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Maquia – eine Fantasy-Geschichte über Mutterliebe, Sehnsucht und Zeit

Universum Film bringt das Fantasy-Drama “Maquia – Eine unsterbliche Liebesgeschichte” am 16. und 19. Mai in über 150 deutsche Kinos. Wir durften schon einmal reinschauen und wollen euch den Film etwas näher bringen.

Der Film erzählt die Geschichte von Maquia, einem 15-jährigen Mädchen der Gemeinschaft der lorph. Die Mitglieder der Iorph erreichen ein ungewöhnlich hohes Alter, behalten aber zeitlebens ihr jugendliches Aussehen. Fernab von der Welt der Menschen weben sie tagein, tagaus die Ereignisse der Welt in geheimnisvolle Tücher – Hibiol genannt. Als die lorph von der Armee der Mezarte angegriffen werden, gibt es viele Opfer. In dem Durcheinander des Angriffs wird Maquias Freundin Leylia, die Anführerin der Iorph, entführt. Maquia jedoch gelingt die Flucht. Sie findet im Wald einen hilflosen Säugling, den sie Eriol nennt und fortan wie ihren eigenen Sohn aufzieht. Während Eriol jedoch normal heranwächst, wird Maquia äußerlich nicht älter…

Bild: P.A. Works, Sayonara no Asa ni Yakusoku no Hana o Kazarō

Also ein Drama wie immer?

Den Film hindurch begleitet der Zuschauer die Lebensgeschichte von Eriol und Maquia, welche immer kurzweilig und abwechslungsreich bleibt. Jedoch nicht den Fokus auf den, sich durch den ganzen Film ziehenden, Hauptstrang verliert. Auf typische Klichees und überzogene Charaktere wurde größtenteils verzichtet.

Die farbenfrohe Welt von Maquia ist in typischer Fantasy-Manier mit Elementen wie Rittern, Schlössern, Drachen und Fabelwesen gefüllt – bleibt jedoch nahe genug an der Realität, als dass der Zuschauer sich jederzeit in die Welt hinein versetzen kann. Durch die sehr detailreichen Hintergründe und die bildgewaltige Animation ist der Film auch optisch sehr ansprechend.

Die Drehbuchautorin Mari Okada, bekannt unter anderem durch Serien wie AnoHana oder Rozen Maiden, führt bei MaquiaEine unsterbliche Liebesgeschichte erstmals Regie. Er ist der erste Film in Spielfilmlänge des Studios P.A. Works (True Tears, Angel Beats!) und wurde bereits Anfang 2018 in Japan im Kino gezeigt.

Leider wird durch den deutschen Verleihtitel “Eine unsterbliche Liebesgeschichte” beim Zuschauer vorab ein völlig falsches Bild vermittelt, welche Themen der Film anspricht und wirkt daher vermutlich auf einige potentielle Kinobesucher eher abschreckend. Dies wird im englischen mit “When the Promised Flower Blooms” (Wenn die verheißene Blume blüht) – welches auch näher am japanischen Original ist – besser vermittelt.

Bild: P.A. Works, Sayonara no Asa ni Yakusoku no Hana o Kazarō

Synchronisation und Ton

Die Synchronisation wurde von Scalamedia in München durchgeführt und es sind bekannte Sprecher (Maximilian Belle als Erial, bekannt aus Your Voice als Shouki oder your name. als Taki) und unbekanntere (Kathrin Hanak als Maquia) zu hören. Insgesamt hat man für die Synchronisation passende Stimmen gefunden und es ergibt sich ein rundes Gesamtbild, was sich hören lassen kann.

Einziger Minuspunkt: Die Tonabmischung ist sehr flach und es wurde sich sehr auf mittige frontale “Beschallung” konzentriert. Dadurch kommt auch in Kampfszenen leider die Aktion nicht wirklich beim Zuschauer an. Da dies aber auch in der japanischen und englischen Fassung der Fall ist, wurde dies wohl leider bereits im Original vernachlässigt. Anscheinend ist dies jedoch auch dem deutschen Synchronstudio aufgefallen und an passenden Stellen wurde zumindest für die Synchronisation die Möglichkeiten von Surroundsound (unterschiedliche Position der Charaktere, Änderung der Position des Sprechers im Raum) ausgenutzt.

Fazit

Maquia ist ein außergewöhnliches Fantasy-Drama welches sich durch seine abwechslungsreiche Geschichte vom Einheitsbrei des “Junge erobert Mädchen” Drama-Genre abhebt. Action-Szenen sind gut eingesetzt und der Film zielt deutlich auf ein erwachsenes Publikum ab. Auch wenn die Geschichte anfangs etwas stockt, fesselt sie sehr schnell und kann auch Zuschauer, die sonst dem Genre eher abgeneigt sind, überzeugen. Der Film erzählt auf herzerwärmende Weise von Liebe, Freundschaft und Vorbildern und setzt sich mit Unsterblichkeit und Verlust auseinander.

Der Film wird in ausgewählten Kinos wahlweise als OmU oder in der deutschen Synchronfassung am 16. und 19. Mai zu sehen sein.
Die deutsche DVD/BD Fassung wird voraussichtlich noch dieses Jahr erscheinen.

Info

Bild: P.A. Works, Sayonara no Asa ni Yakusoku no Hana o Kazarō

Maquia – Eine unsterbliche Liebesgeschichte
Original Name: Sayonara no Asa ni Yakusoku no Hana o Kazarō
Studio: P.A. Works
Deutscher Publisher: Universum Film
Regisseur: Mari Okada
Drehbuch: Mari Okada
Musik: Kenji Kawai
Erscheint am: Mai 2019 im Kino
Synchronisation: Scalamedia GmbH
Dialogregie: Stephanie Kellner
Länge: 115 Minuten
Freigegeben ab: 12 Jahren
Genre: Drama, Abenteuer

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