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Gesehen: Punch Line

Der Anime, der die meisten Höschen geboten hat, ging bei Crunchyroll gestern zu Ende. Punch Line war aber trotzdem kein Ecchi Anime, sondern bot sogar ein wenig mehr, oder doch nicht? Wir haben einen genauen Blick auf die Serie geworfen.

Worum geht es?
Ein Junge wird in eine Geiselnahme verwickelt, die etwas kurios endet. Er fällt in Ohnmacht und als er wieder erwacht erklärt ihm eine Katze, dass er nun ein Geist sei und jemand seinen Körper übernommen hat. Er müsse nun ein Buch finden, damit er in seinem Körper zurück kann, das einzige Problem: Wenn er zu sehr erregt wird, dann stürzt ein Meteorit auf die Erde und die Menschheit wird ausgelöscht.

Die Story:
Wirkt die Story zu Anfang eher wie „Hilfe ich bin ein Geist, ab in den Wäscheschrank“, offenbarte sich nach und nach immer ein Stück mehr, so das die Story zum Schluss einiges zu bieten hatte. Allerdings wird sie chaotisch erzählt und es fällt manchmal schwer, der Story zu folgen, auch die Witze sind oft eher flach, was zwar zum Stil des Anime passt, den Anime insgesamt eher geschadet hat.

Die Idee:
Gut, hier haben wir mal wieder eine frische Idee, immerhin gab es diesen Mix noch nicht. Sie wurde auch gut ausgebaut, da es viele Wendungen in der Serie gibt. Auch wenn es so aussieht, hat die Serie keinen so hohen Anteil an Ecchi Elementen, also eigentlich fast gar keinen.

Die Charaktere:
Der Hauptcharakter macht erstaunlicherweise keinen trotteligen Eindruck, wie es bei ähnlichen Settings der Fall wäre. Das gefällt und macht den Charakter irgendwie sympathisch. Alle anderen Charaktere sind dafür teilweise zu überdreht dargestellt worden. Jeder aber mit seinen Eigenarten, auch diese natürlich überdreht. Die Charakterentwicklung geht hier recht schnell, aber sie ist gut umgesetzt werden.

Die Animation:
Die Animation passt zum Anime, sie ist gut, wenn auch nicht die beste. Auch die Bewegungen sind flüssig und die Bilder, die man präsentiert bekommt, durchaus gut. Im Vergleich würde ich die Animation im Mittelfeld ansiedeln.

Der Sound:
Passt zum Setting, lustiger Opener, das Ending ist so lala. Der Rest passt und sitzt, jedes Geräusch ist da wo es hingehört.

Die Synchronisation/Untertitel:
Bei der Synchronisation muss ich leider sagen, dass die meisten Stimmen einfach genervt haben, jedenfalls wenn sie lauter gesprochen haben. Ansonsten passen sie durchaus zu den Charakteren.

Bei dem Untertitel wiederum hat Crunchyroll ganze Arbeit geleistet, man merkt, dass sie sich viel Mühe geben, denn von den Patzern am Anfang des Dienstes, merkt man nicht mehr.

Fazit:
Punch Line ist nicht gut, aber auch nicht wirklich schlecht. Die Idee ist gut, die Story eigentlich auch gut erzählt. Leider gibt es zu viele Patzer, der Humor ist einfach nur flach und die Story wird sehr chaotisch erzählt. Auch wen das vielleicht zum Anime gehört, stört es ziemlich. Bei den Synchronstimmen ging der Nerv-Faktor immer genau dann los, wen sie lauter wurden, dann aber leider richtig. Dafür stach der Untertitel wiedereinmal hervor. Fazit also: Eine Serie, die man schauen kann, aber nicht unbedingt muss. Nette Idee, mittelmäßige Umsetzung.

Info:
Punch Line
Original Name: パンチライン
Transkription: Panchirain
Studio: MAPPA
Deutscher Publisher: Crunchyroll
Regisseur: Yutaka Uemura
Drehbuch: Kotaro Uchikoshi
Musik: Tetsuya Komuro
Erschienen am: 09.04.2015
Länge: 12 Episoden á 25 Minuten
Freigegeben ab: –
Genre: Ecchi, Comedy
Sprachen: Japanisch und deutsche Untertitel
Medium: VoD

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