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Ocean of Secrets erschien zunächst 2017 über Tokyopop US.

Ocean of Secrets – ein gelungenes Debüt?

Mitte März startete Tokyopop mit einer neuen Fantasy-Manga-Reihe. Ocean of Secrets ist das Debüt der Mangaka Sophie-chan. Sie veröffentlichte Ocean of Secrets 2015 im Selfpublishing, zwei Jahre später erschien es bei Tokyopop. Dieses Jahr wurde der Manga endlich ins Deutsche übersetzt und erfreut hier die Fantasy-Fans.

Doch was erwartet euch in Ocean of Secrets?

Die 17-jährige Lia lebt mit ihrer Familie in der Nähe der Küste. Seit sie adoptiert wurde, fühlt sie sich einsam, obwohl ihre neuen Eltern sie wie ihre eigene Tochter aufziehen. Doch was geschah vor ihrem achten Lebensjahr? Lia erinnert sich nicht mehr, denn an Stelle ihrer Erinnerungen klafft nur ein schwarzes Loch. Nur ihre Schwester Nina hilft ihr über den Verlust hinweg.

Zumindest denkt Lia das, bis zu dem schicksalhaften Tag auf dem Ozean. Während eines Sturms geht Lia über Bord und droht zu ertrinken. In letzter Sekunde wird sie gerettet und findet sich auf einem fliegenden Schiff wieder. Ihre Retter erzählen ihr von einer Welt voller Magie, die Lia für unglaublich hält.

Doch schneller als es der jungen Lia lieb ist findet sie sich in einem uralten Kampf wieder, in dem sie eine Rolle spielt, die keiner für möglich gehalten hätte.

Der Leser wird direkt in die Handlung geworfen

Der erste Band der Reihe startet rasant und actionreich. Nach einem kurzen Prolog, der die Spannung steigert, da der Leser erfährt, was zehn Jahre zuvor geschehen ist, steigt die Mangaka direkt in die Handlung ein. Die Fragen, die der Prolog aufwirft, werden dann erstmal zurückgestellt, da ein Zeitsprung den Leser direkt in Lias Welt führt.

Ohne große Einführung beginnt sofort die Hauptgeschichte. Die Charaktere, vor allem Lia, werden kaum eingeführt. Schon auf den ersten Seiten geschieht der folgenschwere Unfall, der Lias Leben von Grund auf ändert. Durch die kurze Einleitung am Anfang führt der schnelle Einstieg dazu, dass die Spannung gesteigert wird, da es die Frage aufwirft, was die beiden Personen aus dem Prolog mit Lia zu tun haben. Hängt das Ereignis vielleicht irgendwie mit den Gedächtnislücken von Lia zusammen?

Lia bleibt zu Beginn leider blass

Lia ist die Protagonistin der Geschichte. Sie erzählt das Geschehen zu Beginn alleine. Nachdem sie jedoch auf die Zwillinge auf dem Schiff trifft, wird die Geschichte ab und an auch aus ihrer Sicht geschildert. Erst mit der Zeit lernt der Leser die verschiedenen Charaktere richtig kennen. Lia bleibt etwas blass, was mit Sicherheit dem rasanten Einstieg geschuldet ist.

Die Mangaka legt hier mehr Wert darauf, die Handlung voranzutreiben als die Charaktere richtig einzuführen. Per se ist das nichts Schlechtes, allerdings schafft Sophie-chan es nicht, die Protagonistin mit Leben zu füllen. Lias Ecken und Kanten scheinen genau so leere Flecken zu sein wie Lias Vergangenheit. Erst im Laufe der Geschichte, als Lia für ihre neuen Freunde einsteht, wird sie richtig greifbar und der Mangaka gelingt es, sie dem Leser näher zu bringen. Es werden immer mehr Charaktereigenschaften offenbart, mit denen der Leser sich identifizieren kann und die verschiedene Emotionen hervorrufen. Die Offenbarung ihres tragischen Schicksals oder auch die Vorgeschichte der Geschwister hauchen den Figuren Leben ein.

Tolle magische Welt

Die magische Welt, die die Mangaka erschafft, ist detailliert und wirklich gut beschrieben. Kleine Details, wie die Namen der Königreiche oder die Erwähnung physikalischer Phänomene, die es wirklich gibt und die in die Geschichte eingewoben sind, verleihen diesem Strang der Handlung seine Glaubwürdigkeit. 
Die Mangaka offenbart immer wieder Kleinigkeiten, die darauf schließen lassen, dass sich noch viel mehr hinter den Magiern und den Königreichen verbirgt und steigert dadurch weiter die Spannung.

Die Zeichnungen sind fein, jedoch sehr auf die Figuren ausgelegt. Es gibt kaum Szenen, die das fliegende Schiff oder die Umgebung zeigen. Bei der wirklich eindrucksvollen Welt, die die Mangaka erschafft, ist das schade. Zum Ende hin werden es etwas mehr Umgebungszeichnungen und der Eindruck von der neuen Welt wird etwas konkreter. Die Mimik der Figuren stellt die Mangaka hervorragend dar. Den Charakteren kann man ihre Gefühle am Gesicht ablesen und auch Überraschung oder gar Misstrauen weiß Sophie-chan darzustellen.

Klares Muss für Fantasy-Fans

Zusammenfassend ist Ocean of Secrets ein guter erster Band, der neugierig auf mehr macht. Die Figuren sind toll gezeichnet, jedoch wären ein paar mehr Zeichnungen der Umgebung hilfreich, um sich die unbekannte Welt besser vorstellen zu können. Der Spannungsbogen wird dauerhaft aufrecht erhalten und zwingt den Leser geradezu weiterzulesen. Band zwei ist in den USA bereits erschienen, ein deutscher Erscheinungstermin ist jedoch noch nicht bekannt. Auch ob die Reihe in drei Bänden abgeschlossen ist oder weitergeht, ist unklar. Fantasy-Fans dürften hier jedoch voll auf ihre Kosten kommen.

Info
Ocean of SecretsOcean of Secrets Sophie Chan
Von: Sophie-Chan (Story & Zeichnung)
Verlag: Tokyopop
Verfügbar: 1 Band (von 2)
Preis: 6,99 EUR
Genre: Abenteuer, Drama, Fantasy
Empfehlung: 13 +
ISBN: 3842052758

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