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Scum’s Wish Band 1 – Kann falsche Liebe glücklich machen?

Nachdem bereits die Anime-Adaption von Scum’s Wish am Anfang letzten Jahres bei Amazon Prime im Simulcast lief, findet nun auch der Manga seinen Weg nach Deutschland. In Japan lief die Reihe seit September 2012 und wurde 2017 mit dem achten Band abgeschlossen.

Die Geschichte handelt von einem scheinbar perfekten Pärchen. Hanabi und Mugi passen wunderbar zusammen. So wirkt es jedenfalls nach außen hin. Eigentlich lieben beide eine andere Person, die für sie jedoch unerreichbar scheint. Sie haben einen Deal, diese Person für den jeweils anderen zu ersetzen. Dabei haben sie sich geschworen, sich niemals ineinander zu verlieben. Hinzu kommt, dass ihre beiden angebeteten Lehrer an ihrer Schule sind und auch noch viel füreinander übrig zu haben scheinen. So suchen unsere Protagonisten Trost und körperliche Nähe beieinander und träumen dabei von ihren Schwärmen. Doch bald kommen ein paar nahen Freunden Zweifel an ihrer Beziehung. So nimmt das Wirrwarr an Gefühlen seinen Lauf.

Verliebst du dich, verlierst du

Scum's Wish
© mengo yokoyari / SQUARE ENIX

Beginnt die Geschichte noch wie eine typische 08/15-Romanze, wird recht schnell klar, dass Scum’s Wish sehr tief in die menschliche Beziehung und Psyche eintaucht. Die Geschichte hebt sich durch die verworrenen und teilweise selbsttrügerischen Verbindungen der Personen von der Masse ab. Das schafft sie, ohne dabei zu unrealistisch oder lächerlich zu wirken.

Scum’s Wish verfolgt bei der Erzählung der Geschichte einen erwachseneren Ansatz. Es wird auf intime Szenen und das Eintauchen in die Gedankenwelt der Figuren gesetzt. Das Hauptaugenmerk liegt eindeutig auf dem Drama-Anteil, der den gesamten Band dominiert. Die Geschichte ist stets ernst und ohne Übertreibungen gehalten. Romance- und Slice-of-Life-Einflüsse sind bemerkbar, doch nicht sehr stark vertreten.

Scum's Wish scan 2
© mengo yokoyari / SQUARE ENIX

Im ersten Band liegt der Fokus darauf, den Leser in die Situation der beiden Protagonisten einzuführen. Außerdem soll deren auf Selbsttäuschung und Illusionen gestützte Beziehung zueinander beleuchtet werden. Zudem werden die wichtigsten Personen gezeigt. Ein möglicher Verlauf der Handlung oder eine Entwicklung ist jedoch noch nicht abzusehen.

Es wird schnell klar, dass die Hauptpersonen alles andere als klischeehaft und oberflächlich sind. Man kann bereits erahnen, dass jeder ein Geheimnis mit sich trägt. Viele Figuren erweisen sich im Laufe der Zeit auch als anders, als der erste Eindruck, den sie vermitteln.

Der weiche Zeichenstil ist etwas von shojohaft angehaucht, jedoch keineswegs übertrieben. Auf Spezialeffekte wird verzichtet, die Bilder konzentrieren sich auf die einfache Darstellung der Figuren, ohne abzulenken. Man könnte anmerken, dass alles nicht besonders detailreich gezeichnet ist, doch kommt dies dem Fokus auf die Geschichte zugute. Alles in allem wird eine etwas drückende Stimmung vermittelt, was sehr gut passt.

Über die Geschichte selbst kann mit dem ersten Band von Scum’s Wish noch kein Urteil gefällt werden. Doch das Setting ist auf jeden Fall sehr erfrischend und wurde in dieser Form noch nicht aufgegriffen. Das macht es sehr interessant und weckt den Drang, die Entwicklung weiter zu verfolgen. Wer jedoch nichts für Dramen und düstere Stimmung übrig hat, wird es schwer haben, hiermit warm zu werden. Für alle anderen ist der Manga jedoch einen Blick wert.

Info

Scum’s Wish
Original Name: クズの本懐
Transkription: Kuzu no Honkai
Von: Mengo Yokoyari
Verlag: Kazè Manga
Verfügbar: 8 Bände
Preis: 6,95 €
Genre: Drama
Empfehlung: nA
ISBN: 978-2889510382
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