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Gebühren wurden bereits Oktober 2020 gekürzt

NHK will erneut seine Gebühren senken

Die Japan Broadcasting Corp. (NHK) ist allgemein dafür bekannt, dass sie bereit sind fast alles für ihre Gebühren zu tun. Jetzt wurde jedoch überraschend am Mittwoch bekannt geben, dass der Sender die Gebühren senken will.

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Im mittelfristigen Managementplan für das Geschäftsjahr 2021 wurde festgehalten, dass sie bis zum Geschäftsjahr 2023 sie die Gebühren senken wollen. Das Vorhaben kommt nur kurz nach der Ankündigung, dass die Kostensenkungen des Senders an erster Stelle stehen.

Letzte Senkung war Oktober 2020

Um den Rückgang der Sendegebühren auszugleichen, will NHK insgesamt um die 554.120.000 Euro, was etwa zehn Prozent der Betriebsausgaben sind, anderweitig sichern. Unter anderen wollen sie die Wiederaufbaupläne für das Sendezentrum im Shibuya Bezirk von Tokyo überprüfen und überschüssige Mittel sammeln.

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Die Entscheidung zur Senkung selbst kommt etwas überraschend. Im Entwurf des neuen Plans von August 2020 waren keine Senkungen der Gebühren enthalten. Grund dafür war vermutlich die Senkung im Oktober. In dem Monat wurden die Kosten pro Monat auf 1.225 Yen reduziert und die für Satellitenübertragungen auf 2.170 Yen.

Die neuen Preise waren eine Reaktion auf die Bitte der Regierung, die darum bat aufgrund der Pandemie die Kosten zu senken, um die Bevölkerung zu entlasten. Es erschien deswegen unwahrscheinlich, dass es so schnell zu einer weiteren Senkungen kommt.

NHK fand weitere Senkung zuletzt schwierig

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Jedoch hatte Kommunikationsminister Ryota Takeda NHK aufgrund seiner großen Reserven aufgefordert weitere Senkungen durchzusetzen, um die Menschen in der Pandemie mehr zu entlasten. NHKs Überschussfonds war im Geschäftsjahr 2019 auf etwa eine Milliarde Euro angewachsen und dürfte nun noch größer werden.

NHK-Präsident Terunobu Maeda wollte davon jedoch nicht viel wissen und gab an, dass sie Rationalisierung von Diensten priorisieren, wie die Reduzierung von Satellitenkanälen. Zu dem Zeitpunkt hatte er betont, dass es nicht einfach sei, die Gebühren zu senken. Maeda versprach aber auch, dass sie dafür die passenden Voraussetzungen schaffen wollen, um Senkungen schnell zu ermöglichen.

Neben der Reduzierung der Gebühren plant NHK laut dem neuen Plan ebenfalls bis 2023 die Zusammenlegung der Satellitenkanäle BS1 und BS Premium. Auch bei den zwei AM-Radiosendern wird darüber nachgedacht, sie bis 2025 zu einem zusammen zusetzten.

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