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Gesehen: Black Butler: Book of Circus Volume 2 (Blu-ray)

Im zweiten Volume von Black Butler: Book of Circus geht die Geschichte rund um den mysteriösen Zirkus Noahs Arche und den vermissten Kindern weiter. Wie sich diese Hälfte der dritten Black Butler Staffel schlägt, verrät unser Test.

Worum geht es?

Ein Dämon als Butler, ein adeliges Waisenkind und ein Haufen chaotischer Bediensteter im viktorianischen London, das sind die Zutaten für diese beliebte Reihe. Der zwölfjährige Ciel Phantomhive ist Erbe eines großen Familiengeschäfts, seine Eltern starben auf tragische Weise. Auf dem Tiefpunkt seines noch so jungen Lebens schließt Ciel einen Pakt mit dem Dämon Sebastian, dessen Beweggründe wir zunächst nicht erfahren. Dieser steht dem Jungen nun als Butler zur Seite. Als neues Oberhaupt der Phantomhives muss Ciel nicht nur die Geschäfte leiten, sondern sein Rang verpflichtet ihn auch dazu, gewisse Aufträge für die Queen zu erledigen.

Die Story

Zahlreiche Kinder sind auf mysteriöse Weise verschwunden und es gibt kaum verwendbare Spuren. Auffällig ist nur, dass sich die Orte der Entführungen mit der Route des Wanderzirkus Noahs Arche gleichen. Ciel wird beauftragt, sich um diese Sache zu kümmern und stellt Nachforschungen an. Von außen gibt es nichts Ungewöhnliches, sodass Sebastian zusammen mit seinem Herrn beginnt, verdeckt als Künstler beim Zirkus zu arbeiten.

In Volume Zwei haben unsere zwei Helden ihren Undercovereinsatz großteiles abgeschlossen und sind dabeim den wahren Direktor zu stellen. Dies gestaltet sich leider etwas weniger aufregend als die vergangenen Episoden. Als kleine Entschädigung kommt es zu einem großen Endkampf in welchem, ohne euch zu viel vorweg zu nehmen, die Dienerschaft des Hause Phantomhives, ihr Können unter Beweis stellen muss.

Die Idee

Nach dem Erfolg der ersten beiden Staffeln war es nur eine Frage der Zeit, bis uns weitere Abenteuer rund um den teuflischen Butler erwarten. Doch nach dem Ende von Black Butler II, welches ich euch hier nicht spoilere, wäre eine direkte Fortsetzung schwierig. So entschieden die Macher die Geschichte des mysteriösen Wanderzirkus aus den Mangabänden sechs und sieben zu animieren, die zeitlich innerhalb der ersten Season spielt.

Die Charaktere

In den Episoden des ersten Volumes musste Ciel im Undercover-Einsatz selbst einige schwierige Aufgaben meistern. So erlebten wir den jungen Herrn von einer anderen, teils verletzlichen, Seite. Leider ist davon in den hier enthaltenen Folgen wenig geblieben, nur im Finale werden wir von Ciel noch etwas überrascht. Auch von Joker wurde ich enttäuscht, die Einführung der Figur funktionierte hervorragend, was ihn zu einem der Sympathieträger von Black Butler: Book of Circus machte. Doch am Ende spielte er eine zu unwichtige Rolle. Es mag sein, dsas meine Erwartungen nach dem grandiosen Einstig in die Staffel zu hoch angesetzt waren, doch ich hätte die Akteure des Zirkus gerne noch etwas besser kennengelernt.

Die Animation

A-1 Pictures (Sword Art Online) durfte bereits an den beiden vorherigen Staffeln Hand anlegen, wodurch es keine auffälligen Unterschiede in der Animation gibt. Diese zeigt sich stets flüssig und besticht mit detaillierten Zeichnungen. Auch wenn für die meisten Menschen ein Zirkus ein fröhlicher Ort ist, bleibt die Optik im gewohnt düsteren Look. Fans von Gothic angehauchten Artstyles werden dementsprechend gut bedient.

Der Sound

Passend zum viktorianischen Zeitalter, in der Anime spielt, hört man in den einzelnen Episoden einen klassisch inspirierten Soundtrack. Dieser untermalt stimmig das Geschehen ohne dabei zu aufdringlich zu sein. Im Gegensatz dazu gestalten sich Opening sowie Ending poppiger. Enamel von SID zu Beginn der jeweiligen Episode enthält zudem Rockelemente. Aoki Tsuki Michite von Akira entlässt uns mit etwas sanfteren Klängen aus den Folgen.

Die Synchronisation

Wie bei den Vorgängern war TV+Synchron GmbH für die deutsche Tonspur verantwortlich. Dialogbuch und Dialogregie übernahm dabei wieder Sebastians Sprecher Bernhard Völger. Obwohl ich für einzelne Rollen, wie die hier nicht viel präsente Elizabeth, gerne andere Stimmen gewünscht hätte, liefern die meisten Synchronsprecher eine gute Performance ab. Für mich zählt die Vertonung zum oberen Mittelmaß, die sich keinen groben Patzer erlaubt, jedoch etwas hinter Reverenzvertonungen wie jene von Fullmetal Alchemist stehen.

Fazit

Mir gefiel das Konzept dieser Staffel sehr gut, so sorgte das Zirkus-Szenario für die nötige Abwechslung. Auch die Story startete in der ersten Ausgabe stark, doch leider konnte das gute Niveau nicht bis zum Ende durchgehalten werden. Denn Machern des Animes kann man hierbei jedoch keine Vorwürfe machen, da die Geschichte, ohne auffällige Änderungen, aus dem Manga adaptiert wurde. Gerne hätte ich Ciel noch etwas länger als Crewmitglied von Noahs Arche gesehen, um das Finale eine Spur emotionaler zu gestallten. Doch insgesamt ist Black Butler: Book of Circus ein gelungener Mystery-Anime, der sein Potenzial zwar nicht ganz nützt, dafür einen weitgehenden gut unterhält. Fans der Reihe werden sicherlich auch mit dieser Staffel ihre freute haben, obwohl der Grundton hier etwas ernster ist, was wiederum der dunklen Atmosphäre zugutekommt.

Info

Black Butler: Book of Circus
© Yana Toboso/SQUARE ENIX, Black Butler Project,MBS (c)YT/SE, BP, M

Black Butler: Book of Circus Volume 2
Original Name: 黒執事 Book of Circus
Transkription: Kuroshitsuji: Book of Circus
Studio: A-1 Pictures
Deutscher Publisher: Kazé
Regisseur: Abe Noriyuki
Drehbuch: Yoshino Hiroyuki
Musik: Mitsuda Yasunori
Erschienen am: 11. Juli 2014 (Japan) , 09. Oktober 2015 (Deutschland)
Synchronisation: TV+Synchron GmbH, Berlin
Dialogregie: Bernhard Völger
Länge: 150 Minuten
Freigegeben ab: FSK 16
Genre: Mystery,Comedy
Sprachen: japanisch mit deutschen Untertitel, Deutsch
Medium: Blu-ray

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