sehr gut besetzt. Nora Kunzendorf brilliert erneut als knallharte Alchemistin mit Herz. Mit Marlon Rosenthal als Bishop holten die Verantwortlichen für die deutsche Umsetzung einen weiteren Sprecher mit ins Boot, der bereits ein wenig Anime-Erfahrung hat, was man seiner Figur, so unsympathisch diese auch sein mag, durchaus anhört.

Bishop der Horror
Bild: Mappa

Die dritte Volume macht erneut wieder viel Spaß und lässt mit ihren offenen Fragen und Andeutungen die Spannung auf das große Finale weiter steigen.  Selbst wenn die deutsche Ausstattung der Blu-ray erneut sehr einfach daherkommt, ist es vor allem die Story, die den Zuschauer nicht loslässt.

Fazit

Das Studio Mappa weiß mit Garo – Vanishing Line den Zuschauer nachhaltig zu fesseln. Die Mischung aus liebenswerten Figuren und einer actionreichen sowie vielschichtigen Story halten die Spannung hoch. Eine gute Mischung aus Drama und komischen Augenblicken runden den positiven Gesamteindruck ab. Perfekt in Szene gesetzt wissen Sword, Sophie, Gina und die Horrors für ein spannendes Abendprogramm zu sorgen. Die ebenso gelungene deutsche Übersetzung und der ansprechende Cast lassen auf jeden Fall keine Langeweile aufkommen.

Info

Garo - Vanishing Line Vol. 3
Bild: Mappa

Garo – Vanishing Line
Original Name: 牙狼[GARO] -VANISHING LINE
Studio: Mappa
Deutscher Publisher: peppermint anime
Regisseur: Seong Ho Park
Drehbuch: Kyoko Yoshimura
Musik: Monaca
Erschienen am: 26. Juli 2019
Synchronisation: K13 Studios GmbH, Berlin
Dialogregie: Philippa Jarke
Freigegeben ab: 16 Jahren
Länge: 150 Minuten
Genre: Action, Mystery, Drama
Medium: DVD, Blu-ray

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