One Punch Man Volume 2 (Blu-ray) – Die Helden-Vereinigung bloß ein Haufen von Heuchlern?

Am 30. Juni veröffentlichte Kazé das zweite Volume der beliebten Action-Komödie One Punch Man. Diesmal prügeln wir uns durch die Episoden 5 bis 8.

Die Serie dreht sich um den besagten Titel-Helden alias Saitama, der zum Spaß zu einem Superhelden geworden ist und so hart trainiert hat, dass ihm die Haare ausgefallen sind. Dafür kann er jetzt jeden Feind mit nur einem Schlag besiegen. Doch das hat auch seine Nachteile. Gerade weil er die Kämpfe aufgrund seiner Stärke so leicht gewinnt, ist der Held gelangweilt und frustriert. Saitama verliert die Lust am Kämpfen und beinahe sämtliche Emotionen wie Angst, Freude oder Zorn. Es gilt für ihn, die Vorzüge zu entdecken, die solche Kräfte mit sich bringen können …

One Punch Man
One Punch Man © ONE, Yusuke Murata/SHUEISHA, Hero Association HQ

Die Prinzipien eines Helden

In den Episoden 5 bis 8 begleiten wir zu Beginn Saitama und Genos in die Prüfungen der Helden-Vereinigung, wo sie sich zur Anerkennung als Profi-Helden qualifizieren möchten. Saitama hofft darauf, dass er dadurch endlich als offizieller Held akzeptiert wird, doch das läuft nicht ganz so ab, wie er es sich vorgestellt hat.

One Punch Man
One Punch Man © ONE, Yusuke Murata/SHUEISHA, Hero Association HQ

Die Ironie in diesem Anime kennt beinahe keine Grenzen. Die Mehrheit der Helden konzentriert sich viel stärker darauf, ihre Angriffe zu bennen und laut zu rufen, oder absichtlich dem Ruf anderer Kollegen zu schaden, um das eigene Ansehen zu steigern, als auf die Dinge, die ein Held normalerweise tun sollte. Hinzu kommen die zahlreichen albernen Namen, die teilweise peinlichen Outfits und die Tatsache, dass sich viele von ihnen selbst mehr lobpreisen als die anwesenden Zivilisten. Anstatt sich um das Wohl der Schwachen zu sorgen, wird sich hier lieber eingenässt – und das ist kein Scherz – oder mächtig aufgeregt, wenn der schöne Pulli beim Anspannen der Muskeln reißt. Dies alles und das Vorangegangene aus dem ersten Volume verdichtet sich zu einer dickflüssigen, ironischen und lächerlich humorvollen Suppe, die sich Satire schimpft.

Nichtsdestotrotz gibt es natürlich auch einige ernstzunehmende Figuren unter den Neuzugängen wie Bang, Sugar Mask oder Metal Knight. Jeder von ihnen ist auf eine andere Weise interessant und sticht aus der albernen und stereotypen Masse hervor. Es kommt sogar vor, dass unter den eher schwächeren Helden mal Größe gezeigt wird, was leider nur mit mächtig viel Prügel seitens der Bösewichte belohnt wird.

One Punch Man
One Punch Man © ONE, Yusuke Murata/SHUEISHA, Hero Association HQ

Allgemein folgt die Story wie gewohnt demselben Schema und zieht alles nur erdenkliche durch den Kakao. Die Mischung aus Comedy und purer Action macht beim Anschauen einfach Spaß, sodass man ein Volume mal schnell mal am Stück konsumieren möchte. Eine gewisse Entwicklung ist zwar schon zu erkennen, jedoch nicht in dem Sinne, dass die Handlung unbedingt spannender wird. Es wird eher ein wenig deutlich, in welche Richtung sich das Ganze entwickeln könnte.

Der Schuh passt immer noch

Wie zu erwarten war, verändert sich die Musik nach vier Episoden natürlich nicht. Der Soundtrack sowie das Opening passen jedoch weiterhin zum Anime wie die Faust aufs Auge. Besonders wenn Saitama oder Genos wieder loslegen, werden Action-Szenen nicht nur sehens- sondern auch sehr hörenswert. Einzig und allein das Ending passt vom Klang her nicht ganz zur Thematik, aber eben das ist wieder einmal typisch One Punch Man. Denn genau weil der Song nicht zur ganzen Action und dem Geprügel passt, ist dessen Einsatz umso amüsanter.

One Punch Man
One Punch Man © ONE, Yusuke Murata/SHUEISHA, Hero Association HQ

Bei den optischen Verhältnissen bleibt ebenfalls alles wie gehabt. Die Action-Szenen sind wie üblich prima inszeniert, das Charakterdesign variiert je nach Situation, Saitamas Glatze glänzt wie immer und die Umgebung sticht ab und an mit Detailreichtum hervor. Die Bewegungsabläufe sind überwiegend flüssig und lassen sich angenehm verfolgen.

Mit all den hinzukommenden Charakteren wächst logischerweise auch der Cast mit. Die vielen neuen Stimmen sind nicht einmal so unbekannt, sodass der ein oder andere aufmerksame Zuschauer mal Mr. Satan (Dragon Ball Z), Gintoki (Gintama), Inspektor Yagami / King Bradley (Death Note / Fullmetal Alchemist: Brotherhood) oder Light / Satoru (Death Note / Erased) heraushört. Das sind nur wenige Beispiele, doch es macht sich bemerkbar, dass man trotz der Vielzahl an Charakteren nicht an bekannten und beliebten Sprechern gegeizt hat. Qualitativ stimmt weiterhin ebenso alles, sodass man den Anime beruhigt in deutscher Sprache genießen kann, sofern man diese allgemein nicht ablehnt.

One Punch Man
One Punch Man © ONE, Yusuke Murata/SHUEISHA, Hero Association HQ

Extras: Dem zweiten Volume liegen ein Booklet, Artboard und Aufkleber bei. Auf der Disk sind ein Interview mit der Band JAM Project, die das Opening performte, und erneut zwei OVAs zu finden.

Fazit: Das zweite Volume ergänzt zum ohnehin lächerlich-lustigen Anime zahlreichen Zuwachs. Hier ist ein Charakter „interessanter“ als der andere, sodass es garantiert nicht langweilig wird. An Action wird natürlich weiterhin nicht gespart.

Info

One Punch Man
One Punch Man / © Kazé

One Punch Man
Original Name: ワンパンマン
Transkription: Wanpanman
Studio: Madhouse
Deutscher Publisher: Kazé
Regisseur: Shingo Natsume
Drehbuch: Tomohiro Suzuki
Musik: Makoto Miyazaki
Erschienen am: 5. Oktober 2015 (Japan), 31. März 2017 (Deutschland)
Synchronisation: Oxygen Sound Studios, Berlin
Dialogregie: René Dawn-Claude
Länge: 12 Episoden + 6 OVAs (Vol. 2 mit Episode 5-8 + 2 OVAs)
Freigegeben ab: FSK 12
Genre: Action, Comedy
Sprachen: Deutsch, Japanisch (deutsche Untertitel)
Medium: Blu-ray / DVD

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