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Gate Volume 4 (Blu-ray) – Ein Hilferuf auf dem Weg zum Frieden

Am 30. Juni erscheint bei Anime House das vierte und letzte Volume zur ersten Staffel von Gate: Jieitai Kanochi nite, Kaku Tatakaeri. Für Itami und sein Team geht es wieder zurück auf die andere Seite des Gates.

Die Geschichte von Gate spielt im 21. Jahrhundert. In Tokyos Stadtteil Ginza erschien ein mysteriöses Tor, das in eine andere Welt führt. Durch das Tor kommen Monster und Ritter des mittelalterlichen Europas und andere Fantasiewesen, die die Einwohner von Tokyo angreifen. Das Ereignis wird als „Ginza“ bekannt.

Die Regierung schickt eine kleine Truppe von Soldaten der japanischen Selbstverteidigungsstreitkräfte durch das Tor in die alternative Welt. Unter der Leitung des Soldaten Youji Itami findet die Truppe Dörfer vor, die von einem Drachen angegriffen werden. Eine Elfin, die eine Überlebende des Amoklaufes des Drachen ist, schließt sich der Gruppe auf ihrer Reise durch die neue Welt an. Im späteren Verlauf treffen sie auf weitere Gefährten wie die unsterbliche Halbgöttin Rory Mercury oder Prinzessin Pina Co Lada.

Die Dunkelelfe auf der Suche nach Hilfe

Im letzten Volume genossen unsere Helden noch ein entspannendes Bad und werden nun von ausländischen Agenten angegriffen. Beim Entführungsversuch der Außenweltler bekommen diese es jedoch mit Rory zu tun, und wie das endet, kann sicher jeder erahnen. Nachdem alles Restliche erledigt ist, begibt sich die bunte Truppe wieder zurück auf die andere Seite des Gates, wo uns ein kleiner Timeskip erwartet.

Gate Volume 4 Screenshot 3

Nach den Ärgernissen im Hotel schlägt die Stimmung wieder überwiegend ins Muntere und Lustige um und die Handlung wird ruhiger. Die Ernsthaftigkeit der Serie wird jedoch nicht völlig vernachlässigt und kommt ab und an zum Vorschein, wie z. B. im Falle der Dunkelelfe Yao oder Tuka, die mit ihrer Illusion vor der Realität flieht. Die Mischung der Genres Drama und Comedy sowie Fantasy und Military wird somit ausbalanciert bedient. Der Einfluss von Faktoren wie Macht, Politik und Ressourcen tragen ebenfalls zur Ernsthaftigkeit der Story bei.

Die uns bereits bekannten Charaktere bleiben im Großen und Ganzen sie selbst und entwickeln sich nicht großartig weiter, abgesehen von Leleis magischen Fähigkeiten. Das ist in diesem Fall aber auch nicht zwingend notwendig, da die Handlung so schon problemlos voranschreitet. Die bereits erwähnte Dunkelelfe Yao dürfte in diesem Volume wohl am stärksten hervorstechen, vor allem da sie den nächsten Arc einleitet. Bei ihrem ersten Auftritt hinterlässt sie vorerst einen verdächtigen Eindruck. Doch wir erfahren bald, dass hinter ihrer Rolle viel Tragik und Ernst steckt. Mit ihrem starken und pflichtbewussten Charakter kann sie die Sympathien der Zuschauer für sich gewinnen und dürfte für den weiteren Verlauf nicht gerade uninteressant werden.

Gate Volume 4 Screenshot 2

Das Finale der ersten Staffel ist solide umgesetzt und wahrt ideal die Grenze zwischen Cliffhanger und abgeschlossener Handlung. Man kann sich also bereits auf die zweite Staffel freuen und sich ungefähr denken, in welche Richtung diese gehen könnte. Das zweite Zusammentreffen von Yao und Itami dürfte dabei recht lustig verlaufen.

