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Gelesen: Twin Star Exorcists

Im April 2016 startet in Japan die Anime-Umsetzung zu Yoshiaki Sukenos Fantasy-Action-Manga Twin Star Exorcists. Passend dazu brachte Panini im März den Startband in den deutschsprachigen Handel. Was dieses Werk zu bieten hat, das schildert Sumikai in diesem Artikel.

Worum geht es?

Rokuro möchte alles nur kein Onmyoji mehr werden! Einst träumte er davon, der Beste unter ihnen zu sein und alle unreinen Wesen aus Magano zu besiegen. Doch seit einem Vorfall vor zwei Jahren, bei dem Rokuro seine Freunde verlor, lehnt der Junge diesen Traum ab.

Dann taucht die mysteriöse Benio auf. Die zwei sind mehr oder weniger gezwungen, zusammenzuarbeiten, wodurch Rokuro nun doch wieder mit seinem eigentlichen Traum konfrontiert wird. Der Junge hasst es normalerweise, seine Magie-Rüstung anzuwenden.

Schließlich taucht auch noch ihr Onmyoji-Oberhaupt auf und stellt die zwei auf eine Probe, die damit endet, dass Rokuro und Benio als sogenannte Onmyoji der Zwillingssterne dazu bestimmt sind, zu heiraten, um später das stärkste Kind der Welt auf die Welt zu bringen. Ob die zwei diesem Schicksal entgehen können?

Die Story

Böse Wesen, in diesem Fall »die Unreinen« genannt, welche bekämpft werden müssen – hört sich nach einem Standard-Shonen-Manga an und genau das verspricht Twin Star Exorcist, wenngleich der Protagonist der Geschichte nicht von Anfang an gewillt ist, seine Heldentaten als Onmyoji auszuführen. Aber wahrscheinlich wird kein Leser davon ausgehen, dass dies so bleibt.

Die Handlung nimmt sich im Startband Zeit, das Drumherum zu erklären. Mittels einer Magie-Rüstung »läutern« die Onmyoji im Geschehen die Unreinen, welche aus der Parallelwelt Magano kommen. Dies erzeugt natürlich Action.

Yoshiaki Sukeno lies sich bei dem Begriff Onmyoji übrigens von einer Berufsbezeichnung aus der Heian-Ära Japans inspirieren. Diese dienten damals dem Kaiser und übten beispielsweise Wahrsagerei aus oder gingen seltsamen Gegebenheiten auf dem Grund.

Es gelingt dem Mangaka zunächst noch nicht so ganz, den Spannungsbogen oben zu halten – der Ablauf wirkt in meinen Augen recht vorhersehbar. Jedoch steigert die Thematik um die Onmyoji der Zwillingssterne die Neugier, sodass ich persönlich durchaus gewillt bin, zum nächsten Band zu greifen.

Die Charaktere

Mit Rokuro und Benio kommen zwei Protagonisten ins Spiel, deren Motivation jeweils eine andere ist. Ersterer hasst seine Onmyoji-Fähigkeiten, möchte möglichst wenig damit am Hut haben und sucht sich ständig andere Träume. Was Rokuro damals passiert ist, das schildert Band 1 dem Leser bereits im oberflächlichen Rahmen. Ganz nach Shonen-Manier besitzt der Junge auch eine mächtige Rüstung.

Benio wiederum ist das genaue Gegenteil: Das Mädchen übt ihr Amt als Onmyoji selbstbewusst aus, wenngleich auch sie Altlasten aus der Vergangenheit mit sich schleppt, die aber erst ergründet werden müssen. Das Zusammenspiel von Benio und Rokuro gestaltet sich übrigens humorvoll.

Mit Arima führte Yoshiaki Sukeno ebenso eine zwielichtige und äußerst skurrile Figur im Geschehen ein. Bleibt abzuwarten, welche Rolle er als Meister der Onmyoji künftig noch spielen wird.

Zeichnung

Yoshiaki Sukenos Charakterdesigns entpuppen sich als Hingucker – besonders die Augen der Figuren. Auch steigert die Art und Weise, wie der Mangaka Rokuros Mund darstellt – Stichwort: Zickzack-Zähne -, den Slapstick. Im Großen und Ganzen transportieren Sukenos Charaktere Emotionen wie Wut, Verzweiflung, Schmerz oder Fun volltrefflich.

Der Fokus liegt bei den Zeichnungen im Allgemeinen auf die Figuren. Hintergründe sind wenig detailliert und eher Schwarz-Weiß ohne besondere Akzente gehalten. Auch die Unreinen kommen zumindest in Band 1 noch recht unspektakulär daher.

Aufmachung

Twin Star Exorcists Band 1 kommt im Taschenbuchformat. Als Extra liegt ein Miniposter mit einer Hochglanzillustration aus dem Manga bei. Inkludiert sind in der Ausgabe drei Kapitel zur Hauptgeschichte und eine Bonuserzählung, die sich Benio widmet.

Fazit

Yoshiaki Sukenos Twin Star Exorcists Band 1 startet nach Shonen-Manier und wartet mit der üblichen Kost auf. Der Leser darf sich auf eine Fantasy-Action-Komödie mit ein wenig Drama um die Hintergrundgeschichten der Protagonisten gefasst machen. Bleibt abzuwarten, ob der Mangaka künftig noch spannende Plot-Twists spinnt – das lässt sich zumindest nach Band 1 schwierig einschätzen. Mit der Thematik um die Onmyoji der Zwillingssterne mag ein kleiner Anfang in diese Richtung getan sein. Wer Action-Serien mit unterhaltsamen Figuren mag, der sollte Twin Star Exorcists eine Chance geben.

Info
Twin Star Exorcists
Original Name: 双星の陰陽師
Transkription: Sousei no Onmyouji
Von: Yoshiaki Sukeno
Verlag: Panini Manga
Verfügbar: 7+ Bände
Preis: 7,99 €
Genre: Action, Fantasy
Empfehlung: 13+
ISBN: 978-3957986474

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