Little Nightmares – So klein und doch so Gruselig


Little Nightmares lässt euch als Six, das kleine, gerade mal elfengroße, Mädchen durch die Welt klettern, schleichen und rennen, die nur ein Ziel hat: alles zu Nahrung verarbeiten, was sich bewegt. Das Horrorspiel von Bandai Namco wirkt auf den ersten Blick zwar alles andere als gruselig, doch der Schein trügt…

Die Story

Six ist ein kleines Mädchen, das einen gelben Regenmantel trägt. Sie steht, wie alles andere, was sich bewegt, auf dem Speiseplan von einigen sehr gruseligen Kreaturen. Diese scheinen sich hauptsächlich von Fleisch zu ernähren, was für Six zu einem großen Problem werden könnte. Zum Glück ist das kleine Mädchen nicht auf den Kopf gefallen und macht es ihren Widersachern alles andere als leicht. Das Game vermittelt einem, das man lieber schnell das Weite suchen sollte und für Six einen schönen und sicheren Ort finden muss. Doch mit Schnelligkeit allein ist dem Mädchen nicht geholfen. So muss man geschickt einige Rätsel lösen und immer daran denken, selbst etwas zu essen, wenn man nicht vom Fleisch fallen will.

Die Charaktere
Little Nightmares 3 - Little Nightmares – So klein und doch so Gruselig
© Bandai Namco © Tarsier Studios

Die Spieler übernehmen die Kontrolle über das kleine Mädchen Six. Diese ist zwar geschickt und findet recht gute Wege, um vor ihren Widersachern zu entkommen. Doch wenn der Spieler selbst Fehler macht, kann die Kleine im Regenmantel auch nichts mehr unternehmen. Six selbst besitzt keinerlei Waffen oder Fähigkeiten. Lediglich ihr Feuerzeug ist ihr treuer Begleiter, der ihr in den dunkelsten Stunden zur Seite steht. Ganz hilflos ist Six jedoch trotzdem nicht. Sie kann ziemlich gut klettern, notfalls mit Gegenständen um sich werfen und sich natürlich prima verstecken.

Neben Six trifft man im Spiel auch noch kleine Elfenwesen. Sie helfen Six immer wieder aus der Patsche. Weshalb sie dies tun, wird allerdings nicht wirklich ersichtlich. Eventuell möchten sie einfach nicht, dass das kleine Mädchen gefressen wird. Wer gut aufpasst, kann sich bei den Elfenwesen auch bedanken. Doch dafür muss man oft geheime Räume finden, oder in allen dunklen Ecken ganz genau nachschauen. Denn diese niedlichen Elfenwesen verstecken sich immer und überall, was bei den gefräßigen Kreaturen auch kein Wunder ist. Trotzdem entspannt das feste Drücken der Elfenwesen die gruselige und angespannte Situation und verleiht Kraft, den Weg weiter zu klettern.

Little Nightmares 1 - Little Nightmares – So klein und doch so Gruselig
© Bandai Namco © Tarsier Studios

Im Spiel läuft man verschiedenen Gegnern über den Weg, die alle dasselbe Ziel haben: sie wollen Six fressen. Neben einem Wesen mit sehr langen Armen, einer blinden, spinnenartigen Kreatur und einer fettleibigen Kreatur, trifft man auch auf andere Gegner. Wie zum Beispiel die blutegelartigen Kreaturen, die einem bei Kontakt töten. Auch die anmutige Dame sollte nicht unterschätzt werden. Sie leitet den Ort, an dem sich Six befindet und überwacht die Nahrungsproduktion.

Gameplay

Little Nightmares ist ein Sidescrolling Game, das aber, im Gegensatz zu den meisten Spielen dieses Genres, die gesamte Fläche des Levels ausnutzt. Da so auch die ein oder anderen dunklen Flecken entstehen, fallen einem mögliche Hilfsmittel, wie Bälle und der gleichen nicht sofort ins Auge. Auch die Elfenwesen verstecken sich gern hinter Koffern, Tischen oder Schränken. Zum Glück besitzt Six ein Feuerzeug, das ihr ein Licht aufgehen lässt. So kann man zumindest teilweise die Dunkelheit erhellen. Andere Fähigkeiten besitzt Six nicht. Das ist eine große Abwechslung zu den überpowerten Charakteren aus so manch anderem Spiel.

