Gesehen: Under the Dog

Im Vorfeld wurde das durch Kickstarter finanzierte Projekt Under the Dog hoch gelobt. Versprochen wurde ein Anime im Stil von Akira und Ghost in the Shell, aber wurde das Versprechen auch gehalten?

Worum geht es?

Die Geschichte von Under the Dog spielt im Jahr 2025 in Tokio, 5 Jahre nach dem die Olympischen Spiele in Tokio von einer Terroristen-Gruppen attackiert wurden. Im Zuge dieser Tragödie gründet die UN eine Spezialeinheit, die sich um die Eliminierung der Terroristengruppe kümmern soll. Anthea Kallenberg, ein Mädchen mit schwedischen Wurzeln, ist Mitglieder dieser Spezialeinheit. Ihre Kampffähigkeiten sind außergewöhnlich und sie ist ein tödlicher Attentäter, nur weiß sie nicht, wer sie wirklich ist.

Die Story

Da der Anime „nur“ 38 Minuten lang ist, wir die Story dementsprechend schnell erzählt, außerdem muss man ehrlich mal sagen, dass die Storybeschreibung schon etwas seltsam ist, denn der Film geht in eine ganz andere Richtung. Es wird am Anfang versucht Beziehungen zwischen einigen Charakteren aufzubauen, das reicht aber bei weitem nicht. Dafür haut der Action-Teil allerdings richtig rein. Dabei wird dieser Teil allerdings sehr gut erzählt und das Ende nimmt einen dementsprechend auch mit. Insgesamt bleibt es aber dabei: Durch die kürze des Anime fehlen Teile der Story und es bleiben Fragen offen. Natürlich ist auch die Idee irgendwie nicht ganz neu, das macht in diesem Fall aber überhaupt nichts, denn es hieß ja im Vorfeld „An dem Stil von Akira usw. angelehnt“ und daher findet man auch Elemente davon in der Idee des Anime wieder. Da merkt man auch recht schnell, dass die Story 1994 geschrieben wurde.

Die Charaktere

Ein wenig Sympathie kann man schon aufbauen, denn einige Charaktere sind gut umgesetzt worden. Auch wenn es schwierig ist, denn viel bekommt man nicht vom eigentlichen Leben mit. In der kurzen Zeit ist das allerdings auch nicht möglich, auch wenn hier und da ein wenig mehr Hintergründe gut gewesen wären. Einige Charaktere bleiben dadurch leider total im Dunkeln.

Die Animation

Hier können sich viele Anime mehr als nur eine Scheibe abschneiden. Also als erstes die Antwort auf die Frage „Ist er nun am Stil von Akira und Ghost in the Shell angelehnt?“: Ganz klar JA! Als Akira Fan würde ich soweit gehen und sagen „So würde Akira aussehen, wenn er 2016 produziert worden wäre“. Es wurde auf viele kleine Details geachtet, alles wirkt sehr lebendig und die Charakterdetails sind beeindruckend. Es wirkt auch nichts überzogen.

Dazu kommt, dass die Animation super gelungen ist, die Bewegungen der Charaktere sind sehr gut zu verfolgen und auch in den schnelleren Szenen ändert sich das nicht. Können nicht mehr Anime so sein?

Der Sound

Hier wurde ebenfalls sehr viel wert auf Details gelegt. Wenn ein Helikopter feuert, dann hört sich das auch genauso an und nicht so als hätte man tief in die Trickkiste gegriffen. Das ist bei allen Geräuschen so. Der Restliche Sound ist ebenfalls sehr gut geworden. Der Ending Theme passt zwar sehr gut zum Anime, ist aber eher ein Song, den man auch ignorieren könnte.

Die Synchronisation

Endlich mal Amerikaner die richtig sprechen und nicht mit zig Akzenten, wie man das sonst immer gewöhnt ist. Hier wurde also auch wieder viel wert auf Details gelegt. Die restlichen Synchronstimmen passen ebenfallls zu den jeweiligen Charakteren und egal welche Sprache, immer wieder wurde eine passende Formulierung gewählt.

Extras

(wird nicht bewertet)
Da es sich um einen Download handelt, gibt es natürlich keine Extras

Info

Under the Dog
© Kinema Citrus

Under the Dog
Original Name: アンダー・ザ・ドッグ
Transkription: Andā za Doggu
Studio: Kinema Citrus
Regisseur: Masahiro Andō
Drehbuch: Jiro Ishii. Yukinori Kitajima, Keigo Koyanagi
Musik: Kevin Penkin
Erschienen am: 1. August 2016 (für Förderer)
Länge: 31 Minuten (effektiv 28 Minuten)
Freigegeben ab:
Genre: Science Ficition, Thriller
Sprachen: Japanisch
Medium: Download


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