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Reviews Anime Reviews Gintama Volume 4 (Blu-ray) - Das Übliche mit einer Extraportion Unsinn

Gintama Volume 4 (Blu-ray) – Das Übliche mit einer Extraportion Unsinn

Am 23. Oktober erschien beim Publisher KSM Anime die vierte Box des beliebten Shōnen-Anime Gintama mit den Episoden 38 bis 49.

Gintama spielt in einer alternativen Welt zum Ende der Edo-Periode im 19. Jahrhundert. Außerirdische, die sich Amanto nennen, haben in Japan die Macht ergriffen und das Tragen von Schwertern verboten. So kam es zum Niedergang der Samurai. Doch Gintoki Sakata fühlt sich weiterhin den Idealen der Samurai verpflichtet und trägt ein (Holz-)Schwert. Weil er sein altes Leben nicht mehr fortsetzen kann bzw. will, beginnt Gintoki ein neues Leben als „jack of all trades“, wobei er für Geld fast alle Aufträge annimmt. Seiner selbst gegründeten “Alles-Agentur” (Yorozuya) schließen sich der junge Shinpachi Shimura, das Amanto-Mädchen Kagura und ihr pelziger Begleiter Sadaharu an. Gemeinsam stellen sie die Stadt Edo mehr auf den Kopf, als sie Aufträge erfüllen können.

Von Feiertagsstimmung zum üblichen Chaos

Das vierte Volume von Gintama ist wieder einmal voll gespickt mit Fäkal- und Genitalwitzen, dem Durchbrechen der vierten Wand, Anspielungen und Parodien sowie sinnfreien und aus dem Zusammenhang gerissenen Diskussionen. Neben Naruto, den Power Rangers und zahlreichen weiteren Werken werden diesmal selbst reale Personen wie Michael und Janet Jackson, die nicht aus Japan stammen, aufs Korn genommen. In diesen zwölf Episoden fällt allerdings stark auf, dass die anstößigen Witze an Häufigkeit zunehmen und nicht einmal mehr indirekt angedeutet werden. Beispielsweise beklagt sich Gintoki in einer der Folgen durchgehend über seine Beschwerden an einer ganz besonderen, privaten Stelle. Wer also ein Problem mit so etwas hat, sollte vorgewarnt sein.

Gintama
Bild: Hideaki Sorachi / Shueisha • TV-Tokyo • Dentsu • Sunrise

Passend zur Weihnachtsepisode am Ende des vorigen Volumes setzt dieses mit einer weiteren Winterspaßfolge fort, während Gintoki dem armen Hasegawa wie immer einen Job nach dem anderen ruiniert. Im weiteren Verlauf des Volumes wird auch mal vom episodischen Schema abgewichen, sodass wir sogar einen Dreiteiler zu sehen bekommen. Zudem erhält Katsura endlich eine Episode, die sich speziell ihn fokussiert. Zwischen den unzähligen lustigen Momenten stechen erneut einige ernste Situationen hervor, die nicht einmal uninteressant sind und teils sogar emotional werden können.

Die vielen Charaktere mit ihren unterschiedlichen aber sympathischen Eigenarten unterhalten weiterhin die Zuschauer, während vereinzelt einige neue eingeführt werden. Unter anderem handelt es sich hierbei um eine flüchtige Bekanntschaft Gintokis, zwei Schamaninnen und eine wichtige Person aus Kaguras Vergangenheit. Dank letzterer Figur erhalten wir zudem erste genauere Einblicke in Kaguras Vergangenheit, was ihr eine gewisse Charaktertiefe verleiht. Selbst zu Sadaharu gibt es ein wenig mehr Input. Unterdessen richtet die Shinsengumi mehr Chaos an, als sie beseitigen können, und die weibliche Charakterfront streitet sich um den Platz der weiblichen Hauptfigur.

