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Gesehen: Giovannis Insel

Am 20 Februar veröffentlicht Universum Anime Giovannis Insel, der Film basiert auf einer wahren Begebenheit und ist mehrfach Preisgekrönt, wir haben uns den Anime angeschaut.

Worum geht es?
Die Geschichte von Giovannis Insel, beginnt auf der nördlichen japanischen Insel Schikotan im Jahre 1945. Wenige Tage nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wird diese von der Roten Armee annektiert. Das hält die Brüder Junpei und Kanta nicht davon ab, sich mit Tanya, der Tochter des russischen Majors, anzufreunden. Die Armut und die Hungersnot der japanischen Inselbewohner bringen den Vater der Brüder und deren Onkel Hideo dazu, geheime Reisvorräte an die Landsleute zu verteilen und heimlich die Hauptinsel Honshu zu besuchen. Das bleibt von den sowjetischen Soldaten nicht unbemerkt und so gerät die gesamte Familie in große Gefahr. Auch die Freundschaft der Kinder wird dadurch auf eine harte Probe gestellt. Doch was die japanischen Einwohner Schikotans nicht ahnen, ist, dass sie ihre Heimat schon bald verlassen müssen und ihnen noch größeres Leid droht. Vor dem Hintergrund dieser dramatischen Vorkommnisse flüchten sich Junpei und Kanta in Tagträume: Als Giovanni und Campanella, die Helden von Kenji Miyazawas Roman Die Nacht in der galaktischen Eisenbahn, können sie per Zugreise durch ferne Galaxien in ihrer Fantasie jedes Ziel erreichen …

Die Story:
Die Geschichte nimmt einen mit und lässt einen auch patu nicht mehr los. Die Geschichte ist vielschichtig, von Freundschaft, den Überlebenskampf, Drama und den schrecken des Krieges ist alles dabei und sehr geschickt verpackt. Alles in allen ist die Story sehr gut erzählt und lädt die ganze Zeit zu einer Reise in den Film ein.

Die Idee:
Es handelt sich um eine Geschichte, die eine wahre Begebenheit beruht, daher ist die Idee natürlich nicht als „innovativ“ zu bezeichnen, aber das „Wie“, die Idee umgesetzt wurde, macht den Film schon zu etwas besonderen. Man findet immer wieder etwas, dass sehr interessant ausgearbeitet wurde.

Die Animation:
Gut, gehört aber nicht zu den besten Animationen. Hier und da ist sie etwas „harkelig“, was aber zum Stil des Films gehört. Allgemein ist der Film sehr „Reto“ gehalten, das bedeutet aber nicht, dass der Film da durch schlecht ist, sondern die Stimmung, die so transportiert wird, erhält Tiefgang und passt perfekt zur Geschichte. Was allerdings etwas negativ aufgefallen ist, bei einigen Szenen sahen die Charaktere etwas merkwürdig aus, das passte manchmal nicht so ganz, kann man aber getrost ignorieren.

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Die Charaktere:
Teilweise einfach, teilweise vielschichtig, was ich persönlich sehr schön fand, ist die Tatsache, dass nicht jeder, der russischen Soldaten, als Unmensch dargestellt wurde. Der Anime zeigt so, dass jeder Mensch anders ist und selbst im Krieg gibt es Menschlichkeit (zum Glück). Der Hauptcharakter, der ja alles als Kind miterlebt, verändert sich im Laufe des Films etwas. So gewinnt er Charakterstärke hinzu und zwar auf eine Art, die man erst beim genauen Hinschauen bemerkt. Das hat die Produktionsfirma sehr gut gemacht.

Der Sound:
Eigentlich war es ja nicht anders zu erwarten, der Sound und die Klangkulisse passten perfekt. Jeder Klang sitze und auch die Musik im Film, die zwar nur dezent auftrat, untermalte die Stimmung noch einmal. Sehr gut abgestimmt.

Die Synchronisation:
Universum Anime beweist hier wiedereinmal, dass sie Anime mit Liebe umsetzten. Die Stimmen sind einfach gut gewählt und passen zu den Charakteren und zur Stimmung, die der Film transportiert. So macht es Spaß einen Dub zu hören, ich kann hier absolut nichts aussetzten.

Fazit:
Puh, harter Tobak. Der Film ist teilweise nichts für zart besaitete Menschen. Er zeigt, das Krieg schrecklich ist, dass es immer noch unmenschlicher geht, aber auch, dass man immer wieder freundliche Menschen findet und eine Freundschaft auch unter solchen Umständen gedeihen kann. Mit gefiel der „Reto“ Look der Zeichnung besonders gut, denn es waren einige beeindruckende Bilder darunter, auch der Sound war perfekt abgestimmt. Universum Anime bewies auch wieder ein glückliches Händchen bei den Synchronstimmen, will ein Anime Fan irgendetwas mehr? Klar, besser geht immer, aber mit Giovannis Insel, beweist Universum Anime ein sehr glückliches Händen, denn dieses Werk gehört einfach auf den deutschen Markt. Ich würde ihn zwar nicht Meisterwerk nennen, aber es ist definitiv ein Werk, dass in jede Anime Sammlung gehört.

Info:
Giovannis Insel
Original Name: ジョバンニの島
Transkription: Joban’ni no Shima
Studio: Production I.G
Deutcher Publisher: Universum Anime
Regisseur: Mizuho Nishikubo
Drehbuch: Shigemichi Sugita
Musik: Masashi Sada
Erschienen am: 22. Februar 2015 (Japan) Februar 2015 (Deutschland)
Länge: 97 Minuten
Freigegeben ab: 6
Genre: Drama History
Sprachen: Deutsch, japanisch m. Untertitel
Medium: DVD/BluRay

Weitere Info:
Der Film erhielt insgesamt 8 Preise, darunter den Excellence Award des 18. Japan Media Arts Festival.

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