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Popkultur Manga Gelesen: Seraph of the End, Band 1

Gelesen: Seraph of the End, Band 1

Takaya Kagamis, Daisuke Furuyas und Yamato Yamamotos Seraph of the End ist ein Shonen-Manga, der 2012 unter dem japanischen Titel Owari no Seraph in Shueishas Jump SQ debütierte. Kagami sowie Furuya sind darin für die Story verantwortlich und Yamamoto übernimmt das Zeichnen.

Selbiges Team ist ebenso für die gleichnamige bisher sechsbändige Light Novel Owari no Seraph: Ichinose Guren, 16-sai no Catastrophe zuständig, welche seit 2013 herausgegeben wird und die Vorgeschichte der Manga-Umsetzung erzählt. Und das Franchise wächst weiter: Eine weitere Romanreihe startete im Dezember 2015 und widmet sich Mikaela Hyakuya.

Der Comic diente zudem als Vorlage für die im Oktober 2014 gestartete Anime-Umsetzung, welche hierzulande online auf Viewster läuft und bei Universal Pictures auf DVD sowie Blu-ray erscheint.

Worum geht es?

Der Leser befindet sich in einer Welt, in der ein unbekanntes Virus die Menschheit fast ausgerottet hat. Lediglich Kinder unter 13 Jahre blieben verschont, wurden von Vampiren in eine Untergrundwelt verschleppt und dort versklavt. Unter ihnen auch der Protagonist der Geschichte: Yuichiro Hyakuya alias Yu. Einst träumten er und weitere Waisenkinder – darunter Mikaela alias Mika – davon, die Untergrundwelt zu verlassen, um zurück in ihre zu gelangen. Yu war schon damals ein Hitzkopf, dem es schwerfiel, seine Freunde als Familie anzusehen. Doch die Flucht und somit auch die gemeinsamen Träume der Kids endeten dank des Vampirs Felid für Yus Gefährten mehr als tragisch.

Als scheinbar einziger Überlebender betritt Yu das Tageslicht, wird von einem noch Unbekannten in Uniform entdeckt und als aufgetauchtes Testobjekt des Hyakuya-Laboratoriums bezeichnet. Der Mann konfrontiert den Jungen mit der Frage, ob er sie im Kampf gegen die Vampire unterstützen wolle. Vier Jahre später findet sich Yu mit dem Ziel, stark genug zu werden, um alle Blutsauger zu töten, in einem besonderen Einsatzkommando als Lehrling wieder …

Die Story

Das Startkapitel von Seraph of the End bietet dem Leser einen spannenden Auftakt. Manch einer mag diesen gleich zu Beginn aber auch etwas überdramatisiert empfinden. Inkludiert sind hier gleich zwei Zeitsprünge von je vier Jahren: von der entfernten Vergangenheit, in der Yu und weitere Waisenkinder von Vampiren entführt wurden, bis hin zu der Zeit ihrer Versklavung und der tragischen Flucht, sowie die Gegenwart, in welcher der Junge als Vampirjäger aktiv werden möchte. Einfacher ausgedrückt: Euch wird der Hauptcharakter vorgestellt sowie dessen Beweggründe für seine jetzige Vampirjagd dargelegt. Selbstverständlich quälen den Jungen die Gedanken, seine Familie damals in Stich gelassen zu haben.

Die Handlung schreitet schnell voran und erweist sich als shonentypisch. Der Leser erlebt die Protagonisten sowohl im Alltag bei der Kampfausbildung, wo es dann doch recht ruhig, aber dennoch angespannt zugeht, allerdings auch in Auseinandersetzungen, die dann blutig verlaufen. Jedoch verliert das Gemetzel durch das Geschehen drum herum oftmals an Ernsthaftigkeit.

Für Unterhaltung ist neben der düster angehauchten Story jedoch auch gesorgt: Das Zusammenspiel der Figuren verschafft den einen oder anderen Lacher. Besonders wenn der suspekt wirkende Oberstleutnant Guren ins Spiel kommt. Allerdings setzten die Schöpfer auch hier auf altbekannte Gags, welche manchmal etwas abgelutscht sind.

