Reviews Anime Reviews Gesehen: Dragon Ball Z Kai Box 3 (Blu-ray)

Gesehen: Dragon Ball Z Kai Box 3 (Blu-ray)

Bei Kazé geht die reguläre Veröffentlichung von Dragon Ball Z Kai weiter und somit erschien am 24. März die dritte Box zur Serie. Die enthaltenen Episoden 36 bis 54 haben wir uns wie gewohnt mal genauer angeschaut.

Worum geht es?

5 Jahre ist es her, dass Son Goku das Kampfsport-Turnier gewann und Piccolo in die Knie zwang. Seitdem herrscht Frieden auf der Erde und unser Held hat mittlerweile sogar einen kleinen Sohn namens Son Gohan. Als die beiden Son Gokus alten Freunden einen Besuch abstatten, erscheint plötzlich ein mysteriöser Krieger aus dem All, der genau wie Son Gohan und auch Son Goku (als Kind) einen Affenschwanz besitzt. Der Mann namens Radditz behauptet, ein sogenannter Saiyajin und Son Gokus älterer Bruder zu sein und dass er gekommen ist, um nach seinem kleinen Bruder zu schauen, dessen Aufgabe es eigentlich war, die Erde zu unterwerfen. Um seinen Bruder wieder auf seine Seite zu ziehen, entführt Radditz Son Gohan und erpresst Son Goku. Durch einen kleinen Schlagabtausch, bei dem Son Goku total unterliegt, stellt sich heraus, dass er niemals alleine eine Chance gegen Radditz hat, doch dann taucht plötzlich Piccolo auf und bietet ihm eine Zusammenarbeit an…

Bei Dragon Ball Z Kai handelt es sich um ein aufgebessertes und deutlich gekürztes Remake der namensgebenden Serie Dragon Ball Z. Die Serie folgt stärker der Manga Vorlage von Akira Toriyama und lässt alle Filler Folgen der Urserie aus. Allgemein sind die Hauptstory Verläufe beider Serien jedoch identisch.

Die Story

Im Gegensatz zum Vorgänger Dragon Ball Z kommt das Remake ganz schön schnell zur Sache. So bekommen es unsere Helden viel “früher” mit dem Tyrannen der Galaxie Freezer zutun. Diese Box widmet sich daher komplett dem Kampf gegen diesen Bösewicht und trotz der Tatsache, dass der Kai Ableger eine gekürzte Version von Z ist, streckt sich die erbitterte Schlacht dennoch über 19 Episoden hinweg und füllt diese vollständig aus.

Trotz der rein inhaltlich dünnen Handlung kann der Anime weiterhin gut unterhalten und ist wie üblich komplett actiongeladen. Etwas anderes ist von dieser Shounen Legende ja auch nicht zu erwarten. Mit mehreren Wendungen und Etappen (wenn man so will) schafft es die Serie mithilfe diverser Transformationen der Charaktere den Kampf immer wieder neu zu gestalten und die Spannung zu steigern, sofern man eben nicht auf mehr aus ist, als einen zwar schlichten, aber intensiven und epischen Kampf zwischen gut und böse. Um jedoch Missverständnisse zu vermeiden: Mit dieser Box endet auch die Schlacht und der Planet Namek Arc. Die übrig bleibenden Episoden widmen sich dann dem Cyborg Arc.

Die Idee

Dass der Kampf gegen Freezer trotz der Kürzung denoch so lange dauern würde, sollte langjährigen Dragon Ball Z Fans eigentlich bewusst gewesen sein, da dieser bereits in der Urserie schon arg lang dauerte und selbst eine Kürzung bzw. Komprimierung unter 10 Episoden möglich wäre. Dies ist jedoch mehr als verständlich, da die Manga Vorlage ja letzten Endes erfüllt werden sollte, was auch der Fall ist. Fans von komplexen Handlungssträngen werden hier zwar etwas zu kurz kommen, doch für Freund des Kampfes sollte dieser Teil der Serie mehr als nur unterhaltsam sein. Mehr zur Idee gibt es ja im Prinzip icht zu sagen, da es sich hier einfach um ein Remake handelt und das Wichtigste bereits in der vorherigen Rezension abgearbeitet wurde und hier nichts Neues hinzukommt.

Die Charaktere

Eine Charakterentwicklung im herkömmlichen Sinne, bei der ein Charakter eine neue Perspektive erlangt oder reifer wird, ist hier nicht direkt gegeben. Allerdings erfüllen einige dafür einen anderen Faktor: Sie wachsen über sich hinaus und das mehr als deutlich. Dies sollte aber auch selbstverständlich sein, wenn man ein so grausames Monster wie Freezer bezwingen will. Während Son Gohan und Krillin all ihren Mut zusammennehmen und sich dem Tyrannen stellen, bekommen wir auch von Vegeta eine neue Seite zu sehen, die man als frischer Neueinsteiger in dieses Franchise wohl nicht erwartet hätte. Auch Son Goku macht gegen Ende eine Wandlung durch – und was für eine (wie man auf dem Cover unschwer erkennen kann). Dank seiner Transformation erlangte er nicht nur unfassbare Kräfte, sondern auch sein Zorn wurde mächtiger und zeigt uns etwas von seiner instinktiven Seite als ein wahrer Nachkomme der Saiyajin. Eine besonders starke Veränderung der Persönlichkeit ist allerdings bei keiner der Figuren vorzuweisen.

