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Daily Butterfly – zwei schüchterne Seelen setzen Kurs auf Romantik!

Mit Daily Butterfly startete bei Altraverse eine mit zwölf Ausgaben abgeschlossene Liebesgeschichte von Suu Morishita. Doch was erwartet euch?

In der Handlung ist Suiren ein süßes und überaus ruhiges Mädchen, das ihren ersten Tag auf der Highschool erlebt. Wie allzu oft schwärmt die gesamte Schule von ihr – das betrifft Jungs und Mädchen gleichermaßen. Doch es gibt einen Schüler, Kouha Kawasumi, dessen Augen nicht auf Suiren gerichtet sind. Ausgerechnet dieser legt sich mit einem Klassenkameraden an, der Suirens Tasche nicht wieder hergeben möchte. Aufgrund dessen drängen mehrere Schüler den Jungen in der Pause in die Enge, was Suiren mitbekommt. Doch Kouha, der Kampfsport beherrscht, ist der Situation gewachsen. Wie dem auch sei, seit diesem Tag fühlt sich die schüchterne Suiren zu dem ebenfalls zurückhaltenden Jungen, dem es schwerfällt, Gespräche mit Mädchen zu führen, hingezogen.

Altraverse veröffentlicht Daily Butterfly im gewöhnlichen Taschenbuchformat. Der Verlag spendiert Käufern nicht nur eine Farbseite, sondern ebenso ein Monatsblatt eines Geburtstagskalenders, das der Erstauflage beiliegt. Band 1 enthält die ersten sieben Kapitel der Hauptgeschichte. Für Mangaka Suu Morishita war Daily Butterfly die erste längere Serie. Aktuell arbeitet sie an der bisher zehn Ausgaben langen Reihe Short Cake Cake. Im März 2019 debütiert das Werk hierzulande bei Altraverse.

Zartbeseitet trifft auf zartbeseitet

Das Hauptpärchen ist in Daily Butterfly mal etwas anders konzipiert als bei der üblichen Shojo-Kost. Wir haben hier mit Suiren und Kouha zwei sehr schüchterne Charaktertypen, wodurch die Romanze langsam in Gang kommt, was jedoch verständlich erscheint, da keiner von beiden den ersten Schritt machen würde. Dieser verzögerte Fortschritt ist zwar für Shojo-Manga nichts Neues, aber in vielen Storys wird es oftmals komplizierter gemacht, als es ist. Der Leser erlebt die zwei im normalen Alltag (in der Schule sowie auf Ausflügen). Suiren und Kouha gleichen sich in dem Punkt, dass sie an ihrer Schule beliebt sind – erstere sogar bei beiden Geschlechtern. Diese Aufmerksamkeit mögen beide nicht. Im Startband taucht auch schon eine selbstbewusste Liebesrivalin für Suiren auf, wodurch das Mädchen einen kleinen Prozess macht. Auf der ganzen Schule ist Suiren dafür bekannt, dass sie kaum ein Wort redet. Mit Kouha spricht das Mädchen allerdings erstmals, und der Junge beginnt, die Situation zu hinterfragen.

Da sich keiner der beiden in irgendeiner Form in den Mittelpunkt drängt, erwarten dem Leser kaum humorvolle Situationen – zumindest nicht zwischen den zweien. Für diese sorgen allerdings im kleinen Maße Nebencharaktere. Langeweile kommt in der Handlung dennoch nicht auf. Wer Titel von Mika Yamamori und Io Sakisaka mag, der dürfte auch Gefallen an Daily Butterfly finden. Wo ich Yamamori gerade erwähne, es existieren in Japan zwei Crossover-Oneshots Hibi Chouchou x Hirunaka no Ryuusei, die jeweils aus der Feder der beiden Mangaka stammen.

Emotional in Wort und Bild

Morishita gelingt es, die Gedankengänge der Protagonisten emotional hervorzuheben, dies in Wort und Bild. Die Seiten kommen manchmal sogar ohne Dialoge aus, was bei zwei ungesprächigen Hauptfiguren durchaus Sinn ergibt, wo dann die Zeichnungen für sich sprechen. Das Artwork charakterisiert eine sehr feine Linienführung. Besonders attraktiv schauen Suu Morishitas Augen der weiblichen Figuren aus. In der Kleidung und den Haaren setzte die Mangaka allerdings kaum Akzente, hier fehlt an manch einer Stelle ein bisschen mehr Schattierung beziehungsweise ein paar Lichteffekte. Dennoch besitzen ihre Charakterdesigns großen Wiedererkennungswert.

Eine romantische Alltagsgeschichte von zwei schüchternen Protagonisten – so könnte man Daily Butterfly in Kurzform beschreiben. Allein diese Konstellation lässt das Werk aus der Masse hervorstechen. Denn nur die wenigsten Shojo-Titel beschreiben eine angehende Romanze zwischen zwei überaus zurückhaltenden Charakteren. Die Beziehung schreitet dadurch natürlich langsam voran, jedoch ist bereits im Startband eine Entwicklung seitens Suiren und Kouha zu erkennen. Wer realistische Romanzen wie Blue Spring Ride oder Daytime Shooting Star mag, der dürfte auch mit Daily Butterfly einen Treffer landen.

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