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To Love Ru: Darkness Vol. 1 – Noch mehr Aliens, noch mehr Panties

Im Jahr 2012 erschien in Japan die Anime-Adaption des Manga To Love Ru: Darkness. Nachdem Filmconfect bereits die beiden Vorgänger-Staffeln nach Deutschland gebracht hat, soll nun auch die dritte ihren Weg in die heimischen Regale finden.

Mittlerweile ist das To Love Ru-Franchise neben anderen bekannten Vertretern, wie High School DxD und The Testament of Sister New Devil, eine etablierte Größe im Ecchi-Genre. Wie schon die vorangegangenen Adaptionen setzt auch To Love Ru: Darkness auf Aliens, Action und vor allem reichlich Brüste und Höschen, und das auch noch unzensiert. Doch ob die Serie neben diesen Dingen noch etwas zu bieten hat und dies ausreicht, um den geneigten Zuschauer zu fesseln, zeigen wir in diesem Review.

bild: XEBEC

Der Harem-Plan

Die neue Staffel knüpft dort an, wo die alte endete. Nach seinem versehentlichen Liebesgeständnis an einige der Mädchen muss Rito nun versuchen, mit den Konsequenzen klarzukommen und alles wieder in Ordnung zu bringen. Dabei ist Momos Plan, gegen dessen Willen einen Harem um Rito aufzubauen, wenig hilfreich. Hinzu kommt außerdem, dass sich schon wieder neue Aliens auf die Erde begeben. Beispielsweise die fröhliche Mea, die jedoch ein Geheimnis mit sich zu tragen scheint und irgendeine Verbindung zur goldenen Finsternis hat. Somit ist jeder Tag für Rito auch weiterhin garantiert ein Abenteuer und er lässt dabei natürlich kein Fettnäpfchen aus.

Die Serie besteht hauptsächlich aus unabhängigen Folgen, die kleine, in sich geschlossene Geschichten erzählen. Trotzdem empfiehlt es sich, Vorkenntnisse aus den vorherigen Staffeln mitzubringen.

Bild: XEBEC

Immer noch eine Schippe draufsetzen

„Viel hilft viel“ war schon immer das Grundprinzip von To Love Ru und diesem bleibt auch die neue Staffel treu. Sie setzt wie gewohnt auf eine Mischung aus Slice of Life, Ecchi, Action und Comedy. Jede Folge setzt ihren Schwerpunkt auf eine dieser Richtungen und dabei wird so variiert, dass keine Langeweile entsteht. Dieser Mix ist nichts, was man nicht bereits aus anderen Serien kennen würde. Doch To Love Ru bleibt sich treu und besticht mit seinem ihm eigenen Charme.

Natürlich sollte hier keinerlei Innovation erwartet werden. Experimente werden nicht gewagt und auch story-technisch erlebt man keine Überraschungen. To Love Ru: Darkness macht nichts neu, sondern hält weiterhin am altbewährten Konzept fest. Doch das ist nicht unbedingt etwas Negatives. Das Studio XEBEC konzentriert sich auf die Dinge, die es gut kann, und setzt sie zu neuen, unterhaltsamen Geschichten zusammen.

Der Harem wächst weiter

Wie bereits bei Story und Genre-Mix, bleibt auch in puncto Charaktere alles so, wie es immer war. Die bereits vorhandene Riege an Personen bleibt bestehen und wird hin in wieder um einen Neuankömmling erweitert. Hierbei wird jeder Geschmack und vor allem jedes Klischee bedient, das man sich vorstellen kann. Neuheiten sollte man hierbei nicht erwarten. Trotzdem sind alle Charaktere sympathisch, und mit entsprechenden Hintergründen wird ihnen auch etwas Tiefe verliehen. Das ist nicht leicht, da mittlerweile überdurchschnittlich viele Personen Teil der Geschichte sind. Doch da in den einzelnen Folgen der Fokus auf bestimmten Charakteren liegt, ist es möglich, keinen von ihnen zu vernachlässigen. Jedem wird genügend Bildschirmzeit spendiert.

Bild: XEBEC

Worauf man gefasst sein muss, sind die unglaublich vielen Ecchi-Szenen, die teilweise knapp an „Hentai“ vorbeischrammen. Es wird keine Gelegenheit ausgelassen, Höschen oder Busen zu zeigen. Viele der klischeehaften Standard-Situationen werden hier bis aufs Äußerste ausgereizt. Jedoch kann das beinahe nicht als negativer Punkt angesehen werden, da es in dieser Serie nicht unpassende peinliche Szenen einstreuen soll, sondern eher ein Feature und gewissermaßen das Hauptmerkmal der Serie ist. Wenn man sich mit solchen Szenen jedoch nicht anfreunden kann, sollte man einen großen Bogen um die Serie machen. Wer sich allerdings Ecchi-Szenen wünscht, wird hier in jeder Hinsicht zufriedengestellt.

