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Gesehen: Psycho-Pass Season 2 (Volume 1)

Weiter geht es endlich mit Pycho-Pass: Die zweite Season des Anime erschien in Deutschland im Oktober. Die Staffel setzt ein paar Monate nach der ersten Season an und ob es Kazé auch bei der zweiten Season schafft in den Cyberpunk Krimi zu ziehen, haben wir uns mal genau angeschaut. Kleine Info, die Review der ersten Season findet ihr hier.

Worum geht es?
Nichts ist mehr wie es war seit Akane Tsunemori mit ihrer Polizeieinheit Jagd auf Superverbrecher Shogo Makishima gemacht und die Wahrheit über das Sibyl-System erfahren hat. Dennoch arbeitet sie noch immer als Inspektorin, allerdings mit eigenen Methoden. In frischer Besetzung, zusammen mit der Sibyl-treuen Inspektorin Mika Shimotsuki und neuen Vollstreckern, jagt ihr Team die nächsten latenten Verbrecher, deren Psycho-Pass zu trüb geworden ist. Als aber eines Tages mehrere Bombenanschläge verübt werden, eine Inspektorin verschwindet und die Buchstaben W und C selbst in ihrer Wohnung auftauchen, ahnt Akane schnell, dass sie einen neuen außergewöhnlichen Fall lösen muss. Schon bald gerät eine mysteriöse Person namens Kamui ins Visier der Ermittler ­– die jedoch komplett unsichtbar zu sein scheint und damit eigentlich nicht existieren kann.

Die Story:
Das die erste Folge es schon in sich hat, ist klar. Immerhin sind ein paar Monate vergangen und man braucht keine Einführung mehr. Daher wird man auch direkt in die Geschichte geworfen und das sogar ziemlich gut. Denn auch wenn man die erste Season gesehen haben sollte, startet die Story nicht so schnell, dass man partout nichts versteht. Wer die erste Season kennt, wird sofort wieder von der Art und Weise, wie die Story erzählt wird, gefangen. Was besonders auffällt: Die Story geht mehr ins Detail. Zwar wurde auch bei der ersten Season schon viel erklärt und es gab auch viel zum Nachdenken, aber hier legt man noch mal ein Quäntchen drauf. Man muss allerdings auch ehrlich sagen: Wer nicht gerne nachdenkt beim Anime schauen, der wird mit der Geschichte hier und da Probleme haben.

Die Idee:
Ich wiederhole meine Frage aus der Rezension, der ersten Season: Was wäre eine Welt, in der alles vorherbestimmt wird? Klar hat es eine gewisse Sicherheit, wen du schon weißt, in was du gut bist und wo du arbeiten wirst etc. ABER! Wem hilft das System und wie kann man es umgehen? Denn kein System, klingt es noch so sehr nach Utopia, ist perfekt. Der Mensch kann einfach nicht in eine Schablone gestopft werden. Das ist die elementare Aussage hinter Psycho-Pass und diese Aussage wurde in eine sehr gute Geschichte verpackt.

Die Charaktere:
Hier fällt besonders die Weiterentwicklung von Akane Tsunemori auf. Sie wirkt erfahrener und ist nicht mehr ganz so einfältig. Allerdings hat sie sich ihren Charme aus der ersten Season erhalten.

Auch die anderen Charaktere haben wieder viel Hintergrundgeschichte bekommen. Dabei fällt allerdings auch der Klassenunterschied zwischen Vollstreckern und Inspektoren auf, besonders bei Mika Shimotsuki, die ziemlich arrogant daher kommt. Und zu guter Letzt wäre da noch „Kamui“, bei dem sich die Frage stellt, ob er nun eigentlich ein „böser Mensch“ oder jemand ist, der die Welt ändern möchte und zwar nicht um sich zu bereichern.

Insgesamt wirken auch die Charaktere sehr durchdacht und das hat Charme.

Die Animation:
Hier hat sich nicht viel geändert, immer noch wird viel CGI eingesetzt, allerdings sehr gut. Ansonsten wirkt die Welt lebendig, überall wuselt etwas im Hintergrund. Auch bei action-lastigen Szenen kann man den Bewegungen noch sehr gut folgen und es gibt keine Fehler in den Proportionen der Charaktere. Allerdings muss man ehrlich sagen, dass man allgemein bei der Animation ein besseres Level hinbekommen hätte. Sie ist nicht schlecht und durchaus eine Augenweide, aber durch den Einsatz von viel CGI, wurden definitiv Abstriche gemacht.

Der Sound:
Auch hier hat sich nicht viel geändert, der Opener und der Ending Song sind okay, keine Ohrwürmer aber das ist wie immer Geschmackssache. Ansonsten ist die Vertonung sehr gut, jeder Ton passt und ist genau dann zu hören, wenn er auch zu hören sein soll. Die Hintergrundmusik in einigen Szenen fällt nicht wirklich auf, damit erfüllt sie ihren Zweck sehr gut: Unterstützen der Story.

Die Synchronisation:
Tja wo Kazé drauf steht, steckt Kazé drin, denn die Stimmen passen allesamt zu den Charakteren und die Qualität stimmt. Es wird auch bei diesem Anime sehr auf die Betonung geachtet und auch wenn mir im ersten Teil Akanes Stimme irgendwie nicht zusagte, muss ich nun sagen: Sie passt einfach sehr gut zum Charakter.

Fehler bei der Übersetzung konnten wir nicht feststellen und es gibt auch keine „komisch“ anmutende Formulierungen.

Sven GerhardtKonrad Bösherz

Charakterjapanischer Sprecherdeutscher Sprecher
Akane TsunemoriKana HanazawaJulia Stoepel
Mika ShimotsukiAyane SakuraMelanie Isakowitz
Nobuchika GinozaKenji NojimaFelix Spieß
Yayoi KunizukaShizuka ItoNicole Hannak
Shion KaranomoriMiyuki SawashiroAndrea Aust
Sakuya TouganeKeiji FujiwaraSven Gerhardt
Mizue ShisuiMarina InoueAnja Mentzendorff
Shou HinakawaTakahiro SakuraiMarcel Mann
Jouji SaigaKazuhiro YamajiJan Kurbjuweit
Joushuu KaseiYoshiko SakakibaraBeate Gerlach
Kirito KamuiRyouhei KimuraKonrad Bösherz
Risa AoyanagiMasumi AsanoSilke Matthias

 

Fazit:
Psycho-Pass 2. zieht einen sofort in seinen Bann, die Charaktere wurden sehr gut weiterentwickelt und wenn man die erste Season schon gut gefunden hat, wird man auch die zweite Season mögen. Bei der Synchronisation hat Kazé wiedereinmal alles richtig gemacht und auch wenn die Animation nicht zu den Besten gehört, ist sie durchaus gut.

Psycho-Pass 2
Psycho-Pass 2 / © Kazé

Psycho-Pass 2
Original Name: サイコパス
Transkription: Saiko Pasu
Studio: Production I.G
Deutscher Publisher: Kazé
Regisseur: Katsuyuki Motohiro, Naoyoshi Shiotani
Drehbuch: Gen Urobuchi
Musik: Yūgo Kanno
Erschienen am: Oktober 2014 (Japan), Oktober 2015 (Deutschland)
Länge: 11 Episoden á 25 Minuten (2. Volumes)
Freigegeben ab: FSK 16
Genre: Sci-Fi, Krimi, Action, Cyberpunk
Sprachen: japanisch mit deutschen Untertitel, Deutsch
Medium: DVD und blu-ray

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