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K Volume 2 (Blu-ray) – Von tragischen und trügerischen Erinnerungen

Am 23. Oktober erschien beim Publisher KSM Anime das vier Episoden umfassende zweite Volume zu K (K-Project). Und nun zweifelt Shiro sogar selbst an seiner Unschuld!

Yashiro Isana ist ein Faulpelz. Er schnorrt Essen von seinen Mitschülern und pennt am liebsten den ganzen Tag auf dem Dach mit seinem Kätzchen. Eines Tages wird er während eines Botengangs für eine Mitschülerin Zeuge eines Bandenkriegs. Als sich die Aufmerksamkeit auf ihn richtet, wird er plötzlich zum Gejagten. Gerettet wird er von Kurou Yatogami, vor dem er kurz darauf jedoch ebenfalls flüchten muss, weil auch der ihm nach dem Leben trachtet. Zuhause angekommen wartet schon der nächste Schock: Auf seinem Bett sitzt ein nacktes Mädchen, das über magische Kräfte zu verfügen scheint und sich mit dem Namen Neko vorstellt. Und dann klingelt Kurou ganz höflich an der Tür …

Ein Flashback kommt selten allein

Weiter geht es mit dem von Albträumen geplagten Mikoto und Yashiro, der durch die grausame Entdeckung in seinem Zimmer nun an seiner eigenen Unschuld zu zweifeln beginnt. Im weiteren Verlauf blickt man immer häufiger hinter die Fassade diverser Charaktere und bekommt so allmählich die Klarheit, auf die bereits gespannt gewartet wurde. So wird sich beispielsweise näher mit der tragischen Geschichte des einst gutmütigen Tatara Totsukas befasst, der schließlich durch die Hand des farblosen Königs starb, für den man Shiro hält. Neben ihm wird parallel auch die Vergangenheit seines und Mikotos Clans HOMRA stärker beleuchtet, sodass Mikoto sogar in seinen jüngeren Jahren auftaucht. Schnell werden dadurch seine fragwürdigen Handlungsweisen geklärt. Wie heißt es nochmal so schön? – Harte Schale, weicher Kern! Für die Ehre und den Schutz seiner Clansmänner tut dieser König nämlich absolut alles. Genau dies ist gleichzeitig der Grund dafür, weshalb er ständig Ärger mit Reisi Munakata und SCEPTER 4 bekommt.

K-Project
Bild: GoRA・GoHands/k-project © Copyright King Record.Co.,Ltd. All Rights Reserved.

Neben Mikoto und Tatara erfahren wir außerdem mehr über den mysteriösen, silbernen und allerersten König und das unklare Verhältnis zwischen Izumo Kusanagi und Seri Awashima. Yashiro darf natürlich nicht fehlen, denn der versucht, trotz starker Bedenken, das Rätsel um seine Identität gemeinsam mit Kurou zu lösen. Wie man sehen kann, werden die zahlreichen Charaktere keinesfalls außer Acht gelassen und offene Fragen werden nach und nach beantwortet. Dabei liegt dem Ganzen weiterhin eine spannende, fesselnde und überaus komplexe Story zugrunde.

Mit ihren individuellen und facettenreichen Persönlichkeiten sorgen die zahlreichen Charaktere für eine gute Mischung aus Spannung, Dramatik und sogar einer kleinen Portion Comedy. Für die meisten von ihnen kann man sehr schnell problemlos Sympathien entwickeln und ihre Beweggründe mit jeder Episode mehr nachvollziehen – zumindest im Regelfall. Selbst der farblose König tritt, wenn auch nur kurz, erneut auf die Bildfläche und sorgt für mächtig Tumult. Inwiefern dieses Individuum nun mit Yashiro zusammenhängt, bleibt zwar noch unbekannt, jedoch deutet sich schon eine gewisse Erklärung an. Wer also wissen möchte, was hinter dem großen Geheimnis um den wahnsinnigen Mörder Tataras steckt, darf sich bereits auf die letzten vier Episoden im dritten Volume freuen.

K-Project
Bild: GoRA・GoHands/k-project © Copyright King Record.Co.,Ltd. All Rights Reserved.

