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Gelesen: Mein hübsches Ego von Mariko Nekono

Tokyopop veröffentlichte “Mein hübsches Ego”, der erste Manga von Mariko Nekono, der es zu uns nach Deutschland schaffte. In Japan erschien die Geschichte im Be x Boy Magazin.

Worum geht es?
Naru ist unglaublich selbstverliebt. Wann auch immer er sich in einem Spiegel sieht, ist es komplett um ihn geschehen. Fasziniert von seiner eigenen Schönheit hat er sich oftmals in der Öffentlichkeit blamiert. Damit sich nicht alle wieder über ihn lustig machen, will er seine narzisstische Seite so gut es geht an der Uni verbergen.
Doch eines Tages kommt ausgerechnet der Frauenschwarm Mamoru hinter sein Geheimnis.
Er befürchtet, dass seine schönen Tage an der Uni nun gezählt sind. Aber zu seiner Verwunderung macht sich Mamoru nicht über ihn lustig. Im Gegenteil, er verhilft ihm sogar, seine selbstverliebte Seite zu unterdrücken.

Mein hübsches Ego
© Tokyopop

Die Story:
Man kann nicht wirklich sagen, dass es an irgendeiner Stelle in diesem Einzelband mal langweilig wurde. Es ist wirklich immer etwas los und die Geschichte kommt auch sehr schnell in den Gang am Anfang.
Ich fand die Story jedoch oftmals etwas zu schnell erzählt, es war an manchen Stelle etwas zu viel des Guten. Es gab so einige Szenen die etwas zu übertrieben und albern für meinen Geschmack waren, so gar etwas unrealistisch.
Doch mochte ich den Humor in “Mein hübsches Ego” sehr, der auf jeden Fall nicht zu kurz kam.

Die Idee:
Hier wurde eine Persönlichkeitsstörung namens Narzissmus mit ins Spiel gebracht, was ich an sich sehr interessant fand, da es auch hier sich um ein Problem handelte, das es von Naru und Mamoru zu bewältigen galt. Doch auch hier hat die Mangaka einiges draufgelegt und es auf übertriebene und komödiantische Art und Weise dargestellt. So sehr, dass es schon fast wie eine Persönlichkeitsspaltung aussah.
Doch hat es ‘Naru’ den beiden Verliebten ganz schön schwer gemacht, dass sie zu einander fanden, was auch wieder die Geschichte am Laufen hielt.

Die Charaktere:
Naru ist hier ein recht komplexer Charakter, da er an sich gleich zwei Persönlichkeiten hat. Zum einem den Narzissten, der unglaublich selbstverliebt ist und Mamoru weiß machen will, dass er niemand anderen liebt außer sich selbst. Zum anderen der unsichere, verzweifelte aber doch sehr fröhliche Naru, der nur zu gerne ein normales Leben führen möchte.

Bei Mamoru wusste man sofort, was Sache ist. Er nutzte regelrecht die schwierige Situation, in der sich Naru befand, für seine Vorteile aus, doch gelang er so sehr schnell in eine echte Zwickmühle.

Die Zeichnung:
Auf manchen Seiten war so einiges los. Weniger Panels hätten an manchen Stellen nicht geschadet. Die lustigen Szenen waren aber wunderbar gezeichnet und davon gab es wirklich einige.
Im Groben und Ganzen mochte ich Mariko Nekonos Zeichnungen, doch sie wirkten für meinen Geschmack etwas durchzogen und verspielt, dadurch wirkte es manchmal etwas unruhig.

Fazit:
“Mein hübsches Ego” war ein netter Einzelband, der auf jeden Fall anders als manch andere Boys Love Mangas ist. Sowohl von der Story und der Idee als auch vom Humor her, der einem hier geboten wird.
Leider fand ich es an vielen Stellen etwas zu albern, wo ich mich manchmal fragte „Was soll das jetzt?“

Die Geschichte raste regelrechte daher, doch man muss bedenken, dass es ein Einzelband ist und daher die Mangaka auch nicht viel Möglichkeiten hatte die Geschichte etwas ruhiger und ausgedehnter zu erzählen.

Man kann sich den Manga durchaus mal durchlesen, als gute und lustige Abwechslung, doch mein Favorit wird es leider nicht.

Info:
Mein hübsches Ego

Original Name: ナルキッス
Transkription: Naru Kissu
Von: Mariko Nekono
Verlag: Tokyopop
Verfügbar: 1 Band
Preis: 6.95 EUR
Genre: Boys Love, Comedy
Empfehlung: FKS 16
ISBN: 978-3-8420-1244-8

Im Web
Mein hübsches Ego – Tokyopop Homepage
Tokyopop Homepage

Weitere Info
Eine Leseprobe findet ihr auf der Tokyopop Seite unter diesem Link.

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