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Popkultur Anime Review: The Candidate for Goddess

Review: The Candidate for Goddess

The Candidate for Goddess ist vielen Fans noch aus dem Fernsehen bekannt. Damals konnte man den Anime auf Viva schauen. Jetzt hat Nipponart die Serie nach all den Jahren am 14. Oktober erneut auf DVD herausgebracht und wir freuen uns darüber, hier über diese Gesamtausgabe zu berichten.

Worum geht es?

Im Jahre 4084 ist es der Menschheit gelungen, neben der Erde noch andere Planeten zu bevölkern. Doch die Expansion ins All hat gnadenlose, außerirdische Gegner auf den Plan gerufen, die nun begonnen haben, die Siedlungen der Menschen zu attackieren und zu zerstören. Lediglich der Planet Zion blieb bisher von den Angriffen verschont. Damit dies auch weiterhin so bleibt, werden für die bis an die Zähne bewaffneten Goddess-Kampfroboter neue Piloten gesucht. Einer der Anwärter auf den Job ist der 15-jährige Zero, der alles daran setzt, seinen Traum zu verwirklichen…

© Yukiru Sugisaki·WANI BOOKS / Bandai Visual·TCFG committee All Rights Reserved.

Die Story

Die fortwährende Bedrohung von außerirdischen Lebensformen, den sogenannten Victims, zwingt die Menschen dazu, all ihre Hoffnung auf Fortbestand in die Hände der in der “Goddess Operation Academy”, kurz G.O.A., ausgebildeten Piloten zu legen. Protagonist Zero Enna ist einer dieser Pilotenanwärter, der zu Beginn der Geschichte seine Ausbildung beginnt. Um seinem Ziel, eines Tages die weße Göttin – ein Name, den man den Kampfrobotern wegen ihres Aussehens verliehen hat – zu steuern, näher zu kommen, ist er bereit alles zu tun. Zunächst heißt es aber ab in die Schule, denn der Umgang mit einem Mecha will gelernt sein. Auf der Station der G.O.A. leben zahlreiche Pilotenanwärter, die sich in unterschiedlichen Stadien ihrer Ausbildung befinden. Natürlich lernt man auch die amtierende Pilotengeneration kennen, denn die Akademie ist nicht nur Schule sondern in erster Linie auch ein Kriegsschauplatz. Das wird ziemlich schnell klar, nicht nur durch das in den Episoden gezeigte Geschehen, sondern auch durch die Schilderungen der Erzählerstimme, die die Geschichte immer wieder zusammenfassend kommentiert und dem Zuschauer den breiteren Kontext näherbringt.

© Yukiru Sugisaki·WANI BOOKS / Bandai Visual·TCFG committee All Rights Reserved.

Die eigentliche Handlung beginnt dann als Zero auf der Raumstation ankommt. Dabei begleiten ihn neben dem Chefausbilder Hijikata noch zwei weitere Anwärter: der schweigsame Hiead Gner und der wissbegierige Clay Cliff Fortran.

Natürlich lernt Zero während seiner Ausbildung noch viele andere Anwärter kennen, die unterschiedlich große Rollen in der Geschichte einnehmen sollen.

Die Charaktere

The Candidate for Goddess gestaltet das erste Aufeinandertreffen von Zero und Hiead in ganz typischem Stil: Lernt man Zero als quirligen, lauten Junge kennen, der im ersten Moment fast ein bisschen naiv wirkt, begegnet Hiead dem Zuschauer als Paradebeispiel eines einsamen Wolfs. Er ist schweigsam und wird als das komplette charakterliche Gegenteil von Zero stilisiert, auch wenn beide durchaus ähnliche Vorraussetzungen für den Erfolg in der Pilotenlaufbahn haben. Daneben steht Cliff – neugierig und intelligent – ist er der dritte im Bunde, der sich aus den persönlichen Streitereien zwischen Hiead und Zero weitestgehend heraushält.