Dynamische Kämpfe vs. nackte Haut

Was die Animation betrifft, folgen diese vier Episoden demselben Schema wie im ersten Volume. Hierbei resultieren wundervoll inszenierte und authentische Hintergründe und eine Farbgestaltung, die ihresgleichen sucht. Wenn man diesen nun fünf Jahre alten Anime mit aktuelleren Titeln vergleicht, ist dies schon ziemlich beachtlich. Die Kämpfe laufen ebenso allesamt flüssig ab sorgen mit der Animation der “Kameraführung”, die die Umgebung beinahe dreidimensional wirken lässt, äußerst dynamisch. Dem wirkt jedoch ständig die liebenswerte, aber anstrengende Neko entgegen, die es sich noch immer nicht nehmen lässt, nackt durch den Bildschirm zu tanzen, wenn auch zensiert. Immerhin beschränkt sich dieser Faktor allerdings nur auf das verspielte Katzenmädchen.

Aber was wäre ein epischer Kampf ohne die dazu passende Musik? Wie erwartet lässt der Soundtrack auch in diesem Volume nicht nach und untermalt durchgehend die Kämpfe, aber auch die normalen Szenen im fast schon perfekten Maße. Die oftmals vom Klavier begleitete Musik bezirzt die Ohren und verstärkt parallel dazu den emotionalen Effekt in gewissen Situationen. Hier kann man Studio GoHands und Mikio Endō wirklich nur ein Lob aussprechen. Zusätzlich gibt es in diesem Volume ein alternatives Ending, das von Tatara Totsukas Originalsprecher Yuki Kaiji gesungen wird.

K-Project
Bild: GoRA・GoHands/k-project © Copyright King Record.Co.,Ltd. All Rights Reserved.

Über die bisher hörbaren Charaktere haben wir beim letzten Mal bereits ausführlich gesprochen. Im Grunde hat sich bei diesen Figuren auch nichts großartig geändert, abgesehen davon, dass man sich mittlerweile an die anfangs ungewohnten Stimmen bestimmter Charaktere gewöhnt haben dürfte. Mit der fortlaufenden Handlung stoßen aber auch einige neue Gesichter (und Stimmen) dazu, so wie Bernd Kuschmann als Daikaku Kokujouji, oder Dirk Stollberg als Tatara Totsuka. Die Sprecher der neuen Figuren sind allesamt gut gewählt.

Daraus folgt schließlich eine gut umgesetzte und überzeugende deutsche Synchronisation des zweiten Volumes. Eine kleine Schwierigkeit, die allerdings nicht zu umgehen war, ist das Vorkommnis einiger deutschsprachiger Ausdrücke in der japanischen Originalfassung, die sich bei uns logischerweise schlecht übersetzen lassen.

Extras: Das zweite Volume von K enthält wie üblich Trailer und eine Bildergalerie auf der Disk.

Fazit: Im zweiten Volume werden endlich einige Hintergrundgeschichten und Fakten über die Könige preisgegeben, wodurch die komplexe Handlung auf mehr Verständnis bei den Zuschauern stößt. Durch die zahlreichen Flashbacks, Wendungen und Auftritte neuer Charaktere wird die Story immer spannender, sodass man direkt alles am Stück schauen möchte. Animation, Sound und Synchronisation halten sich dabei auf einem gleichbleibend hohen Niveau.

Info

K-Project
K | Bild: KSM Anime

K (K-Project)
Original Name: K
Transkription: K
Studio: GoHands
Deutscher Publisher: KSM Anime
Regisseur: Shingo Suzuki
Drehbuch: GoRA
Musik: Mikio Endō
Erschienen am: 5. Oktober 2012 (Japan), 21. August 2017 (Deutschland)
Synchronisation: G&G Studios, Kaarst
Dialogregie: Jörn Friese
Länge: 13 Episoden (Vol. 2: Ep. 6-9)
Freigegeben ab: FSK 12
Genre: Supernatural, Action, Drama, Mystery
Sprachen: Deutsch, Japanisch (deutsche Untertitel)
Medium: Blu-ray / DVD

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