Die Animation

Nach früheren Maßstäben bleibt auch die Animation weiterhin spitze, vor allem wenn man die HD Qualität miteinbezieht. Da der Anime (oder besser gesagt der Manga) aber ziemlich alt sind und das Remake jetzt nicht extra auf heutige Maßstäbe angepasst oder neu animiert wurde, kann man natürlich nicht alles aus der gegebenen HD Qualität rausholen. Das stört aber nicht weiter und ist meiner Meinung nach besser, da dies (jedenfalls für mich) einen wichtigen Teil von Dragon Ball Z – oder eben hier Kai – ausmacht. Um es kurz zu sagen, haben wir hier eine schärfere Version einer klassischen Serie.

Immer noch amüstand finde ich aber die Tatsache, wie sehr sich doch die Animation von Opening und Ending von der des eigentlichen Anime unterscheiden. Diese Sequenzen erinnern einen immer wieder daran, dass es sich hierbei nicht um dieselbe Serie von früher handelt und gibt enen kleinen Eindruck, wie der Anime nach heutigen Mäßstäben aussehen könnte. Dafür gibt es zwar den aktuell laufenden Anime Dragon Ball Super, aber das ist eine andere Geschichte. Ob einem nu die Animation vom Opening/Ending besser gefällt oder doch eben die der Serie, ist reine Geschmackssache.

Der Sound

Auch am Sound hat sich nichts verändert und auch Opening sowie Ending Theme sind nach wie vor dieselben. Die Qualität ist zwar besser und klarer als bei der Urserie, aber dennoch bleiben Soundtracks sowie Sound-Effekte dem Vorgänger im klassichen Sinne treu und erfreuen die Herzen der Nostalgiker. Selbst wenn man also noch nicht komplett mit der Synchronisation im Einklang ist, hilft der restliche Sound dabei gut nach – finde ich zumindest.

Die Synchronisation

Die Synchronisation wurde ja nun lang und breit ausdiskutiert, darum mache ich es diesmal kurz. Trotz der Tatsache, dass ich ein begeisterter Fan der früheren Synchronisation bin, finde ich diese hier auch in dieser Box sehr gelungen und die aktuellen Sprecher sind auch wirklich interessante Alternativen. Zwar hätte ich mir bei einigen Figuren auch eine andere Besetzung gewünscht, da manche Rollen nicht wirklich in allen Szenen so überzeugend sind, aber das ruiniert meiner Meinung nach noch lange nicht die Synchronisation. Auch einige emotional überladene Momente, wie Ausraster bzw. Wutausbrüche sind nicht immer so überzeugend, aber auch dabei muss man das Positive sehen, denn viele beschwerten sich ja auch darüber, dass in der alten Fassung nur rumgeschrien wurde und man dies auf Dauer nicht ertragen konnte. Leute, die es nämlich exakt so sehen, sollten also hier auf ihre Kosten kommen.
Kurz: Die neue Synchronfassung hat zwar ihre Schwächen, aber macht dafür viele andere Sachen richtig und ist in meinen Augen (oder besser gesagt Ohren) mehr als zufriedenstellend.

RolleSprecher
Son Goku / KakarottAmadeus Strobl
VegetaFlorian Hoffmann
Son GohanOlivia Büschken
PiccoloFelix Spießer
KrillinDaniel Gärtner
BulmaCarmen Katt
FreezerThomas Schmuckert
GinyuErich Räuker
NappaGerald Paradies
Muten RoshiKarl Schulz
TenshinhanSven Gerhardt
YamchuKarlo Hackenberger
Meister KaioRüdiger Evers
RadditzNick Forsberg
DendeChristian Zeiger
ErzählerRoland Hemmo
OberältesterJürgen Kluckert
ChichiJennifer Weiß
Chao ZuJulia Blankenburg
ShenlongMathias Kunze

Extras

(wird nicht bewertet)
Wie in den vorangehenden zwei Boxen, werden auch hier ein Episodenguide sowie drei schicke Postkarten im Z-Krieger Style beigelegt.

Fazit

Das Remake mit der neuen deutschen Synchronisation bleibt weiterhin seiner Linie treu und unterhält weiterhin die Shounen Fans mit großer Vorliebe für andauernde und impulsive Kämpfe. In einer angenehm komprimierten Fassung wird innerhalb dieser Box die Schlacht gegen Freezer übersichtlich und komplett abgehandelt.

Info

Dragon Ball Z Kai / © Kazé

Dragon Ball Z Kai
Original Name: ドラゴンボール改
Transkription: Doragon Bōru Kai
Studio: Toei Animation
Deutscher Publisher: Kazé
Regisseur: Yasuhiro Nowatari (Staffel 1), Naohiro terazaki (Staffel 2)
Drehbuch: Aya Matsui, Hiroshi Toda, Katsuyuki Sumisawa, Keiji Terui, Sumio Uetake, Takao Koyama, Toshiki Inoue
Musik: Kenji Yamamoto, Shunsuke Kikuchi, Norihito Sumitomo
Erschienen am: 5. April 2009 (Japan), 9. Oktober 2015 (Deutschland – DVD/Blu-ray), 16. November 2015 (Deutschland – TV)
Synchronisation: TV+Synchron
Dialogregie: Sabine Winterfeldt
Länge: 98 (Staffel 1) + 69 (Staffel 2) Episoden á 23 Minuten ; 19 Episoden in dieser Box
Freigegeben ab: FSK 12
Genre: Shounen, Action, Superpower, Comedy, Sci-Fi
Sprachen: Deutsch, Japanisch (deutsche Untertitel)
Medium: Blu-ray / DVD

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