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Gesehen: 5 Centimeter per Second

5 Centimeter per Second gehört zu meinen absoluten Lieblingsfilmen, daher muss er auch endlich mal rezensiert werden. Der Film besteht aus drei Kurzfilmen aus der Feder von Makoto Shinkai und behandelt die Thematik von Menschen, die über Zeit und Entfernung verliebt sind.

Worum geht es?
Der erste Kurzfilm Ōkashō (Kirschblütenextrakt) handelt davon, dass Takaki Tōno nach dem Abschluss der Grundschule seine beste Freundin Akari Shinohara verlassen muss, da Takais Eltern der Arbeit wegen in die Präfektur Tochigi umziehen müssen. Trotzdem versuchen die beiden wenigstens eine Brieffreundschaft aufrecht zu erhalten. Als Takaki mitbekommt, dass seine Familie nach Kagoshima umziehen muss, verabredet er sich zu einem letzten Treffen mit Akari. Also macht er sich auf den Weg zu einer langen Zugreise, die durch einen Schneesturm erschwert wird.

Der Zweite Film Kosumonauto (Kosmonaut) erzählt von Takaki, der nun im dritten Jahr die Oberschule in Tanegashima besucht. Seine Klassenkameradin Kanae Sumida hat Gefühle für Takaki, traut sich jedoch nicht ihm diese Gefühle zu offenbaren. Sie bemerkt aber, dass Takaki ständig in die Ferne starrt, als ob er etwas suchen würde, das sehr weit weg zu sein scheint.

Der dritte Film Byōsoku 5 Centimeter spielt 2008 und alle drei Protagonisten haben sich auseinander gelebt und jeder seinen eigenen Weg eingeschlagen. Takaki arbeitet mittlerweile als Programmierer in Tokyo und Akari bereitet sich auf ihre Hochzeit vor.

5 Centimeters per Second
© Kazé

Die Story:
Gar nicht so leicht die Geschichten zu beschreiben, ohne wirklich zu Spoilern. Jedenfalls wird die Story sehr langsam erzählt und die Sichtweise, aus der die Story erzählt wird, wechselt oft. So bekommt man ein nicht nur ein umfangreiches Bild über die Gefühlswelt der Protagonisten, sondern auch teilweise ein sehr bedrückendes Bild. Dazu befasst sich die Story immer sehr genau mit der Situation und versucht nicht einfach nur zu erzählen, sondern das, was der Autor und Regisseur erzählen möchte, auch wirklich genau zu transportieren.

Die Idee:
Wer hoffnungslos verliebt war, wird sehr schnell verstehen, was die Idee hinter diesen Film ist. Denn wie fühlt man sich, wen man sich verliebt und wenn sich diese Liebe nicht erfüllen kann? Das Gefühl aber immer eine Rolle im eigenen Leben spielt, auch wenn es verblasst, ist es einfach da. Die gesamte Idee des Films und die tiefe, wie sich mit der Thematik befasst wird, ist dabei so gut umgesetzt, dass man mitgerissen wird

Die Charaktere:
Eigentlich sind es eher die Gefühle, die dargestellt werden sollen, daher sind alle drei Charaktere austauschbar. Allerdings sind alle drei Protagonisten durchaus gut dargestellt worden. Insbesondere Takaki, der in allen drei Filmen eine große Rolle spielt und dessen Charakter sich merklich in jeden Film ändert. Auch wenn Akari und Kanae nicht in allen drei Filmen vorkommen, verkommen sie nicht zur „Nebenrolle“, sondern man lernt sie auf einer Ebene kennen, wie es selten in einem Anime passiert. Alleine durch die Gedanken, die in vielen Szenen eine wichtige Rolle spielen, lässt direkt Sympathie aufkommen. Alles in allen hat 5 Centimer per Second sehr durchdachte und tiefgründige Charaktere.

Die Animation:
Die Stimmung, die die Bilder aufbauten, passen perfekt zur Story. Es wurde nicht mit Details gespart und man merkt diesem Anime sein Alter absolut nicht an. Da die Animation genauso langsam ist, wie die Story erzählt wird, passt es einfach perfekt.

Der Sound:
Auch hier wurde sehr darauf geachtet, dass alles passt und kein Ton die Stimmung, die man aufbauen wollte, zerstört. Das ist durchaus gelungen, jeder Ton unterstreicht die jeweilige Szene. Mit der Musik wurde sehr sparsam umgegangen, was definitiv die richtige Entscheidung war. Trotzdem kann sich der Opener und auch das Ending Theme sehen bzw. hören lassen, denn auch hier passt es wieder perfekt zur Geschichte.

Die Synchronisation:
Auch hier passt alles, Kazé hat genau die richtigen Sprecher für den Film heraus gesucht. Jede Stimme passt zu den Charakter und spricht ihn nahe zu perfekt, so dass die Story nicht unterbrochen wird. Akari Shinohara wird in der japanischen Synchronisation übrigens von 2 Sprecherinnen gesprochen, in der deutschen Fassung allerdings nur von einer Sprecherin, was allerdings gar nicht so sehr stört, wie ich zuerst vermutet habe. Alles in allen ist die deutsche Synchronisation sehr gut geworden und kommt dem japanischen Original sehr nah.

 

Charakterjapanischer Sprecherdeutscher Sprecher
Takaki Tōno Kenji MizuhashiJan Makino
Akari ShinoharaYoshimi Kondō (erster Film)/Ayaka Onoue (dritter Film)Esra Vural
Kanae SumitaSatomi HanomuraMarie Bierstedt

 

Fazit:
Egal wie oft ich diesen Film schaue und ich habe ihn garantiert schon 35 mal gesehen, die Story fesselt mich immer wieder. Makoto Shinkai schaffte es mit 5 Centimer per Second einen Film zu kreieren, der seines Gleichen sucht. Die Story transportiert die Gefühle der Protagonisten sehr gut und bleibt konstant auf einem Level. Auch die Animation passt nahe zu perfekt, denn die Bildsprache unterstützt die Story genauso gut wie es die Musik bzw. die Töne tun. Fazit also: Wer diesen Anime noch nicht gesehen hat, hat definitiv etwas verpasst, dieser Film sucht seines Gleichen und gehört zu den besten Anime, die es aus Japan bisher zu uns geschafft haben.

 

Info
5 Centimeter per Second
Original Name: 秒速5センチメートル
Transkription: Byōsoku 5 Centimeter
Studio: CoMix Wave Inc.
Deutscher Publisher: Kazé
Regisseur: Makoto Shinkai
Drehbuch: Makoto Shinkai
Musik: CoMix Wave Inc.
Erschienen am: 22.02.2007 (Japan), 25.06.2010 (Deutschland)
Länge: 63 Minuten (insgesamt)
Freigegeben ab: 0
Genre: Romance, Drama
Sprachen: Deutsch/japanisch mit deutschen Unteritel
Medium: Blu-ray/DVD

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