Gintama
Bild: Hideaki Sorachi / Shueisha • TV-Tokyo • Dentsu • Sunrise

Alles beim Alten

Es ist immer wieder verblüffend, wie kreativ die Schöpfer dieser Serie doch sein können und es ständig schaffen, die Animation gewitzt in ihre Gags einzubinden. So läuft Gintoki in Volume 1 noch vor einem Kampf davon, weil dessen Animation angeblich zu aufwendig sei, und nun liegt er zu Beginn einer Episode für ca. 3 Minuten regungslos da, mit einer Schlaflähmung als vermeintliche Ausrede der Animatoren. Qualitativ ändert sich im Vergleich zu den vorherigen Volumes nichts, was der Anime in diesem Fall allerdings auch nicht nötig hat. Gleiches gilt für Sound, bei dem lediglich ein neues Ending auftaucht, das uns parallel zur Musik Fotos vom allseits beliebten Ginpachi-sensei und seiner Klasse zeigt. In Episode 49 dient das Video sogar als Opening-Theme, während das eigentliche Opening die Staffel zum Abschluss bringt.

Gintama
Bild: Hideaki Sorachi / Shueisha • TV-Tokyo • Dentsu • Sunrise

Auch die Synchronisation geht nach dem üblichen Schema und hält sich auf einem zufriedenstellenden Niveau. Zu dem ohnehin schon bunten Cast gesellen sich in diesem Volume u. a. Martin May (Umibouzu) und Saskia Bellahn (Ane) dazu, die man beispielsweise als Kakashi und Tenten aus Naruto bzw. als Hiyoris Vater und Nora aus Noragami kennt. Sie und natürlich auch der Rest der Neubesetzungen liefern dabei eine tolle und überzeugende Leistung ab.

In diesem Volume fällt des Weiteren auf, dass man bei der Übersetzung einiger Wortwitze einen kleinen Schritt weitergegangen ist, um sie den hiesigen Zuschauern ohne das entsprechende Hintergrundwissen effektiver näher zu bringen. So hört man z. B. Kagura in einer Folge beim Niesen “Mike Tyson” rufen, obwohl es in der Originalfassung “Maeda Taison” heißt. Dies fällt aber nicht allzu negativ auf, da der Sinn des Gags dadurch nicht verloren geht und sich zudem auch der Wortlaut stark ähnelt. Solche Punkte fallen jedoch nur auf, wenn man das Original bereits kennt oder beide Tonfassungen gezielt miteinander vergleicht.

Gintama
Bild: Hideaki Sorachi / Shueisha • TV-Tokyo • Dentsu • Sunrise

Extras: Das vierte Volume ist mit einer zusätzlichen Papphülle erhältlich und enthält je zwei Blu-ray-Discs und Postkarten. Auf der Disc kann man sich wie gewohnt Trailer und eine Bildergalerie anschauen.

Fazit: Abgesehen von einigen neuen Charakteren und den immer häufiger zu werden scheinenden Fäkal- und Genitalwitzen bleibt bei Gintama ansonsten alles, was die eigentliche Handlung betrifft, beim Alten. Parallel wird zu manchen Figuren mehr Hintergrundwissen geliefert, während andere wiederum mehr Rampenlicht als sonst abbekommen dürfen. Obwohl der Anime in der Regel einem Schema aus Einzel- und Doppelepisoden folgt, bekommen wir diesmal sogar einen Dreiteiler zu sehen. Nebenbei werden immer mehr Nebenhandlungen gesponnen, die in späteren Folgen wieder Erwähnung finden, was ein wenig für einen roten Faden sorgt.

Info

Gintama
Bild: KSM Anime

Gintama
Original Name: 銀魂
Transkription: Gintama
Studio: Sunrise
Deutscher Publisher: KSM Anime
Regisseur: Shinji Takamatsu (Folge 1–105), Yoichi Fujita (Folge 100–201)
Drehbuch: Akatsuki Yamatoya
Musik: Audio Highs
Erschienen am: 4. April 2006 (Japan), 22. März 2017 (Deutschland – Animax on Demand)
Synchronisation: DMT – Digital Media Technologie GmbH, Hamburg
Dialogregie: Kerstin Draeger
Länge: 201 Episoden (1. TV-Anime-Adaption; Folge 38-49 in Box 4)
Freigegeben ab: FSK 12
Genre: Shōnen, Action, Comedy
Sprachen: Deutsch, Japanisch (deutsche Untertitel)
Medium: Blu-ray / DVD

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