Little Nightmares 2 - Little Nightmares – So klein und doch so Gruselig
© Bandai Namco © Tarsier Studios

Da Six sehr klein ist, muss man sich die ein oder andere Klettermöglichkeit suchen, um die Rätsel des Spiels zu lösen. Wer allerdings nur die offensichtlichen Wege geht, wird schnell an sein Limit kommen und fängt an, wild zu suchen. Auch wenn das Game selbst sehr schnell wirkt, muss man in der bedrohlichen Welt von „The Maw“, wie der Ort heißt, die Ruhe bewahren, um nicht in Fallen oder Gegner hineinzulaufen. Auch das Timen der Sprünge will geübt sein.

Steuerung

Da wir Little Nightmares für euch auf der Playstation 4 getestet haben, konnten wir die Protagonistin natürlich mit dem PS4-Controller steuern. Da Six grundsätzlich keine besonderen Fähigkeiten besitzt, wurden die Tasten des Controllers ganz einfach belegt: Neben der Sprung-Funktion gibt es auch eine Taste zum Festhalten. Man kann mit Six Gegenstände werfen, mir ihr rennen und schleichen.

Auch das Feuerzeug ist ein wichtiger Gegenstand, der durch den richtigen Tastendruck aktiviert wird. Natürlich kann Six auch kriechen. Doch andere Funktionen stehen den Spielern nicht zur Verfügung. Auch ein Inventar oder ausgefallene Moves sucht man im Spiel vergebens. Was im Game aber nicht negativ, sondern eher positiv auffällt.

Grafik

Little Nightmares ist ziemlich dunkel gehalten. So kommt die düstere und gefährliche Stimmung des Spiels noch besser zur Geltung. Die kleinen Elfenwesen sorgen in der Dunkelheit trotzdem für die richtige Stimmung, obwohl sie in der Dunkelheit sie teilweise sehr schwer auszumachen sind. Dennoch passt die gesamte Szenerie super zur Atmosphäre und sorgt für ein wenig Gänsehaut. Die liebevoll gestalteten einzelnen Abschnitte des Spiels passen super in das Game und zur Stimmung. So kommt nach einer sehr dunklen Passage häufiger eine helle, aufmunternde Passage, die eher voller Rätsel als Gegner steckt.

Little Nightmares 4 - Little Nightmares – So klein und doch so Gruselig
© Bandai Namco © Tarsier Studios
Sound

Die unterschiedlichen Geräusche im Spiel sorgen oft für mehr Gänsehaut als die Gegner selbst. Deren Geräusche passen eben einfach zu ihrem Erscheinungsbild. Six selbst sagt im Spiel kein Wort, doch was sie aktuell möchte, wie zum Beispiel Nahrung, merkt man dank ihrer Gestik und dem Geräusch des knurrenden Magens recht schnell. Die Melodien, die im Game vorhanden sind, passen gut zur Atmosphäre. Auch wenn man zwischenzeitlich besorgt ist, dass die vorhandenen Geräusche die Gegner anlocken. Vor allem das Werfen des Affen mit seinen Becken sorgt immer wieder für Angstschweiß und dem Drang, sich nach dem Wurf zu verstecken.

Little Nightmares  - Little Nightmares – So klein und doch so Gruselig
© Bandai Namco © Tarsier Studios

Info

Name: Little Nightmares
Original Name: Little Nightmares
Publisher: Bandai Namco Entertainment
Entwickler: TarsierStudios
Plattform: Playstation 4, PC, Xbox One
Genre: Puzzel, Jump ’n’ Run. Geschicklichkeit
USK: ab 12 freigegeben
Release: 28. April 2017
Preis: Playstation 4 24,99 Euro, PC 34,99 Euro, Xbox One 34,99 Euro

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Little Nightmares
94.2 Autor
Fazit
Little Nightmares ist ein schönes und doch gruseliges Game. Die kleine Six wächst einen schnell ans Herz und auch die „Unfälle“ stören nicht. Denn da das Spiel dazu neigt, Geschwindigkeit zu provozieren, fällt man gern in die Abgründe des Games. Die Gegner im Spiel sorgen für einen spannenden Nervenkitzel und die Elfenwesen für die passende Abwechslung und Entspannung. Auch die Rätsel sollten in dem Game nicht unterschätzt werden. So muss man neben der Flucht auch seinen Kopf anstrengen, um den richtigen Lösungsweg zu finden und mit Six am besten alle Elfenwesen zu finden. Für den kleinen Geldbeutel ein wirklich lohnenswertes Game.
Story
Steuerung
Grafik
Sound
Gameplay

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Phoenix035
Salli, ich bin der Pho von Let's Play Phönix035. Ich liebe Horrorgames und generell alles, was mit Zombies zu tun hat. Ich fühle mich auf allen Plattformen wohl, von Konsolen bis PC: ich spiele auf der PS1 bis PS4, Xbox360, Wii, PSP und PSVita, Handys und natürlich auch auf Tablets.

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