Die Charaktere

Besonders mit Yu erhaltet ihr einen Standard-Helden: Er neigt zur Selbstüberschätzung und fliegt damit selbstverständlich auf die Nase. Auch hat es Yu zunächst schwer, im Team zu arbeiten. Dennoch vollzieht der Junge schnell Prozesse. Ziel ist es im Endeffekt, das Training für die verfluchte Ausrüstung erfolgreich zu meistern.

Mit Yoichi und Shinoa stoßen in Band 1 Gefährten dazu, die jedoch von der Charakterdarstellung auch sehr ins typische Bild einer Shonen-Nebenfigur passen. Yoichi entpuppt sich als der vernünftige, ruhige Typ und Shinoa quasi das mysteriöse, unterstützende Mädchen an Yus Seite.

Zeichnung

Yamato Yamamotos Zeichnungen unterstreichen die düstern angespannte und actionreich angehauchte Geschichte. Kulissen schenkte der Mangaka in manchen Panels Aufmerksamkeit, um die zukunftsvisionäre Welt darzustellen. Auch designte Yamamoto-sensei die Charaktere sehr liebevoll. Hier stechen viele Details ins Auge, besonders die Uniformen der imperialen Dämonenarmee oder der Vampire. Was dem Mangaka jedoch zeichnerisch nicht so gut gelingt, ist das Transportieren von Emotionen. Mir erschienen die Gesichtszüge – vor allem die Augenpartie – der Charaktere recht kalt. Mag bei dem Setting eventuell gewollt sein, aber mir fiel das Mitfühlen dadurch schwerer.

Aufmachung

Kazé publiziert Seraph of the End im Taschenbuchformat. Band 1 kommt mit einem Hochglanz-Miniposter als Extras sowie den ersten drei Kapiteln zur Geschichte. Am Ende der Ausgabe plaudert Takaya Kagami auf wenigen Seiten noch ein wenig aus dem Nähkästchen.

Fazit

Seraph of the End verläuft nicht nur storytechnisch nach üblicher Shonen-Manier, sondern selbst die Charaktergestaltung entpuppt sich als stereotypisch. Die Handlung ist düstern angehaucht, da alles nach einem großen Komplott zwischen Mensch und Vampir schreit. Durch das Schulsetting wird die Story etwas »alltäglicher«. Auch sorgt das Zusammenspiel der Figuren für Unterhaltung, wenngleich die Slapstick-Einlagen etwas abgelutscht sein mögen. Die Ereignisse in Band 1 empfand ich persönlich als voraussehbar. Dass es auf einen dramatischen Twist zwischen den Hyakuya-Geschwistern hinausläuft, hat wohl jeder erwartet. Natürlich bleibt Hitzkopf Yu kein Einzelgänger in der imperialen Dämonenarmee, auch wenn ihm das Finden neuer Freunde schwerfällt. So gesellen sich in Ausgabe 1 zwei Mitstreiter dazu, deren Beweggründe Aufmerksamkeit geschenkt wird. Der Leser erhält zudem erste Grundinformationen zur Bekämpfung der Vampire im Seraph of the End-Universum. Was es letztendlich mit der verfluchten Ausrüstung auf sich hat, zeigt sich in den kommenden Bänden. Das Werk wartet zwar so gesehen mit nichts Neues auf, dennoch bietet Seraph of the End in meinen Augen Anreize an der Story dranzubleiben. Ob es bei der Durchschnittkost bleibt, wird sich zeigen.

Info
Seraph of the End
Original Name: 終わりのセラフ
Transkription: Owari no Seraph
Von: Yamato Yamamoto, Takaya Kagami
Verlag: Kazé
Verfügbar: 10+ Bände
Preis: 6,95 €
Genre: Action, Shonen
Empfehlung: 14+
ISBN: 978-2889217847
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