Yosuga no Sora – Das Sora Kapitel: Was wäre wenn Haru und Sora ein Paar werden?

Die kontroverseste Storyline beginnt!

Im Februar 2017 veröffentlichte AniMoon die letzte Ausgabe zu Yosuga no Sora. In Volume 4 geht es mit einer weiteren »möglichen« Version einer Liebesgeschichte weiter: nämlich jener zwischen Haruka und Sora. Die fragwürdigste Route beginnt! Was euch erwartet, wir verraten es euch in dieser Review.

Worum geht es?

Die beiden Geschwister Haruka und Sora werden durch einen tragischen Autounfall zu Waisen, was besonders Sora zu schaffen macht. Haruka beschließt, das Haus seiner Eltern zu verkaufen und mit Sora in eine ländliche Gegend zurückzukehren. Der Junge versucht, nach vorne zu schauen. Sora hält jedoch weiterhin an der Vergangenheit fest und sucht daher Trost bei ihrem Bruder. Während Haruka in der Schule bereits neue Bekanntschaften macht, verlässt Sora zunächst nur selten das Haus. Der Junge macht mit Nao, Akira, Kazuha und Motoka mehrere Bekanntschaften. Besonders Nao hat es Haruka angetan.

Sora gefällt die Situation nicht – möchte sie Haruka eigentlich für sich allein beanspruchen. Demnach versucht Sora, die Aufmerksamkeit ihres Bruders auf sich zu lenken. Schließlich entdeckt Haruka seine Schwester in einer sehr intimen Situation, die ihn nicht mehr aus dem Kopf geht. Doch es entspricht gegen die Moral, seine Schwester zu lieben. Wie wird sich Haruka entscheiden?

Die Story

Über die Hintergründe zur Serie schrieb ich bereits im vorangegangenen Volume. AniMoon Publishing teilte die Episoden je Ausgabe nach der Geschichte des jeweiligen Love Interests auf. So darf sich der Zuschauer in Volume 4 auf die Folgen 1, 7, 10 und 12 freuen, die sich Harukas Beziehung zu seiner Schwester Sora widmen.

Nach wie vor hebt Yosuga no Sora das integrierte Routensystem von der Masse ab. Auch hier stellt der Zuschauer gewisse Storyunterschiede im Bezug auf die Folgen der vorangegangenen Routen fest. Dadurch kommt die kontroverse Geschwisterliebe zwischen Haruka und Sora ins Rollen. Nach Akira, Kazuha und Nao, erhält der Zuschauer also die Möglichkeit, die Liebesgeschichte aus dem Blickwinkel von Sora kennenzulernen.

Aber genau diese hält einige kontroverse Ereignisse parat – angefangen bei einer Masturbationsszene bis hin zu einer tolerierten Romanze zwischen Geschwister. Ich betone es nach wie vor: Im Westen mag so etwas geschmacklos wirken, in Japan ist es weder verboten noch strafbar (Quelle: Wikipedia). Dort sind lediglich inzestuöse Ehen untersagt. Das sogenannte Kinshinsoukan in Anime und Manga ist in Japan populär, gerade weil es von der Gesellschaft verboten wird.

Die erotischen Szenen zwischen Haruka und Sora fallen detailliert aus. Allerdings ist die FSK 16 berechtigt. Gespickt sind die Ereignisse mit klischeehaften Ecchi-Elementen. Nach wie vor steht beides aber nicht im Mittelpunkt der Story.

Die Charaktere

Haruka bleibt sich treu, ist demnach weiterhin ein stereotypischer Ecchi-Protagonist, der seine Umwelt nicht so recht verstehen möchte. Eine doch sehr provokante Szene verleitet ihn relativ zügig dazu, seiner Schwester zu verfallen. Man muss aber dazu sagen: Er hinterfragt durchaus die Beziehung.

