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Gintama Volume 3 (Blu-ray) – Amnesie, Weihnachten und die erste Beziehung

Am 21. August erschien beim Publisher KSM Anime die dritte Box des beliebten Shōnen-Anime Gintama mit den Episoden 25 bis 37.

Gintama spielt in einer alternativen Welt zum Ende der Edo-Periode im 19. Jahrhundert. Außerirdische, die sich Amanto nennen, haben in Japan die Macht ergriffen und das Tragen von Schwertern verboten. So kam es zum Niedergang der Samurai. Doch Gintoki Sakata fühlt sich weiterhin den Idealen der Samurai verpflichtet und trägt ein (Holz-)Schwert. Weil er sein altes Leben nicht mehr fortsetzen kann bzw. will, beginnt Gintoki ein neues Leben als „jack of all trades“, wobei er für Geld fast alle Aufträge annimmt. Seiner selbst gegründeten „Alles-Agentur“ (Yorozuya) schließen sich der junge Shinpachi Shimura, das Amanto-Mädchen Kagura und ihr pelziger Begleiter Sadaharu an. Gemeinsam stellen sie die Stadt Edo mehr auf den Kopf, als sie Aufträge erfüllen können.

Gintama
© Hideaki Sorachi / Shueisha • TV-Tokyo • Dentsu • Sunrise

Bekloppt und klischeehaft, aber mit Stil!

In den Episoden 25 bis 37 geht es weiter mit neuen verrückten Abenteuern von Gintoki und seinen Freunden. Nach dem gewohnten Schema werden in jeder Episode einzelne Geschichten abgehandelt, doch erneut tummeln sich darunter ebenso einige Doppelfolgen. Humor, Satire und Parodie halten sich auf dem bisherigen, hohen Niveau, sodass selbst die größten Flachwitze trotz Vorhersehbarkeit lustig sein können. In diesem Volume werden unter anderem Das Schloss im Himmel und Detektiv Conan gewitzt auf die Schippe genommen. Doch natürlich betrifft das nicht bloß Anime, auch das Fernsehen generell oder die japanische Kultur bekommen weiterhin ihr Fett weg. So zieht beispielsweise Shinpachi die Sendezeiten durch den Kakao, während Gintoki und Kagura mithilfe von Standbild und sinnfreien Dialogen die Episoden bewusst in die Länge ziehen.

Die eigentliche Handlung befasst sich mit unterschiedlichsten Themen wie Amnesie, die erste Beziehung oder verdächtig merkwürdige Sekten. Verpackt wird das Ganze fast immer in einem lächerlich-komischen Setting, doch einige Episoden können in gewissen Situationen sogar ziemlich ernst und sogar tragisch werden.

Gintama
© Hideaki Sorachi / Shueisha • TV-Tokyo • Dentsu • Sunrise

Von einer Entwicklung der Charaktere kann bisher nicht großartig die Rede sein. Nicht ohne Grund sind die meisten von ihnen äußerst kindisch und nicht ernst zu nehmen – aber genau diese unreife Verrücktheit macht Gintama schließlich aus, vor allem im Fall Gintoki. Die Shinsengumi zeigt sich ebenfalls wieder von ihrer besten Seite – zumindest so weit, wie es für sie möglich ist. Nicht selten bringen die Jungs für Recht und Ordnung noch mehr Chaos als ohnehin schon vorhanden ins Spiel. Sei es nun durch den Verfolgungswahn, ausgelöst durch einen angeblichen Killer, oder die überfürsorgliche Beschattung der Tochter des Chefs – sie bringen den Zuschauern stets zum Schmunzeln.

Die restlichen Nebenfiguren lassen sich natürlich auch öfter mal blicken, manchmal sogar in überaus amüsanten Konstellationen. Unter so zahlreichen neuen Gesichtern kann es auch schon mal vorkommen, dass einige Berühmtheiten darunter sind. In diesem Volume schaffen es nämlich der Weihnachtsmann höchstpersönlich und sein treuer Begleiter in Form eines kleinen Feiertagsspecials auf die Bildfläche. Wie man sehen kann, geht es also wieder rauf und runter.

