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Nagi no Asukara Volume 1 (Blu-ray) – Der etwas andere Romance-Anime

Am 15. März veröffentlichte KSM Anime das erste Volume des TV-Anime Nagi no Asukara. Wir haben uns für euch die ersten sechs Episoden genauer angeschaut.

Die Geschichte handelt von Hikari, Manaka, Chisaki und Kaname, die als Fischmenschen im Meer leben. Als ihre Schule allerdings geschlossen wird, müssen die vier auf die Schule an Land gehen. Dort begegnet man ihnen mit Vorurteilen, sodass es natürlich zum Streit kommt. Als Manaka, wieder von Mitschülern gehänselt, Reißaus nimmt und eine Böschung hinunterstürzt, wird sie von Tsumugu Kihara gerettet, der ihr schon in der Klasse durch seine andere Art aufgefallen ist. Doch leider ist Manakas Kindheitsfreund Hikari nicht sehr begeistert davon, dass sich Manaka mit einem Menschenjungen anfreunden möchte. Doch es wartet ein noch größeres Problem auf sie.

Nanu, keine Schwanzflosse?

Nagi no Asukara spielt in einer alternativen Welt zu unserer, die sich in nur einem Punkt zu unterscheiden scheint. Neben den normalen Menschen koexistieren Fischmenschen, die – logischerweise – unter Wasser leben. Ermöglicht wird ihnen dies durch das sogenannte “Ena”. Hierbei handelt es sich um die Haut der Fischmenschen, die wie Kiemen funktioniert. Optisch unterscheidet es sich nur darin, dass es schimmert und glitzert sobald das Sonnenlicht darauf scheint. Die Fischmenschen können zwar an Land überleben, benötigen nach einer gewissen Zeit jedoch wieder Kontakt mit Salzwasser, da ihr Ena ansonsten austrocknet.

In der Serie glauben die Menschen an einen Meeresgott, der über die Fischmenschen wacht. Als Beschützer und Beobachter des Meeresdorfes Shioshishio dient Uroko-sama, der ein Teil des Meeresgottes ist. Trotz seiner faulen und perversen Persönlichkeit genießt er großes Vertrauen seitens der Bewohner und weiß stets die richtigen Worte zu finden, selbst wenn die Leute diese nicht immer gern zu hören bekommen.

Nagi no Asukara
Bild: Project-118/Nagi-Asu Production Committee

Vorurteile gibt es überall

Hikari und seine drei Kindheitsfreunde Manaka, Chisaki und Kaname sehen sich gezwungen, eine Schule an Land zu besuchen, da ihre geschlossen wurde. Jeder von ihnen sieht diesen Umstand auf seine Weise. Manaka ist sehr ängstlich und nervös, aber gleichzeitig aufgeregt, da sie sich gerne mit ihren neuen Mitschülern anfreunden möchte. Hikari hingegen ist gar nicht froh über die Situation und legt sich ständig mit seinen Klassenkameraden an, um seinen Stolz zu beweisen und vor allem den seiner besten Freunde zu wahren – allen voran Manakas. Kaname und Chisaki verhalten sich im Vergleich dazu eher neutral und handeln situationsbedingt.

In den ersten Episoden leben sich die vier Jungendlichen in ihren neuen Schulalltag ein und werden mit verschiedensten Konflikten konfrontiert. Nicht alle haben jedoch mit ihrem Ursprung zu tun, denn hinzu kommt noch ein mächtiges Gefühlschaos untereinander, wie es für die Jugend nicht untypisch ist. Als Tsumugu Kihara sich mit Manaka anfreundet, bringt dies die Kugel erst recht ins Rollen. Doch auch Hikaris ältere Schwester Akari und einige andere Charaktere haben ihr Päckchen zu tragen und ergänzen die Handlung um weitere Stränge.

Die Story ist eine gute Mischung aus Slice of Life, Romance und Drama mit kleinen Fantasy-Elementen, die das eigentliche Geschehen nicht überdecken. Die Fokus liegt auf den fünf Hauptfiguren Hikari, Manaka, Tsumugu, Kaname und Chisaki sowie ihren Beziehungen untereinander. Der Zuschauer verfolgt diese fünf Figuren durch ihren gemeinsamen Alltag, bei dem sie ihre Probleme, Konflikte und Gefühle bewältigen müssen.

