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Gesehen: Tokyo Ghoul √A

Die zweite Staffel von Tokyo Ghoul, Tokyo Ghoul √A, ist auch zu Ende und natürlich gibt es neben dem First View auch ein endgültiges Fazit. Achtung: Die Rezension enthält einige Spoiler, klappt die Boxen also nur auf, wenn ihr den Anime schon gesehen habt.

Die Geschichte:
Wir wollen nicht spoilern, also hier die allgemeine Beschreibung von Tokyo Ghoul.
Dem Tod gerade noch mal von der Schippe gesprungen, erwacht Oberschüler Ken als Ghul wieder. Zuerst ist alles normal. Doch dann beginnt er, Appetit auf Menschen zu entwickeln – was einige moralische Fragen aufwirft. Ken würde sich lieber umbringen, als Menschen zu fressen. So weit kommt es aber gar nicht, denn offenbar gibt es noch andere wie ihn. Eine geheime Gesellschaft der Ghule lebt längst unter uns.

Die Story:
Es geht nahtlos dort weiter, wo die erste Staffel endete, also mehr oder weniger. Und es geht direkt rasant weiter. Insgesamt wird die Story sehr durchwachsen erzählt, viel Action, aber auch viele Momente, in den es ruhiger und nachdenklicher abläuft.

[toggle title=”Spoiler” load=”hide”]Das Ende ist praktisch wieder hoffen und hier übe ich auch die meiste Kritik an der Story, denn endet Folge 11 mitten in der Schlacht, so ist in Folge 12 davon nichts mehr zu merken und die Story fließt gemächlich vor sich hin, bis dann das Outro kommt.[/toggle]

Die Grundidee von Tokyo Ghoul ist schon interessant, Schüler wird gebissen und ein Ghoul. Damit kommt der Gewissenskonflikt, Menschen essen oder nicht, zusammen mit „man muss irgendwie überleben“ und eine ganz neue „Welt“ mit ihren eigenen Regeln. Kennt man eigentlich fast nur von Vampir Geschichten, dass diese mit Ghoulen umgesetzt wurde, ist mal was Neues. Das schöne an Tokyo Ghoul ist allerdings, dass es nicht bei der einen kleinen Grundidee bleibt, sondern immer mehr Elemente hinzu kommen, ohne dass sie verwirren oder stören. Das ist ziemlich gut gemacht.

Die Charaktere:
Der „neue“ Hauptcharakter ist ..

[toggle title=”Spoiler” load=”hide”]Er ist ja genau genommen eine Transformation, allerdings hat sich auch der Charakter geändert und aus „Heulboje“ mit massigen Gewissenskonflikten ist die „coole Sau“ geworden, die geheimnisvoll und gebrochen wirkt.[/toggle]

Die restlichen Charaktere haben interessante Ansätze, teils durchgeknallt, teils „mysteriös“. Allerdings ist manchmal das Verhalten einiger Charaktere mehr als absurd, so dass man sich immer mal wieder fragt: „Was sollte denn dieser Schwachsinn?“

Die Animation:
Das muss man Tokyo Ghoul √A lassen, die Animation ist wirklich sehr gut. Die Kämpfe sind rasand und durchweg gut animiert. Wird mal nicht gekämpft beeindruckt der Anime mit wirklich tollen ruhigen Bildern.

Ein großer Kritikpunkt ist aber:

[toggle title=”Spoiler” load=”hide”]In Folge 11 wird von einem Charakter das rechte Bein zerschmetter, er steht auf und schleppt sich zum Gegner. Genau hier gibt es einen großen Fehler, denn wenn ein Bein kaputt ist, kann man auf der Seite mit einer Sense keinen Schwung holen, denn man kann sein Gewicht zum Schwung holen nicht auf diesen Beinen lagern.
[/toggle]

Der Sound:
Also der neue Opener von Österreich ist wirklich gut, hat Ohrwurmcharakter, auch das Ending von Amazarashi ist wirklich sehr gelungen. Die restliche Klangkulisse passt, kein Sound wirkt merkwürdig oder deplatziert.

Die Synchronisation/Untertitel:
Die Synchronisation passt, natürlich sind die alten Sprecher soweit wieder da, man braucht sich also nicht umgewöhnen. Leider gibt es ein paar Szenen, in den der Charakter die Lippen bewegt, aber keine Synchronisation da ist. Hier hätte man etwas sorgfältiger sein können.

Beim Untertitel ziehe ich vor den Übersetzter meinen Hut. Nicht nur, dass es keine Fehler gab, fand ich sehr gut, dass Wörter wie XXX-sensei nicht ins Deutsche übernommen wurde, sondern aus Sensei „Herr“ gemacht wurde. Man muss es dem Team von Anime on Demand lassen, ihre Übersetzungen sind wirklich gut (auch wenn ich patu keine Ahnung habe, wieso ständig eine gelbe Schrift genutzt wird)

Fazit:
Ich gebe es zu, ich bin kein Fan von Tokyo Ghoul und habe mich daher etwas schwer mit dem Anime getan. Trotzdem muss ich zugeben, dass Tokyo Ghoul √A ein interessanter Anime ist, der die Geschichte perfekt und durchdacht fortführt. Die Animation ist sehr gut und gehört zu den Besseren in dieser Season und auch der Sound begeisterte, jedenfalls der Opener und bis auf ein paar Patzer, ist die Synchronisation sehr gut geraten, der Untertitel kann sich sowieso sehen lassen. Alles in allen ist Tokyo Ghoul und die zweite Season Tokyo Ghoul √A nicht nur für Action Fans etwas, denn dafür ist die Story sehr interessant aufgebaut und entwickelt sich sehr gut. Man braucht zwar etwas stärker Nerven, denn einige Szenen strotzen vor Sadismus, aber wenn man damit keine Probleme hat, sollte man sich den Anime anschauen.

Info:
Tokyo Ghoul √A
Original Name: 東京喰種-トーキョーグール-
Transkription: Tōkyō Gūru √A
Studio: Pierrot
Deutscher Publisher: Kazé
Regisseur: Shuhei Morita
Drehbuch: Chūji Mikasano
Musik: Yutaka Yamada
Erschienen am: 08.01.2015 (Simulcast)
Länge: 12 Folgen á 25 Minuten
Freigegeben ab: –
Genre: Action, Drama, Supernatural, Fantasy
Sprachen: Japanisch und deutsche Untertitel
Medium: VoD

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