Technisch gibt es leider einiges anzumerken

Die Animationen sind schön gemacht und flüssig, auch an der Soundqualität ist nichts auszusetzen. Die Untertitel lassen jedoch leider sehr zu wünschen übrig. Zum einen ließen sie sich während des Tests weder an der Playstation 4 noch an der Playstation 3 ausschalten, selbst wenn die deutsche Tonspur lief. Manche Sätze wurden zudem erst eingeblendet, wenn sie bereits halb gesprochen waren. In der vierten Folge wurden über eine Minute lang überhaupt keine Untertitel angezeigt.

Zudem sind die Untertitel an die deutsche Synchronisation angepasst. So werden manche Sätze in die Länge gezogen (aus „Ohayou“ wird beispielsweise „Guten Morgen schöner Mann“ gemacht). Zudem sprechen sich fast alle Figuren mit Vornamen und ohne Suffix an. Wenn die deutsche Tonspur läuft, fällt das nicht weiter störend auf. Doch wenn im Japanischen „Onee-chan“ oder der Nachname der Person mit einem höflichen „-san“ verwendet wird, ist trotzdem lediglich der Vorname zu lesen.

Zwar gibt es viel zu bemängeln, doch trotzdem kommt man mit den Untertiteln im Grunde sehr gut zurecht. Sie sind gut lesbar und frei von Syntax-Fehlern.

Im Bezug auf die deutsche Synchronisation gibt es bei To Love Ru: Darkness Verbesserungspotenzial. Einige der Charaktere klingen eher nach erwachsenen Menschen in den späten Zwanzigern, als nach jungen Schülern. Vor allem beim Protagonisten fällt das sehr störend auf. Davon abgesehen, dass manche Stimmen nicht zu den Figuren passen, wurden die Emotionen der Charaktere gut getroffen. Die bereits erwähnte Anpassung der Anreden, wie die Verwendung des Vornamens und das Weglassen der Suffixe, kann der deutschen Tonfassung außerdem als Pluspunkt zugeschrieben werden. Dadurch klingen die Gespräche natürlicher, da diese Floskeln in der deutschen Sprache oft fehl am Platz wirken und von vielen Sprechern unnatürlich ausgesprochen werden.

Trotz der Mängel wird man durchaus gut unterhalten

Zuschauer, die nichts für Ecchi übrig haben, können sich nur schwer mit der Serie anfreunden. To Love Ru: Darkness zielt eindeutig auf Harem-Liebhaber ab. Haben die vorherigen Staffeln gefallen, so kann man auch hier bedenkenlos zugreifen. Doch auch diejenigen, denen die alte Serie nicht zusagte, sollten mal einen Blick wagen. Der Stil der Reihe hat sich seit Motto: To Love Ru verändert und an die aktuelleren Gegebenheiten angepasst.

Info

Bild: Amazon

To Love Ru: Darkness
Original Name: To Loveる -とらぶる- ダークネス
Transkription: To loveru – tora buru – dākunesu
Studio: XEBEC
Deutscher Publisher: FilmConfect
Regisseur: Atsushi Otsuki
Drehbuch: Akira Nishimori
Erschienen am: 6. Oktober 2012 (Japan), 16. März 2018 (Deutschland, Amazon)
Länge: 12 Episoden (Volume 1: 4 Episoden)
Freigegeben ab: 16
Genre: Harem, Action, Fantasy
Sprachen: Deutsch, Japanisch mit dt. Untertitel
Medium: Disk
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Eintrag bei aniSearch

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3 COMMENTS

  1. Die Darkness reihe ist definitiv die beste von den drein. Es sind alle mit dabei, es gibt sehr viel Ecchi, der zwar zum schluss manchmal etwas gezwungen wird aber das besserte sich wieder im laufe der Serie. Es ist und bleibt mein liblings Ecchi-Harem- Anime, die Personen sind sympathisch, das Charakterdesign ist super und jeder findet seinen Favorit in dem Anime. Der Manga ist auch in Deutschland mittlerweile zu Ende. Die Geschichte ist nach 10 Jahren in sich abgeschlossen wie verrate ich natürlich nicht aber die letzten Bände waren super, die Story nimmt weiter fahrt auf, mehr Action gibt es auch und der Ecchi Anteil ist geblieben 😀
    Ich finde es vorallem schön das die Hauptperson die Frauen Respektiert und nicht wie in Highschool DxD alles fanatisch auf Brüste reduziert wird.

  2. Die Darkness-Reihe ist ganz klar meine Lieblingsreihe von To Love-Ru, denn hier geht´s mit dem Fanservice erst richtig los. Das hab ich in den vorherigen Serien ganz klar vermisst.

    Kurze Frage: Hat FilmConfect eigentlich auch schon Darkness 2nd lizenziert?

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