Nagi no Asukara
Bild: Project-118/Nagi-Asu Production Committee

Hikari ist zwar ziemlich hitzköpfig und vorlaut, aber im Herzen ein guter Mensch, der sich um seine Liebsten sorgt. Die unschuldige Manaka macht sich ebenfalls viele Gedanken um ihre Freunde, manchmal sogar so sehr, dass sie sich für vieles selbst die Schuld gibt. Chisaki ist ein kluges und nettes Mädchen, das schnell an Beliebtheit gewinnt, jedoch ihren eigenen Gefühlen im Weg steht. Kaname ist der rationale und bedachte Kopf der Gruppe, der sich gut in andere hineinversetzen und dadurch gewisse Konflikte erfolgreich lösen kann. Tsumugu ist ein mysteriöser Junge, der stets ruhig bleibt und sich erst nach und nach öffnet. Er liebt das Meer und bewundert dessen Bewohner, sodass sein größter Wunsch darin besteht, selbst einer von ihnen zu sein. Dies ist auch der Grund, weshalb er sich so schnell in die kleine Gruppe einfügen kann, obwohl Hikari immer wieder mit ihm wetteifern möchte.

Der Anime legt einen interessanten Start hin, der ihn zwar nicht zum Meisterwerk macht, aber dennoch auf seine Art und Weise einzigartig gestaltet. Die Handlung ist gut überschaubar und wächst dem Zuschauer gemeinsam mit den Charakteren ans Herz. Wer nach einem Romance-Drama der etwas anderen Art sucht, dürfte hier schnell fündig werden.

Animation & Sound

Der Stil ist sehr weich gezeichnet und ähnelt trotz des Seinen-Genres einem Shōjo-Anime. Die Animation verläuft flüssig und kommt vor allem bei den authentisch gehaltenen Hintergründen zur Geltung. Besonders positiv fallen hierbei die Szenen am bzw. im Wasser auf.

Nagi no Asukara
Bild: Project-118/Nagi-Asu Production Committee

Der Soundtrack sticht zwar nicht großartig aus der Masse heraus, kann sich aber dennoch gut hören lassen und untermalt die Szenen immer auf eine gelungene Weise, ohne sich zu sehr in den Vordergrund zu drängen. Opening und Ending-Theme werden jeweils von Ray und Nagi Yanagi beigesteuert. Beide Songs sind schön anzuhören und heben die fantastische Atmosphäre des Anime hervor.

Den Hauptcast der deutschen Synchronisation bilden Tim Kreuer (Rock Lee aus Naruto, Akihito Kanbara aus Beyond the Boundary, Brian Brandon aus B: The Beginning), Liza Ohm (Aiha aus Noragami, Natalie aus Glitter Force Doki Doki), Leoni Kristin Oeffinger (Natsuki Nitou aus The Anthem of the Heart, Amira aus Rage of Bahamut: Genesis), Flemming Stein (Arthur Pendragon aus The Seven Deadly Sins, Patrick Yang aus Comet Lucifer) und Timo Kinzel (Sagaru Yamazaki aus Gintama, Suzuha aus Noragami). Des Weiteren gesellen sich noch weitere Sprecher wie Manuela Bäcker, Eberhard Haar, Martin May oder Linda Fölster dazu. Die Vertonung ist überzeugend und gelungen umgesetzt und sorgt, wenn es darauf ankommt, für eine glaubwürdige, emotionale Atmosphäre. Wahlweise kann man wie gewohnt auf die Originalfassung umschalten.

Extras: Die Limited Edition von Nagi no Asukara erscheint mit einem Sammelschuber zum ersten Volume. Auf der Disc sind wie immer Trailer und eine Bildergalerie enthalten.

Fazit: Wer entspannt eine gelungene Mischung aus Romance und Drama-Anime im Fantasy-Setting schauen möchte, trifft bei Nagi no Asukara die richtige Wahl. Die Story als solche ist zwar nichts Neues, jedoch wird diese durch die Fantasy-Elemente erfolgreich aufgefrischt und bereichert. Zudem sind Animation und Stil sehr schön anzusehen. Einen Blick ist Nagi no Asukara auf jeden Fall wert.

Info

Nagi no Asukara
Bild: Project-118/Nagi-Asu Production Committee | KSM Anime

Nagi no Asukara
Original Name: 凪のあすから
Transkription: Nagi no Asukara
Studio: P.A.Works
Deutscher Publisher: KSM Anime
Regisseur: Toshiya Shinohara
Drehbuch: Mari Okada
Musik: DEPAPEPE, Saigenji, Shunsuke Kawata, Yoshiaki Dewa, Zentaro Watanabe
Erschienen am: 3. Oktober 2013 (Japan), 15. März 2018 (Deutschland)
Synchronisation: DMT – Digital Media Technologie GmbH, Hamburg
Dialogregie: Kerstin Draeger
Länge: 26 Episoden (Vol. 1: Ep. 1-6)
Freigegeben ab: FSK 6
Genre: Romance, Slice of Life, Fantasy, Drama
Sprachen: Deutsch, Japanisch (deutsche Untertitel)
Medium: Blu-ray / DVD

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