The Legend of Zelda: Breath of the Wild – abgetaucht in Hyrule

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Zu lange ließ Nintendo auf das neue The Legend of Zelda: Breath of the Wild warten. Endlich ist es da und ob es sich lohnt, das erfahrt ihr hier.

Story

„Öffne die Augen.“ Mit diesem ominösen Satz beginnt das Abenteuer. Link liegt in einer Art Wasserbecken und weder er, noch ihr wisst, was passiert ist. Nun liegt es an ihm, seiner Vergangenheit auf die Spur zu kommen, die mysteriöse Stimme zu enttarnen – und ja, was? Ihr habt 100 Jahre in Hyrule verschlafen, es sah noch nie schöner und verlassener aus.

Zur Story werde ich euch nicht viel erzählen können, ohne das es in Spoiler ausartet. Es sei soviel gesagt: es steht euch frei, wann ihr die Hauptstory erkunden wollt. Erneut blickt Ganon euch als Gegner gegenüber, doch bis ihr auf ihn trefft, vergeht viel Zeit. Viele bekannte Namen werdet ihr begegnen, die mit ihren Storys und Nebenquest immer neugieriger auf mehr machen. Wie geht es weiter? Man muss es sofort erfahren, so in etwa war der Gedanke. Aufgrund der Open-World verliert man sich leicht in den zahlreichen Nebenquest, es ist jedoch immer wieder ein einfaches in die Hauptquest und Storyline hineinfinden.

The Legend of Zelda: Breath of the Wild

© Nintendo

Charaktere

Zelda lebt bekanntlich von seinen Charakteren. Ohne Link den Helden oder der Namensgeberin Zelda, wäre es kein richtiges The Legend of Zelda-Spiel. Doch die Welt lebt auch von seinen zahlreichen Neben-Charakteren. Von bekannten Namen wie der Antagonist Ganon, über die weiße Impa gibt es einige Nostalgie und Überraschungsmomente. Nebenbei wird die Welt durch allerlei schrullige Gestalten gefüllt, die mal mehr oder weniger für einen ausgedehnten Lacher sorgen. Diese trefft ihr an den unterschiedlichsten Orten: am Lagerfeuer, auf der Straße, im Wald, aber natürlich auch in Städten. So wirkt das Spiel nie leer, sondern bringt eine angenehme Lebendigkeit mit sich, das große Züge von Rollenspielen aufweist.

Gameplay

The Legend of Zelda: Breath of the Wild ist eines der schwierigsten seiner Reihe. Daher ist es wichtig die unterschiedlichen Mechaniken zu verinnerlichen. Das Spiel hält sich nicht auf mit riesigen Tutorialen, das nötigste wird kurz und knapp erklärt, dann wird man schon in das Spiel geschmissen. Auch passiert es nicht selten, dass man gerade zu Anfang oft stirbt. Sei es ein überstarker Gegner, der Abgrund, dem man zu nahe getreten ist, oder die unterschiedlichen Temperaturen. Die Landschaften mit den jeweiligen Klimazonen sind nicht nur hübsch anzusehen, sondern haben immer ihre eigenen Tücken. So ist es nicht selten, dass, wenn keine passende Kleidung getragen wird, der Held vor Kälte oder Hitze stirbt. Dem kann mit Nahrung ebenfalls entgegen gewirkt werden.

Der Shiekah-Stein ist im Spiel das wichtigste Artefakt. So habt ihr unterschiedliche Funktionen die je nach Dungeon oder Gebiet eingesetzt werden müssen. Dazu gehören beispielsweise Bomben, Magnetismus und das Einfrieren des Wassers. Dadurch könnt ihr das Wasser in Eisblöcke verwandeln und neue Pfade erschaffen oder Felsen sprengen und den Weg frei räumen. Die Rätsel auf den ihr in Dungeons oder in gewissen Gebieten trefft, sind teils sehr knackig gehalten und werden besonders die Rätselfans unter euch freuen. Die fordern euch immer wieder aufs neue heraus und sollten genau bedacht werden. Dafür sind die Dungeons jedoch kürzer gehalten, allerdings bei über 100 Stück kommt keine Langeweile auf.