Authentisch verhält sich ebenso Nao, die hier zunächst als Harukas Love Interest ins Spiel kommt, allerdings feststellt, dass dessen Gedanken woanders sind. Ihre Reaktion auf Harukas »Frustsex« weiß zu überraschen.

Aus dem traumatischen Verlust von Soras und Harukas Eltern resultierte eine tiefe Verbindung von Sora zu ihrem Bruder. Des Weiteren gab dieser ihr in jungen Jahren einen Kuss, wodurch das Mädchen mit der Zeit immer mehr sexuelle Fantasien mit ihm entwickelte. Harukas und Naos Beziehung löste in ihr starke Verlustängste aus.

Synchronisation

Dem Release liegt neben der deutschen auch die japanische Tonspur bei. Weiterhin wirkt erstere Umsetzung (zumindest auf den Main Cast bezogen) stimmiger. Auf Harukas und Soras Sprecher ging ich bereits näher ein. Und auch der restliche Cast wurde in den vorangegangenen Berichten bewertet.

Extras (wird nicht bewertet)

Die Publikation kommt mit einem 3-Phase-Wechselbild zu Sora und einem Booklet.

Animation & Sound: Bei diesen beiden Punkten ändert sich nichts im Bezug auf die vorangegangenen Volumes, daher verweisen wir auf diese Artikel und gehen in der letzten Ausgabe des Anime noch mal im Endfazit darauf ein.

Info

Yosuga no Sora – Das Sora Kapitel

Original Name: ヨスガノソラ
Transkription: Yosuga no Sora
Studio: feel.
Deutscher Publisher: AniMoon Publishing
Regisseur: Takeo Takahashi
Drehbuch: Naruhisa Arakawa
Musik: Bruno Wen-Li, Manabu Miwa
Erschienen am: Februar 2017
Synchronisation: Oxygen Sound Studios
Dialogregie: ?
Länge: Episode 1, 7, 10 und 12, 100 Minuten
Freigegeben ab: 16+
Genre: Drama, Romantik, Erotik
Sprachen: Deutsch, Japanisch
Medium: DVD, Blu-ray


Yosuga no Sora: Das Sora Kapitel
Fazit
Wir halten das abschließende Volume in den Händen und mit diesem auch das fragwürdigste. Ob man die Geschwisterliebe moralisch vertreten kann, muss jeder für sich entscheiden. Prinzipiell bleibt die Story ihrem Stil treu. Die Figuren verhalten sich authentisch und das Geschehen fokussiert die persönlichen Probleme des jeweiligen Mädchens. Gespickt ist Harukas Beziehung mit dem Love Interest mit Erotik und klischeehaften Ecchi. Beides wird allerdings nicht überstrapaziert dargestellt. Die Animation stammt zwar aus dem Jahr 2010, bleibt aber durchweg auf ein qualitatives Niveau. Auch hat AniMoon mit seinem ersten Anime-Release hinsichtlich der deutschen Synchronisation nichts verkehrt gemacht - die Besetzung passt. Wer also vier Liebesbeziehungen aus einem unterschiedlichen Blickwinkel kennenlernen möchte und keine Abneigung gegen Ecchi oder Erotik besitzt, der sollte Yosuga no Sora eine Chance geben.
Story70
Idee75
Animation85
Charaktere75
Sound85
Synchronisation85
Gina
ich bin eine ziemlich durchgeknallte, aber ruhige Manga-Leserin der 30+-Generation :3

1 Kommentar

  1. Habe auch schon seit ein paar Wochen die 4. Volume und bin sehr zufrieden. Animoon hat alles richtig gemacht.

    Umstrittener Anime hin oder her, man sollte Yosuga no Sora nicht immer nur auf Inzest reduzieren. Wäre genauso wie, wenn man sagen würde, dass Elfen Lied nur aus Splatter und Gore bestehen würde.

    Und seien wir mal ehrlich: Das Sora-Kapitel ist doch eh der beste Arc! 😉 Leugnen nützt nichts.

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