Sprache muss gelernt sein

Animationstechnisch hält sich der Anime auf einem gleichbleibenden Niveau wie zu Beginn der Serie. Die Bewegungen sind passabel in Szene gesetzt, das Charakterdesign hat seinen einfachen aber schön anzusehenden Charme und die Hintergründe sind vom Detail her angenehm dargestellt. Alles in einem ordnet sich Gate optisch in einen Bereich ein, der leicht über dem Durchschnitt liegt. Hierbei fällt allerdings die Sympathie das letzte Urteil.

Gleiches gilt für die Musik und die Sound-Effekte. Hier sticht am stärksten das Opening hervor, das mit seiner einprägsamen Melodie am meisten im Gedächtnis bleibt. Über den restlichen Sound und dessen Qualität kann man sich nicht groß beschweren. Die Vielfalt reicht hier von fröhlich bis hin zu dramatisch.

Abschließend betrachtet ist die deutsche Synchronisation bei Gate äußerst gelungen. Ob man nun mit einzelnen Stimmen wie Rorys oder Leleis klarkommt, bleibt zwar letzten Endes jedem selbst überlassen, doch qualitativ leistet die Besetzung eine prima Arbeit. Dies trifft besonders auf unseren Otaku-Soldaten Itami zu, bei dem nicht nur die Sprache, sondern auch die Laute und Geräusche, die er von sich gibt, amüsant rübergebracht werden. Bei einigen Nebenfiguren kauft man den Sprechern ihre Rollen zwar leider nicht ganz ab, aber da diese eher selten zu hören sind, hält sich das noch in Grenzen. Ein Beispiel dafür ist die Reporterin Nanami. Ansonsten wurden hier gute Resultate erzielt.

Gate Volume 4 Screenshot 1

Am besten sind aber immer noch die Kommunikationsprobleme zwischen den Soldaten und den Bewohnern des Imperiums, wie man wieder prima an den Szenen mit Yao erkennen kann. Es ist schön zu sehen, und gleichzeitig auch sehr amüsant, dass obwohl alle Figuren Deutsch sprechen, sie sich aber trotzdem nicht immer ganz verstehen können. Immerhin wird die Illusion zweier Welten somit ein Stück weit gewahrt.

Extras: Dem vierten Volume von Gate liegen ebenfalls zwei Postkarten und ein kleines Booklet mit Charakter-Infos bei. Die Disk enthält Trailer und ein weiteres Karaoke-Musikvideo.

Info
Gate Volume 4Gate
Original Name: ゲート 自衛隊 彼の地にて、斯く戦えり
Transkription: Gate: Jieitai Kanochi nite, Kaku Tatakaeri
Studio: A-1 Pictures
Deutscher Publisher: Anime House
Regisseur: Takahiko Kyōgoku
Drehbuch: Tatsuhiko Urahata
Musik: Yoshiaki Fujisawa
Erschienen am: 4. Juli 2015 (Japan), 10. Februar 2017 (Deutschland)
Synchronisation: LAB SIX sound & media solutions
Dialogregie: Antonio F. Lopes
Länge: 12 Episoden (Vol. 4: Folge 10-12)
Freigegeben ab: FSK 12
Genre: Comedy, Action, Fantasy, Magic, Military
Sprachen: Deutsch, Japanisch (deutschen Untertitel)
Medium: Blu-ray / DVD
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1 Kommentar

  1. „Am besten sind aber immer noch die Kommunikationsprobleme zwischen den Soldaten und den Bewohnern des Imperiums, wie man wieder prima an den Szenen mit Yao erkennen kann. Es ist schön zu sehen, und gleichzeitig auch sehr amüsant, dass obwohl alle Figuren Deutsch sprechen, sie sich aber trotzdem nicht immer ganz verstehen können.“

    Das war im japanischen Original auch so und leicht irritierend. Ein tolles Beispiel, wie man es richtig macht, ist die deutsche Dub von The Devil is a Part Timer. Hier hat man tatsächlich eine eigene Sprache verwendet, welche auch von den deutschen Synchronsprechern vertont wird, wodurch man immer einen kontinuierlichen Fluss hat.

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