Vorbei ist die Zeit als mit dem Schwert das Gras gemäht wurde, um swohl Herzen, als auch Rubine zu finden. Eure Waffen und Schilde haben jetzt nur noch eine angemessene Verweildauer, je nach Seltenheit des Schwertes, zerbricht es nach einer gewissen Anzahl. Dementsprechend muss immer für Nachschub gesorgt werden. Das kann bei nicht vorausschauenden Spielen, schnell frustrierend enden. Auch können jetzt unterschiedliche Ressourcen gesammelt werden wie Pilze, Wildfleisch, Eier und Milch. Daraus erstellt ihr unterschiedliche Gerichte die nicht nur euer Leben heilen, sondern auch mit positiven Effekten aufwarten wie Hitzeschutz oder einem verbessertem Schleichen.

Einfach mal eine riesige Horde von Monstern angreifen – das kann schnell im Tod enden. Es ist wichtig die Umgebung genau im Blick zu haben. Schleichen ist in manchen Situationen extrem wichtig, ihr könnt eure Umgebung nutzen um so das hohe Gras anzuzünden oder explosive Fächer abschießen, das hat schon so mancher Horde den gar ausgemacht. Sollte es brenzlig werden, könnt ihr jederzeit unterbrechen und euch mit Gerichten wieder heilen.

Steuerung

Nicht immer sind die Joy-Con optimal in ihrer Steuerung. Ob im TV-Modus oder Handheld-Modus, teils wirkte das ganze ein wenig unhandlig. In besonders brisanten Situationen, wenn es auf Koordination ankommt, sind die kleinen Tasten eher nachteilig. Der Pro-Controller stellt sich dabei als zuverlässiger heraus.

Grafik

Auf perfekte Grafik hat Zelda noch nie gesetzt, dennoch ist es wichtig mit der heutigen Zeit zugehen. Hier und da Kantenflimmern, immer mal wieder matschige Texturen – man merkt die Portierung des Spiels. Man muss sich mit dem einzigartigen Cel-Shading-Stil anfreunden können, wer auf lebensechte Grafik wartet, ist hier falsch. Diese Optik mag dennoch gefallen, es passt sehr gut zum gesamten Setting. Die Landschaft glänzt durch seine Lebendigkeit, das Wehen des Windes, der durch die Wiese zieht, Libellen, die in der in Nähe der Gewässer fliegen oder die magischen Effekte, die eindrucksvoll inszeniert sind. Viele Kleinigkeiten warten entdeckt zu werden. Daneben sind die Animationen zu Pferd besonders lebensnah nachempfunden. Die unterschiedlichen Klimazonen und Wetterlagen sind optisch wunderbar dargestellt, da sieht man über die gelegentlichen Fehler gerne mal hinweg.

The Legend of Zelda: Breath of the Wild

© Nintendo

Sound

Der Sound rundet die Atmosphäre in The Legend of Zelda: Breath of the Wild ab. Neben dem wirklich herausragendem Soundtrack, der nie aufdringlich ist und sich immer perfekt an die Situation anpasst, sorgen die Nebengeräusche für Gänsehaut. Ihr vernehmt das Vogelgezwitscher, das Zirpen der Grillen, das Rascheln des Grases, alles wirkt so authentisch und lässt Hyrule nahezu lebendig erscheinen.

Lokalisierung

Endlich, es wird gesprochen! Auch wenn Link noch immer stumm ist, sprechen die anderen wichtigen Charaktere. Nintendo hat daneben eine deutsche Vertonung spendiert, die gut zu den Charakteren passt. Besonders die deutsche Stimme von Zelda konnte mich überzeugen mit ihrer einfühlsamen und zarten Stimme, die dennoch genug Stärke besitzt. Alles in allem ist die Lokalisierung gut geworden und trägt maßgeblich zur Atmosphäre bei.

Info

The Legend of Zelda: Breath of the Wild Limited Edition

© Nintendo

Name: The Legend of Zelda: Breath of the Wild
Original Name: ゼルダの伝説 ブレス オブ ザ ワイルド
Publisher: Nintendo
Entwickler: Nintendo Entertainment Planning & Developement
Plattform: Nintendo Switch, Wii U
Genre: Action-Adventure
USK: ab 12 Jahren freigegeben
Release: 03. März 2017
Preis: Nintendo Switch 64,99 €, Wii U 64,99 €
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