Gintama
© Hideaki Sorachi / Shueisha • TV-Tokyo • Dentsu • Sunrise

Studio Sunrise liefert für damalige Verhältnisse weiterhin tolle Resultate. Animation und Sound bleiben, mit Ausnahme vom Opening und Ending-Theme, im Vergleich zu den vorherigen Volumes unverändert. Die neuen Theme-Songs „Tooi Nioi“ von YO-KING (Opening 2) und „Yuki no Tsubasa“ von redballoon (Ending 3) setzen den musikalischen Anteil der Serie im gewohnten Stil fort, stechen aus der Masse allerdings nicht wirklich hervor.

Es kann funktionieren, wenn man nur will

Mit jeder weiteren Episode hat das Synchronstudio immer wieder aufs Neue schweren Stoff vor sich liegen, wenn es um die erfolgreiche Übersetzung der Wortspiele, Mehrdeutigkeiten und japanischen Ausdrücke bzw. Floskeln geht. Dass Gintama hierbei ein besonders schwerer Brocken ist, dürfte wohl längst kein Geheimnis mehr sein, da der Humor der Serie größtenteils auf diesen sprachlichen und kulturellen Gegebenheiten beruht. Obwohl es hin und wieder mal vorkommt, dass ein Witz in der deutschen Fassung nicht ganz so gelungen ist wie im Original, kann man sich beim Betrachten des Gesamtbilds eigentlich nicht beschweren. Selbstverständlich funktionieren die Witze auf Japanisch um Längen besser, doch die deutsche Vertonung nur deshalb als Fehlschlag zu bezeichnen, wäre nicht korrekt.

Gintama
© Hideaki Sorachi / Shueisha • TV-Tokyo • Dentsu • Sunrise

Tatsächlich wurde in den bisherigen drei Volumes sehr häufig bewiesen, dass es funktionieren kann, wenn nur die nötige Arbeit dahintersteckt – und das tut sie in diesem Fall zweifelsohne. Je besser man sich im Bezug auf Japan, Anime und Manga auskennt, umso leichter sollte es einem fallen, den Gedanken hinter den Wortspielereien zu verstehen, selbst wenn die Übersetzung mal nicht so gelungen sein sollte.

Extras: Das dritte Volume ist mit einer zusätzlichen Papphülle erhältlich und enthält je zwei Blu-ray-Discs und Postkarten. Auf der Disc kann man sich wie gewohnt Trailer und eine Bildergalerie anschauen.

Gintama
Gintama Volume 3 / © Sumikai

Fazit: Gintama macht weiter wie bisher und damit macht der Anime auch alles richtig. Der Humor und die Sympathie zu den Charakteren halten sich auf einem gleichbleibenden Level und sogar einige ernstere Momente schaffen es vermehrt in das Volume. Wer bis jetzt Spaß an der Serie hatte, wird auch diesmal nicht enttäuscht werden.

Info

Gintama
Gintama / © KSM Anime

Gintama
Original Name: 銀魂
Transkription: Gintama
Studio: Sunrise
Deutscher Publisher: KSM Anime
Regisseur: Shinji Takamatsu (Folge 1–105), Yoichi Fujita (Folge 100–201)
Drehbuch: Akatsuki Yamatoya
Musik: Audio Highs
Erschienen am: 4. April 2006 (Japan), 22. März 2017 (Deutschland – Animax on Demand)
Synchronisation: DMT – Digital Media Technologie GmbH, Hamburg
Dialogregie: Kerstin Draeger
Länge: 201 Episoden (1. TV-Anime-Adaption; Folge 25-37 in Box 3)
Freigegeben ab: FSK 12
Genre: Shōnen, Action, Comedy
Sprachen: Deutsch, Japanisch (deutsche Untertitel)
Medium: Blu-ray / DVD

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