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Gelesen: Sun-Ken Rock von Boichi

Ein Japaner geht nach Korea um Polizist zu werden, doch es kommt alles ganz anders, als er und wir erwartet hätten. Mit Sun-Ken Rock hat Tokyopop einen Manga ins Programm aufgenommen, der einiges anders macht und eine interessante Geschichte bietet.

Worum geht es?
Boichi hat sich erst in seinem Heimatland Korea einen Namen gemacht, bevor er seine Geschichten seit 2004 direkt in Japan veröffentlichte. Seit 2006 zeichnet er an seinem Kampf-Epos Sun-Ken Rock, der jetzt in Deutschland im Doppelband startet!
Der junge Japaner Ken ist in seine koreanische Mitschülerin Yumin verliebt. Als diese in ihre Heimat zurückkehrt, folgt er ihr, um – so wie sie – Polizist zu werden. Doch dann kommt plötzlich alles ganz anders: Ken gerät in eine Schlägerei und beeindruckt eine Gangsterbande mit seinen Kräften so sehr, dass sie ihn spontan zu ihrem Boss machen wollen. Da Ken ohne Schulabschluss in einem fremden Land keinen Plan B hat, willigt er ein

Die Story:
Es hört sich vielleicht nicht so besonders an, aber die Story wird anders als erwartet, sehr gut erzählt. Es ist eine gute Mischung aus Action und Humor und knickt zwischendurch auch nicht ein. Insbesondere fällt es auf, dass Mangaka Boichi aus Korea kommt, denn man findet sehr viele Elemente, die man in einem Manga nicht erwartet hätte.

Die Idee:
Zugegeben, neu ist die Idee natürlich nicht und der Manga geht auch keine anderen Wege, als in anderen Geschichten. Was hier aber hervorsticht ist neben dem Zeichenstil insbesondere die Charaktere, die zwar irgendwie alle einen an der Waffel haben, aber das Herz am rechten Fleck. Man merkt auch sehr stark, dass Boichi (der mit bürgerlichen Namen Mujik Park heißt) ein Manhwa Künstler ist. Manhwa sind übrigens das koreanische Podon von Manga. Viele Stilelemente findet man eher in Manhwa als in Manga und so wirkt die Idee frischer.

© Tokyopop
© Tokyopop
Die Zeichnung:
Wie gerade geschrieben, es gibt viele Stilelemente, die man aus Manhwa kennt und die man nicht in einem Manga erwartet. Boichi bricht dabei allerdings nicht mit den Manga „Traditionen“, aber es ist einfach angenehmen so etwas zu sehen. Als Beispiel fallen die Frauen direkt auf, denn sie sind anders gezeichnet, als man es aus Manga kennt. Also ein Manga mit Einflüssen aus Manhwa und das ist richtig gut.

Die Charaktere:
Als erstes natürlich Ken Kitano, der Trottel mit dem Herz am rechten Fleck und seine Kumpanen, die auch nicht weiter als er davon entfernt sind, ein Trottel zu sein. Aber gerade Ken wird einem recht schnell sympathisch

Allgemein muss man sagen, findet sehr schnell eine Charakterentwicklung statt, die man auch wirklich merkt und gut gemacht ist.

Fazit:
Ein Koreaner, der nach Japan geht und einen Manga über einen Japaner zeichnet, der nach Korea geht um dort Polizist zu werden. Dabei greift er viele Stilelemente auf, die man eher in einem Manhwa vermuten würde, ohne mit den typischen Manga Elementen zu brechen. Sehr gut gemacht und ist mal was angenehm neues. Die Story wird sehr gut erzählt, die Charaktere haben alle mehrere Facetten (Trottel und liebenswürdig 😉 ) und die Zeichnung ist richtig gut. Alles in allen ist Sun-Ken Rock ein Manga, der sich nicht verstecken braucht und auf jeden Fall einen Blick wert.

Info:
Sun-Ken Rock
Original Name: サンケンロック
Transkription: Sanken Rokku
Von: Boinichi
Verlag: Tokyopop
Verfügbar: 1 Band (weitere Folgen)
Preis: 14.00 EUR
Genre: Romance, Comedy, Martial Arts , Action
Empfehlung: FKS 18
ISBN: 987-3-8420-1211-0

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