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Gesehen: Ace of Diamond Season 1.

In meinem First View zur zweiten Season von Ace of Diamond (Daiya no A) hatte ich es ja schon geschrieben, ich muss mir erst einmal die erste Season ansehen. Gesagt getan, 75 Folgen geschaut und einen guten Endruck gewonnen, der selbst für mich überraschend positiv ausfällt.

Worum geht es?
Ace of Diamond erzählt die Geschichte von Eijun Sawamura, einen Pitcher der an einer Elite Schule den brillanten Catcher Kazuya Mizuki trifft. Zusammen gründen sie ein Baseball Team, dass durch harte Arbeit und Entschlossenheit die Koshien Meisterschaften gewinnen möchte.

Die Story:
Die Story verblüffte mich ein wenig, klar ist sie auf Action getrimmt, aber dabei wird sie sehr ausführlich erzählt. Es geht nicht nur um das Spiel, sondern um Träume und Ziele der Spieler, Konkurrenzkämpfe um Positionen, den Ehrgeiz zu gewinnen und (und das erstaunte mich richtig) den Kampf nach einer Niederlage. Alles ist so gut verpackt, dass keine Folge langweilig wurde, sondern man unbedingt wissen wollte, wie es weiter geht und am Ende der letzten Folge, sich um so mehr auf die zweite Season freut.

Die Idee:
Seien wir doch mal ehrlich, es gibt unheimlich viele Sport Anime, angefangen mit (ich zitiere mich mal selbst) Mila Superstart oder Captain Tsubasa, der erinnert sich schnell an dreifach gegrätschte mit sieben Loopings ausgeführte Drachenbälle, die sich verformten und zwischen durch noch 4. Dimensionen durchquerten, ein Happy Meal bei einem Fast Food Anbieter weg futterten, ein Theaterstück schrieb um dann vor dem Gegner zu landen, laut zu lachen und ins Tor zu fliegen, also überspitzt beschrieben. Das ist heute auch nicht anders, aber es wird sich mehr Gedanken gemacht und so ist es auch hier. Nicht nur das wirklich auf jede Feinheit des Sports geachtet wurde und keiner der Charaktere ein „Überspieler“ ist, wurde alleine dadurch, dass die Mannschaft nicht automatisch die beste Mannschaft in Japan ist (und wird), eine abgenutzt Idee aufgefrischt.

Die Charaktere:
Jeder, aber auch wirklich jeder Charakter hat seine Eigenarten, Probleme, Ziele usw. So entsteht ein Mix, der eigentlich schwer herüber zubringen ist, selbst in 75 Folgen, hier klappte es aber und machte jeden Charakter auf seine eigene Art sympathisch Zugegeben, ein wenig Fremdschämen konnte man sich allerdings schon bei einigen Szenen mit Eijun. Was auf jeden Fall sehr gut war, der Fokus lag nicht so sehr, wie ich zuerst gedacht habe auf Eijun, sondern der Anime befasste sich mit jeden Charakter.

Die Animationen:
Der Detailreichtum an genau den richtigen Stellen war beeindruckend, hier wurde sich sehr viel Mühe gegeben, an anderen Stellen hätte es ruhig etwas mehr sein können. Das wechselt sich hier und da immer ein wenig ab, ist aber verschmerzbar, da es nicht so auffällt. Was etwas gestört hat, war die Darstellung wichtiger Situationen, denn da ging es für meinen Geschmack zu oft ins „Stop and Go“. Aber, die Bewegungen waren sehr gut, in jeder schnellen Szene konnte man jede Bewegung ins haarkleine nachvollziehen (gut ich könnte meinen Unterkörper nicht so drehen, aber das ist jetzt eher Neid 😉 ). Ebenfalls ein kleiner Störfaktor: Bilder wiederholten sich oft, so ein Recycling ist zwar verständlich, aber hier manchmal etwas deplatziert.

Der Sound:
Die in meinen Augen einzige Schwachstelle des Anime, denn der Sound ist öfters entgleist. Insbesondere in Stadium Situationen passte der Sound oft nicht, entweder hörte sich der Ball sehr seltsam an, wenn er auf den Schläger traf oder das Gejubel war nicht so ganz glaubwürdig. Hier hätte man definitiv etwas besser aufpassen müssen. Ansonsten sind die Opener (es sind mehrere) sehr gut und auch die Endings sind gut.

Die Synchronisation/Untertitel:
Kurz, der Anime ist bei Crunchyroll als Stream erhältlich, daher wird hier auch der Untertitel erwähnt.

Also die Stimmen passen, bis auf genau eine einzige, was hat man sich denn bitte bei Chris-Senpai gedacht? Ein ruhiger Charakter mit ruhiger Stimme ist ja okay, aber bei der Stimme wären sogar Schafe eingeschlafen, während man sie zählt. Ansonsten sind die Stimmen passend zum Charakter, manchmal etwas übertrieben, aber trotzdem gut ausgewählt.

(kurze Frage, hat der Charakter, bei dem nur Dampf aus der Nase flog eigentlich irgendwann mal einen Satz gesagt?)

Die Liste der Synchronsprecher lasse ich hier mal weg, die wäre zu lang.

Beim Untertitel haben wir mal wieder Crunchyroll „Old Style“, fehlende Übersetzungen, falsche Übersetzungen und Schreibfehler. Das besserte sich zwar zum Ende hin, ist aber schade, denn so kann man einen Anime verhunzen, der eigentlich wirklich gut ist. Zum Glück haben sie sich mittlerweile merklich gebessert.

Fazit:
Also bis auf Bamboo Blade fand ich bisher alle Sport Anime ehrlich gesagt viel zu langweilig, das Setting war immer das Gleiche (nicht schlagen bitte, ich weiß, dass Free! Gut sein soll, aber ich habe ihn noch ncht gesehen). Ace of Diamond überraschte mich gleich mehrmals. Zum einen weil die Animation richtig gut ist und der Detailreichtum beeindruckend, zum anderen weil trotz 75 Folgen es nicht einmal zum Abriss der Spannung kam. Der Anime schaffte es von Folge 1 an zu begeistern in dem die Story sehr geschickt erzählt wird und genau an den richtigen Stellen Humor eingebaut wurde. Auch die Action kam natürlich nicht zu kurz, aber eben glaubwürdig und die sehr gute Charakterentwicklung darf auch nicht vergessen werden. Es gab zwar auch einige Schwachpunkte, aber wer erwartet schon einen perfekten Anime? Fazit also: Ich gehe so weit zu behaupten, dass es sich bei Ace of Diamond um einen der besten Sport Anime handelt, der jemals produziert wurde.

Info:
Ace of Diamond
Original Name: ダイヤのA
Transkription: Daiya no A
Studio: Madhouse, Production I.G
Deutscher Publisher: Crunchyroll
Regisseur: Mitsuyuki Masuhara
Drehbuch: Takeshi Konuta
Musik: Frying-Pan
Erschienen in Japan: 06.10.2013 – 29.03.2015
Länge: 75 Episoden á 25 Minuten
Freigegeben ab: ?
Genre: Drama, Sport, Comedy, Action
Sprachen: Japanisch mit deutschen Untertitel
Medium: VoD

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