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Ungeliebte Masken werden für Taschentücher und Essen getauscht

Japans Abenomask wird zum beliebten Tauschobjekt für einen guten Zweck

In Japan dürften mittlerweile fast überall die kostenlosen Stoffmasken von der Regierung angekommen sein. Für viele kommt das nicht nur zu spät, oft können die Menschen mit dem Mundschutz auch nicht viel anfangen, da er zu klein ist. Da wundert es nicht, dass viele Menschen die Abenomask lieber gegen etwas Nützlicheres eintauschen.

Zahlreiche unterschiedliche Unternehmen bieten an, die Masken im Tausch gegen Gutscheine oder andere Dinge an sich zu nehmen. Die gesammelten Exemplare landen allerdings nicht im Müll, sondern werden medizinischen Einrichtungen übergeben, die sie weiterhin dringend benötigen.

Masken gegen Geschenke

Ein Geschäft mit einer derartigen Spendenaktion ist das Restaurant Ikejyu in Nantan, Kyoto. Wer seine beiden ungeöffneten Abenomaks mitbringt, bekommt von dem Laden einen 300 Yen Essensschein. Der 73 Jahre alte Inhaber Tsutomu Ikeda erklärt, dass es eine Schande sei die Masken zu verschwenden, auch wenn das Projekt dahinter fragwürdig ist. Er selbst wird die Spenden der Stadt übergeben, die Spenden sehr begrüßt.

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Gleichzeitig soll die Aktion dem Restaurant dabei helfen wieder Kunden anzulocken. Seit März gingen die Zahlen zurück und der Umsatz im April halbierte sich. Mit der Maskenkampagne hofft Ikeda, dass die Menschen nun zurückkommen.

Ein anderer Betrieb, der ebenfalls Masken sammelt, ist Bon Arm, die Apotheken in Tokushima betreiben. Seit April sammeln sie bereits die Abenomasks, um sie an Bedürftige weiterzugeben. Als Dank bekommen Spender pro Maskenpackung ein indigofarbenes Taschentuch.

Sammeln für einen guten Zweck

Die Aktion erreichte allerdings so große Aufmerksamkeit, dass das Unternehmen regelrecht von Lieferungen überschwemmt wurde. Verteilen wollte das Unternehmen eigentlich nur 1.000 Taschentücher. Aus ganz Japan kamen jedoch deutlich mehr Masken, sodass sie die Zahl auf 3.000 hochsetzten. Seit dem 5. Juni gibt es zusätzlich einen Tauschstopp, da sie die Menge mittlerweile kaum noch bewältigen können.

In Nagoya wurde im Mai eine ähnliche Spendenaktion gestartet, die allerdings ohne Geschenke verlief. Bewohner konnten in Drogerien, Kliniken und anderen Einrichtungen die noch verpackten Masken einfach abgeben, damit sie zu Hause nicht ungenutzt liegen bleiben. Ähnliche Aktionen gibt es mittlerweile in ganz Japan, denn niemand möchte wirklich eine Abenomask tragen, wenn es bessere Alternativen gibt. Bei der geringen Größe und den zahlreichen Pannen in der Vergangenheit ist das durchaus verständlich.

JP

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