Auf der G.O.A. gibt es alllerdings nicht nur Politenanwärter. Eine Goddess braucht neben ihrem Piloten immer auch einen Fluglotsen. Zu diesem Zweck werden Teams gebildet. Zeros Partnerin ist Kizna Towryk, ein junges Mädchen, das eigentlich selbst gerne Pilot geworden wäre. Da allerdings generell die Regel gilt, dass nur Männer die Göttinnen steuern dürfen, blieb ihr nur eine Laufbahn als Mechanikerin einzuschlagen.

Ebenso interessant ist die Persönlichkeit des fortgeschrittenen Anwärter Eerts, der als Top-Schüler gilt und außerdem der jüngere Bruder eines amtierenden Piloten ist. In seiner erstern Szene stellt er fest: “Ich möchte nicht kämpfen” und lässt damit seinen komplexen Charakter durchblicken.

Die Animation

Die Animation kann natürlich nicht aktuellen Anime-Produktionen mithalten. Man muss bei diesem Klassiker unter den Animes eben auch immer im Kopf behalten, dass es sich um den Re-Release einer Serie aus dem Jahr 2000 handelt. Da können Bilder schonmal minimal unscharf wirken. Meiner Meinung nach ist das zwar als winzig-kleines Manko zu nennen, aber gleichzeitig zu vernachlässigen. Denn jedem, der sich diese Serie zulegt, wird klar sein, dass er nicht den gegenwärtigen Standards entsprechen kann. Außerdem hat auch die etwas ältere Kunst durchaus ihren Charme.

© Yukiru Sugisaki·WANI BOOKS / Bandai Visual·TCFG committee All Rights Reserved.

Hin und wieder wurde auch deutlich sichtbar CGI verwendet, optisch passen sich diese Sequenzen dennoch sehr gut dem Zeichenstil an.

Der Sound

Der Sound passt perfekt zu einem Science-Fiction Anime. Die Musik zieht einen beim Schauen geradezu mit hinein in die Schlachten, die im Weltlall ausgefochten werden. Auch Effekte wirken durchweg atmosphärisch und unterstützen das Gesamtkonzept des Anime. Elektronisch verzerrte Durchsagen durch die auf der Raumstation installierteren Lautsprecher wirken durch den metallischen Klang fast echt. Kampfgeräusche sind ebenso glaubhaft dargestellt.

Die Synchronisation

Man kann den Anime auf der DVD entweder in deutscher Synchronisation anschauen, oder auf Japanisch mit deutschen Untertiteln laufen lassen. Ich halte die deutsche Synchronisation durchaus für gelungen – die Stimmen passen gut zu den jeweiligen Charakteren und die Dialoge wirken gut umgesetzt. Protagonist Zero erhielt die Stimme von Philipp Moog, den man auch als Legolas kennt und Hieads Stimme ist die von Edward Cullen, der auch von Johannes Raspe gesprochen wurde. Die Besetzung ist also alles andere als unbekannt.

Extras
Die neuaufgelegte Gesamtausgabe von Nipponart kommt in einem praktischen Sammelschuber daher und außerdem liegen ihr als kleine Goodies ein Poster und ein Sticker bei. Auf den jeweiligen DVDs befinden sich außerdem unter den Extras immer einige Interviews und Sprachaufnahmen aus Japan. Auf der ersten DVD gibt es zusätzlich noch die Version des Openings und Endings ohne die vor den Episoden eingespielten Textlöcke.

Info

The Candidate for Goddess
The Candidate for Goddess / © Nipponart

Name eintragen The Candidate for Goddess
Original Name: 女神候補生
Transkription: Megami Kōhosei
Studio: Xebec
Deutscher Publisher: Nipponart
Regisseur: Mitsuru Hongo
Drehbuch: Mitsuru Hongo
Musik: Tomoyuki Asakawa
Erschienen am: 14. Oktober 2016
Synchronisation: Circle of Arts
Dialogregie: Torsten Münchow, Susanna Sandvoss
Länge: ca. 300 Mintuen
Freigegeben ab: FSK 16
Genre: Action, Sci-Fi
Sprachen: Deutsch, Japanisch
Medium: DVD

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